Wohnen · Zürich

Schweizer Haushalte halten an einer «Chaos-Schublade» fest: 75 % haben eine, wie eine Umfrage von Sotomo und IKEA zeigt

Eine von IKEA in Auftrag gegebene Umfrage unter 2.410 Personen in der Schweiz zeigt: Die meisten Haushalte haben eine Schublade für alles Mögliche, und am schwersten lässt sich die Ordnung im Keller und auf dem Dachboden halten. Das Sotomo-Institut führte die Befragung im April 2026 durch.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rts.ch, SWI swissinfo.ch, Blick.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Zürich · Schweiz

Wenn man nach Hause kommt

Eine vom Sotomo-Institut im Auftrag von IKEA Schweiz durchgeführte Umfrage befragte zwischen dem 13. und 30. April 2026 insgesamt 2.410 Personen in der Schweiz. Rund 92 % der Befragten ziehen zuerst die Schuhe aus, wenn sie nach Hause kommen. Etwa die Hälfte wechselt zudem die Kleidung, vor allem aus Bequemlichkeit, während Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner häufiger Hygiene als Grund nennen. Mit Straßenkleidung aufs Bett zu sitzen ist für fast 60 % der Befragten tabu, wobei ein Viertel der 18- bis 35-Jährigen dies regelmäßig tut.

Nur die Hälfte der Befragten schließt die Wohnungstür direkt nach dem Eintreten ab, wie die Umfrage zeigt. Alleinlebende schließen eher ab, mit knapp zwei von drei, während der Anteil in Familien auf vier von zehn sinkt. Auch die Hörgewohnheiten unterscheiden sich regional: Fernsehen im Tessin, Radio in der Deutschschweiz und Musik in der Romandie.

Ordentliche Küchen, vollgestellte Keller

Die Küche ist der ordentlichste Raum: In 86 % der Küchen hat fast alles seinen festen Platz. Michael Hermann, Leiter des Sotomo-Instituts, sagte gegenüber RTS, die Unordnung, die Menschen sehen, sei oft anderswo versteckt: «On range simplement les choses là où on ne les voit plus», sagte er – auf Deutsch: Die Dinge werden einfach dorthin geräumt, wo man sie nicht mehr sieht.

„Hinter der Fassade herrscht manchmal Chaos. Wir räumen die Dinge einfach dorthin, wo wir sie nicht mehr sehen.“

Michael Hermann, Leiter des Sotomo-Instituts

Etwa drei von vier Haushalten haben eine Krimskrams-Schublade. Dort lagern die Befragten vor allem Elektronik und Geräte, Büromaterial sowie Werkzeug oder Nähzeug. Ähnlich verhält es sich mit dem Kleiderstuhl: 58 % legen getragene Kleidung, die weder schmutzig noch sauber genug für den Schrank ist, auf einen Stuhl oder Sessel, weitere 28 % nutzen eine Kleiderleiter.

Wo Schweizer Haushalte ihre Unordnung aufbewahren%
Krimskrams-Schublade
75 %
Kleiderstuhl
58 %
Kleiderleiter
28 %

Daten aus dem Artikeltext

Wo die Ordnung scheitert

Keller und Dachboden sind am schwierigsten in Ordnung zu halten: 29 % der Befragten nennen den Keller, 21 % den Dachboden. Gut die Hälfte nimmt sich vor, mindestens einmal im Jahr auszuräumen, doch nur 38 % tun es tatsächlich. Auch Dokumente, Post und digitale Dateien werden aufgeschoben; 43 % schieben digitale Dateien wie Fotos, Musik oder E-Mails vor sich her.

Bei den 18- bis 35-Jährigen bleibt die Post bei fast sieben von zehn liegen. Nur 23 % der Befragten geben an, zu Hause keinen unordentlichen Bereich zu haben. Ein Drittel der Menschen, die mit anderen zusammenwohnen, gibt zu, Gegenstände vor anderen Haushaltsmitgliedern zu verstecken – in Familien liegt dieser Anteil über vier von zehn.

Führt Unordnung zu Konflikten?

Laut den Schweizer Berichten können sich 66 % der Befragten zu Hause erst entspannen, wenn alles aufgeräumt ist, und 63 % sagen, ihr Zuhause sei im Alltag tatsächlich ordentlich. Männer und Frauen sehen das Aufräumen in gemischten Paaren unterschiedlich: 65 % der Männer sagen, beide Partner teilten sich die Aufgabe gleichberechtigt, während 57 % der Frauen sich selbst als hauptverantwortlich sehen. Frauen stören sich zudem häufiger an der Unordnung anderer Haushaltsmitglieder – 37 % geben das an.

Aufräumen am schwierigsten in Keller und Dachboden%
Keller
29 %
Dachboden
21 %
Planen, Keller oder Dachboden jährlich auszuräumen
52 %
Räumen Keller oder Dachboden tatsächlich jährlich aus
38 %

Daten aus dem Artikeltext

Ruhe und Entspannung

Das Sofa ist für 80 % der Befragten der bevorzugte Ort zum Abschalten, und etwa jeder Vierte schläft dort mindestens einmal pro Woche ungeplant ein. Im Tessin liegt der Anteil über einem Drittel. 95 % sagen, sie seien gern zu Hause, und die Umfrage ergab, dass 96 % einen Ort haben, an dem getragene Kleidung vorübergehend aufbewahrt wird.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen