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Heutiger Brief

Moskau schließt Deutschlands letzte Tür

AfD erschüttert Berlin, Libanon-Waffenruhe bröckelt und Miami-Crash stört Flüge

Der Tag drehte sich um Grenzen, im wörtlichen und im politischen Sinn. Deutschlands extreme Rechte zwang Berlin, die Schwäche seiner politischen Brandmauer zu erkennen, während Gewalt im Libanon und im Westjordanland Diplomaten daran erinnerte, wie brüchig die jüngsten Schranken wirken. Ein tödliches Frachtflugzeugunglück in Miami, Migrationsdruck um Ceuta und ein chinesischer Vorstoß bei faltbaren Geräten führten die praktischen Kosten vor Augen.

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  • Eskalation im Handelsstreit USA-Kanada

    Kanada erhebt ab heute Gegenzölle auf US-Waren, darunter Stahl, Aluminium und Konsumgüter, als Reaktion auf US-Importsteuern.

  • Russische Drohne trifft SBU-Zentrale in Kiew

    Nach Ende der dreitägigen Waffenruhe starben mindestens 2 Menschen, 7 wurden bei Angriffen auf Kiew, Odessa und Sumy verletzt.

Im Rampenlicht

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Welt · Aktualisiert vor 2 m

Der Nahe Osten nach Gaza

Houthi-Raketen- und Drohnenangriffe auf saudischem Boden verletzen 73 Menschen und legen Energieanlagen lahm, womit direkte Angriffe auf das Territorium der Golfstaaten über die Schifffahrt im Roten Meer hinaus ausgeweitet werden.

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© ANSA.it
Konflikte·25. Juli

Trump schaltet in den „Rache-Modus“ um, während Iran US-Soldaten droht und ein Londoner Koalitionstreffen zur Straße von Hormus bevorsteht

Frustriert über festgefahrene Verhandlungen erwägt Präsident Trump eine militärische Eskalation, während Teheran droht, für jeden getöteten Iraner einen amerikanischen Soldaten zu töten. Hinter den Kulissen vermittelt Oman in der Hormus-Frage, und die USA und Großbritannien planen eine Londoner Konferenz über eine internationale Koalition.

Präsidentielle Frustration kocht über

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran lassen nicht nach, während der Konflikt in seinen fünften Monat geht. Laut dem Wall Street Journal hat Donald Trump einen von Beratern als „Rache-Modus“ beschriebenen Zustand angenommen und bei einem kürzlichen Treffen im Oval Office eine Tirade gegen die iranische Führung losgelassen, die er Berichten zufolge als „Abschaum“ und „verrückt“ bezeichnete. Der Präsident ist zunehmend skeptisch, dass Verhandlungen einen dauerhaften Frieden bringen können, und ist überzeugt, dass die einzige Sprache, die Teheran versteht, militärische Gewalt ist.

Ich habe noch nicht entschieden, ob ich einen großen Angriff starten werde. Wir können weitermachen wie bisher, Stück für Stück zerstören. Oder wir können einen Deal machen: Wir reden, aber sie sind noch nicht bereit.

— Donald Trump

Trumps ursprünglicher Plan sah einen Konflikt von nur wenigen Wochen vor. Stattdessen sieht er sich einer zermürbenden Pattsituation gegenüber, die seine Präsidentschaft schädigt und die republikanischen Strategen vor den Zwischenwahlen beunruhigt. Berater sind besorgt über steigende Benzinpreise, sinkende Zustimmungswerte und den Tod von 18 amerikanischen Soldaten (die Website des Pentagons reduzierte diese Zahl später auf 14, wobei unklar war, ob vier während einer Waffenruhe getötete Soldaten ausgeschlossen wurden oder ob die Website technische Probleme hatte).

Irans direkte Drohungen und die Atomfrage

Teheran hat mit offenen Drohungen reagiert. Ali Abdollahi, Kommandeur des iranischen Khatam-al-Anbiya-Krisenstabs, warnte die Vereinigten Staaten, dass für jeden getöteten iranischen Bürger ein amerikanischer Soldat „in die Hölle geschickt“ werde. Das Regime erklärte zudem seine Bereitschaft, Tel Aviv anzugreifen. Unterdessen deuten von der New York Times zitierte US-Geheimdienste darauf hin, dass Mojtaba Khamenei mehr Interesse als sein Vater Ali Khamenei an der Entwicklung einer Atomwaffe hat.

Für den Tod jedes iranischen Bürgers wird ein amerikanischer Soldat in die Hölle geschickt. Wir haben direkte Tickets in die Hölle für euch vorbereitet.

— Ali Abdollahi

Außenminister Abbas Araghchi verurteilte Trumps Vorschlag, Schiffsschäden mit eingefrorenen iranischen Vermögenswerten zu kompensieren, als Zweckentfremdung, die einen „explosiven Präzedenzfall“ schaffe.

