Makroökonomie · Wiesbaden

Deutsche sparen 2025 weniger – Sparquote von 18,9 % bleibt aber weit über dem EU-Durchschnitt

Die Bruttosparquote der privaten Haushalte in Deutschland ist 2025 auf 18,9 % des verfügbaren Einkommens gesunken, nach 19,6 % im Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Nur die Schweiz legte mit 27,4 % in Europa einen größeren Anteil zurück.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, tagesschau.de, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wiesbaden · Deutschland

Sparquote sinkt leicht, bleibt aber hoch

Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte am 27. Oktober 2026 mit, dass die deutschen Haushalte 2025 18,9 % ihres verfügbaren Einkommens zurücklegten. Das ist weniger als die 19,6 % aus dem Jahr 2024, der Anteil ist im Jahresverlauf also gesunken. Das Niveau liegt weiterhin weit über dem Durchschnitt der Europäischen Union von 14,3 %. Auch im ersten Halbjahr 2026 lag die Quote bei 18,9 %, was darauf hindeutet, dass sie sich bis in dieses Jahr hinein stabil gehalten hat. In den vergangenen zehn Jahren sparten die Haushalte in Deutschland durchschnittlich 19,1 % ihres Einkommens; der Wert für 2025 liegt nahe an dieser langfristigen Marke.

Nur die Schweiz spart in Europa mehr

Die Schweiz ist das einzige europäische Land, in dem ein größerer Anteil des Einkommens zurückgelegt wurde, nämlich 27,4 %. Deutschland rangiert bei dieser Kennzahl damit auf Platz zwei in Europa. Weitere Zahlen für 2025 weisen Frankreich mit 17,8 %, die Niederlande mit 17,4 % und Österreich mit 15,7 % aus. Am unteren Ende der Rangliste in der Europäischen Union sparten die Haushalte in Italien 10,8 %, ein Wert nahe den 10,7 %, die Haushalte in den Vereinigten Staaten zurücklegten. Die private Altersvorsorge wiegt in der Schweiz laut derselben Statistik deutlich schwerer als in Deutschland. Die folgende Grafik stellt die Länder gegenüber.

Bruttosparquoten der privaten Haushalte in Europa und den USA, aktuelle Werte%
Schweiz
27.4 %
Deutschland
18.9 %
Frankreich
17.8 %
Niederlande
17.4 %
Österreich
15.7 %
EU-Durchschnitt
14.3 %
Italien
10.8 %
Vereinigte Staaten
10.7 %

Daten aus dem Artikeltext

Ein Pandemie-Höchststand und die Jahre danach

Ihren höchsten Stand erreichte die Bruttosparquote 2020 mit 22,9 %. Während der Corona-Pandemie hatten viele Haushalte mehr Geld zur Verfügung als sonst, weil Urlaube ausfielen und Freizeiteinrichtungen zeitweise geschlossen waren. Seitdem ist die Quote gesunken, von 19,6 % im Jahr 2024 auf 18,9 % im Jahr 2025. Der Rückgang verlief über diese Jahre allmählich, und im ersten Halbjahr 2026 wurde erneut das Niveau von 18,9 % erreicht. Das Liniendiagramm zeichnet die deutschen Werte für diese Jahre nach.

Bruttosparquote der privaten Haushalte in Deutschland, 2020 bis erstes Halbjahr 2026%
2020
22.9 %
2024
19.6 %
2025
18.9 %
1. Halbjahr 2026
18.9 %

Daten aus dem Artikeltext

Was die Bruttosparquote umfasst

Destatis verwendet für internationale Vergleiche die Bruttoquote, weil nur für sie vergleichbare Daten vorliegen. In die Berechnung fließt Geld ein, das Haushalte aus ihrem verfügbaren Einkommen zurücklegen, etwa auf Sparkonten oder am Aktienmarkt. Hinzugerechnet werden auch neu erworbene Ansprüche aus betrieblichen Altersvorsorgesystemen. Abschreibungen werden nicht abgezogen, insbesondere nicht auf Immobilien; der allmähliche Wertverlust eines Hauses durch Abnutzung und Alterung wird also nicht abgezogen. Die Bruttoquote fällt daher höher aus als eine Kennzahl, die diesen Verlust abzieht. Die Nettosparquote schwankt dagegen üblicherweise zwischen 10 % und 11 % des verfügbaren Einkommens.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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