Gesundheit & Bildung

Vier von zehn Schweizerinnen und Schweizern nutzen KI-Chatbots zur Selbstdiagnose, zeigt CSS-Gesundheitsstudie

Der Anteil der Schweizerinnen und Schweizer, die bei Symptomen KI-Chatbots nutzen, ist binnen eines Jahres von 20% auf 42% gestiegen; bei den jungen Erwachsenen sind es bereits 62%. Die Ergebnisse stammen aus der CSS-Gesundheitsstudie, die am 3. November veröffentlicht wurde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20 Minuten, SWI swissinfo.ch, rts.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Nutzung hat sich in einem Jahr verdoppelt

Die CSS-Gesundheitsstudie, erstellt mit dem Forschungsinstitut Sotomo und veröffentlicht am 3. November, kommt zu dem Ergebnis, dass 42% der Befragten inzwischen KI-Chatbots nutzen, wenn sie Symptome haben – ein Jahr zuvor waren es 20%. Die von der Krankenkasse CSS in Auftrag gegebene Befragung von 2.549 Personen in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin umfasste sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden. Die Nutzung von Chatbots zur Selbstdiagnose hat sich damit in einem einzigen Jahr mehr als verdoppelt. Der Anstieg zeigte sich in jeder Altersgruppe, wobei 62% der jungen Erwachsenen auf die Diagnose eines Chatbots vertrauen. Bei den über 65-Jährigen kletterte der Wert von 10% auf 30%. Unter den Befragten mit psychischer Belastung nutzte mehr als jede vierte Person im vergangenen Jahr einen Chatbot zur Unterstützung, bei den jungen Erwachsenen war es mehr als jede fünfte.

Anteil der Nutzung von KI-Chatbots zur Selbstdiagnose%
Alle Befragten, vorherige Befragung
20 %
Alle Befragten, jüngste Befragung
42 %
Über-65-Jährige, vorherige Befragung
10 %
Über-65-Jährige, jüngste Befragung
30 %
Junge Erwachsene, jüngste Befragung
62 %

Daten aus dem Artikeltext

Eine ergänzende Quelle, kein Ersatz

Mehr als ein Viertel der Befragten zählt Chatbots inzwischen zu den wichtigsten Quellen für Gesundheitsinformationen. Der Anteil derer, die sie bei körperlichen Symptomen nennen, stieg von 18% auf 28%, bei psychischen Symptomen von 11% auf 16%. Ärztinnen und Ärzte, das Internet und das persönliche Umfeld werden weiterhin genannt, und laut der Studie gelten Chatbots vor allem als zusätzliche Quelle und nicht als Ersatz. Fast jede fünfte Person, die KI nutzt, gab an, einem Chatbot etwas erzählt zu haben, das sie noch nie einer anderen Person anvertraut hatte. Unter Menschen, die sich isoliert fühlen, sagten 27%, der Austausch mit der KI habe dieses Gefühl gelindert.

Chatbots als Hauptquelle für Gesundheitsinformationen genannt%
Körperliche Symptome, vorherige Befragung
18 %
Körperliche Symptome, jüngste Befragung
28 %
Psychische Symptome, vorherige Befragung
11 %
Psychische Symptome, jüngste Befragung
16 %

Daten aus dem Artikeltext

Emotionaler Umgang nach Alter

Die Bewältigungsstrategien unterscheiden sich inzwischen zwischen den Generationen. Siebzig Prozent der jungen Erwachsenen gaben an, sich bei Problemen eher zurückzuziehen, gegenüber 55% der über 65-Jährigen. Unter Menschen in psychischer Not vertrauten sich 50% ihren Angehörigen und Nahestehenden an – der niedrigste Wert seit 2022, als er bei 57% lag. Für Menschen, die sich isoliert fühlen, scheint der Chatbot laut der Studie die Rolle eines vertrauten Gesprächspartners zu übernehmen.

Gesünderer Eindruck, aber Schlaf und körperliche Belastung

Insgesamt fühlten sich die Befragten gesünder als ein Jahr zuvor, zwei Drittel beschrieben sich als sehr gesund oder gesund. Ein Drittel gab an, sich eher angeschlagen oder krank zu fühlen; der Anteil hat sich dem Wert von rund drei Vierteln aus dem Jahr 2020 noch nicht wieder angenähert. Körperliche Beschwerden belasteten 42% der Befragten im Alltag, psychische 26%. Schlaf, Bewegung und Arbeitsstress werden als häufigste Belastungen genannt, während junge Erwachsene am häufigsten angaben, ihr Medienkonsum schade ihrer Gesundheit. Schlechter oder zu wenig Schlaf gilt als häufigste Ursache für einen schlechten Gesundheitszustand, und ein Jahr zuvor berichtete nur etwa jede fünfte Person von keinen regelmäßigen Schlafproblemen.

Ernährung erreicht Genetik als Faktor

Erstmals seit 2020 bewerteten die Befragten die Ernährung als ebenso wichtige Krankheitsursache wie die genetische Veranlagung – jeweils 59% nannten sie. Auf die Frage, worauf es beim Essen ankommt, nannten 98% den Genuss und 91% die Gesundheit. Mehr als ein Drittel denkt auch dann an Essen, wenn kein Hunger besteht, und die Hälfte greift häufiger zu Süßem, wenn sie sich unwohl fühlt. Nur etwa jede fünfte Person isst regelmäßig die empfohlenen Mengen an Obst und Gemüse, Getreideprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen. Gewohnheiten, geringe Motivation und Zeitmangel wurden als wichtigste Hürden für eine gesündere Ernährung genannt.

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