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Diplomatische Hintertüren und eine geplante Londoner Koalition

Trotz der hitzigen Rhetorik wird die diplomatische Arbeit fortgesetzt. Eine omanische Delegation ist nach Teheran geflogen, um die Konsultationen über einen Mechanismus zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus wieder aufzunehmen. Parallel dazu erwägen die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich die Möglichkeit, nächste Woche eine Konferenz in London zur Bildung einer internationalen Koalition zur Sicherung der Meerenge abzuhalten, an der die Verteidigungsminister teilnehmen sollen.

Xi Jinping und Wladimir Putin haben mir versichert, dass sie keine Waffen liefern würden, und meiner Meinung nach sind sie nicht in die iranische Angelegenheit verwickelt. Wenn sie es wären, wären die Konsequenzen schwerwiegend, es wäre nicht in ihrem Interesse.

— Donald Trump

Trump hat China und Russland öffentlich verteidigt und US-Geheimdienstberichte zurückgewiesen, wonach Moskau und Peking Teheran in irgendeiner Weise unterstützen. Er erklärte, die beiden Führer hätten ihm persönlich das Gegenteil versichert.

Militärischer und politischer Druck wächst

Neue amerikanische Streitkräfte sind auf dem Weg in den Nahen Osten, um dem Präsidenten mehr Optionen zu geben, falls er sich für eine weitere Eskalation entscheidet. Trump hat kürzlich damit gedroht, Brücken und Energieinfrastruktur anzugreifen, den Iran für die Aktionen der Huthi verantwortlich gemacht und gewarnt, dass Schäden an Handelsschiffen durch die Beschlagnahmung eingefrorener iranischer Gelder im Ausland beglichen würden. Er hat bisher gezögert, eine riskante Bodenoperation zu genehmigen, die mit ziemlicher Sicherheit amerikanische Opfer fordern und einen Aufschrei unter seinen MAGA-Anhängern auslösen würde.

Die Schäden an Schiffen werden mit Irans Geldern kompensiert.

— Donald Trump

Mehrere Berater befürchten, dass der Krieg die Aussichten der Republikaner auf die Zwischenwahlen im November untergräbt. Bei einem kürzlichen Treffen im Weißen Haus soll Trump auf Druck auf Ölkonzerne und Einzelhändler gedrängt haben, um die Treibstoffpreise vor der Wahl zu senken.

Netanjahu reist nächste Woche nach Washington

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wird am Montag in Washington erwartet. Laut seinem Büro wird er Präsident Trump am Dienstag im Weißen Haus treffen und an der Beerdigung von Senator Lindsey Graham teilnehmen.

Schlüsselmomente der Eskalation zwischen USA und Iran (Februar - Juli 2026)
  1. 1. März 2026Der Konflikt beginnt; Trump erwartet, dass er nur wenige Wochen dauert.
  2. 15. Apr. 2026Trump verkündet eine Waffenruhe, nachdem er gedroht hatte, eine „ganze Zivilisation“ zu zerstören.
  3. 14. Juni 2026Trump kündigt die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus an seinem 80. Geburtstag an.
  4. 21. Juli 2026Neue US-Streitkräfte werden in den Nahen Osten entsandt, um Eskalationsoptionen zu schaffen.
  5. 24. Juli 2026Trump sagt, Iran sei „noch nicht bereit“, einen Deal zu machen; Oman entsendet Delegation nach Teheran.
  6. 27. Juli 2026Netanjahu trifft in Washington ein für ein Treffen mit Trump am Dienstag.

Trump selbst sagt, er habe es nicht eilig und glaube, dass Teheran von Tag zu Tag „ernsthafter“ in den Verhandlungen werde, aus „offensichtlichen Gründen“, betonte jedoch, dass das Land noch nicht bereit sei, einen Deal abzuschließen.

Washington · Teheran · London · Tel Aviv
Donald TrumpAbbas AraghchiXi JinpingVladimir PutinMojtaba KhameneiAli KhameneiAli AbdollahiBenjamin Netanyahu
Donald TrumpWashington, D.C.Vladimir PutinBenjamin NetanyahuXi JinpingAli KhameneiTehranTeheranAbbas AraghchiModżtaba ChameneiLindsey GrahamAli Abdollahi

6 Quellen

  • Trump in 'modalità vendetta'. L'Iran minaccia i soldati Usa - Notizie
    ANSA.it·25. Juli
  • >>>ANSA/ Trump in 'modalità vendetta'. L'Iran minaccia i soldati Usa - Notizie
    ANSA.it·24. Juli
  • Trump sull'Iran in 'modalità vendetta', Teheran minaccia i soldati Usa - Politica
    ANSA.it·24. Juli
  • Trump in "modalità vendetta" insulta gli ayatollah. E ora pensa a un'altra escalation militare contro l'Iran
    Corriere della Sera·25. Juli
  • Iran-Usa, Trump tra vendetta e dialogo: "Maxi attacco possibile ma parliamo con Teheran"
    Adnkronos·24. Juli
  • Wsj: Trump ha perso la pazienza. Ora è in modalità vendetta
    AGI·24. Juli

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