Wirtschaft · Tokio und Toyota City

Toyota hebt Gewinnprognose dank Hybridnachfrage auf 3,9 Billionen Yen an

Toyota hat seine Prognose für den operativen Gewinn im Geschäftsjahr bis März 2027 von 3,4 Billionen Yen auf 3,9 Billionen Yen angehoben; die Aktie legte im Tokioter Nachmittagshandel um mehr als 14 Prozent zu. Zugleich senkte das Unternehmen seine Umsatzprognose auf 53,5 Billionen Yen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTE.ie, ANSA.it, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Tokio, Toyota City · Japan

Höherer Gewinnausblick dank Hybriden und schwachem Yen

Am Donnerstag, 5. November, hob Toyota seine Nettogewinnprognose für das am 31. März 2027 endende Geschäftsjahr von 3,25 Billionen Yen auf 3,57 Billionen Yen an. Die Prognose für den operativen Gewinn stieg von 3,4 Billionen Yen auf 3,9 Billionen Yen. Das Unternehmen verwies auf starke Verkäufe von Hybridfahrzeugen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, sowie auf einen Yen, der im Sommer auf den schwächsten Stand seit vier Jahrzehnten gefallen war. Selbst nach der Anhebung bedeutet die Nettogewinnschätzung einen Rückgang um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig wurde die Umsatzprognose von 54 Billionen Yen auf 53,5 Billionen Yen gesenkt.

Toyota-Ganzjahresprognosen, bisher vs. neuBillionen Yen
Operativer Gewinn, bisherige Prognose
3.4 Billionen Yen
Operativer Gewinn, neue Prognose
3.9 Billionen Yen
Nettogewinn, bisherige Prognose
3.25 Billionen Yen
Nettogewinn, neue Prognose
3.57 Billionen Yen

Daten aus dem Artikeltext

Bisherige Ergebnisse in diesem Jahr

Toyota verzeichnete laut Jiji Press den ersten Anstieg des Nettogewinns im Zeitraum April bis September seit drei Jahren, und zwar um 26,1 Prozent auf 2.236,4 Milliarden Yen. Der operative Gewinn im ersten Halbjahr kletterte um 9,2 Prozent auf 2.191,1 Milliarden Yen, der Umsatz von 26.962,4 Milliarden Yen stieg um 9,5 Prozent – der sechste Halbjahreshöchstwert in Folge. Der operative Gewinn von Juli bis September erreichte 1,13 Billionen Yen, ein Plus von 34 Prozent und deutlich über der Medianprognose von 992 Milliarden Yen aus einer Umfrage von LSEG unter neun Analysten. In den ersten neun Monaten sank das Absatzvolumen von Toyota um 3,4 Prozent auf 7,5 Millionen Einheiten, was die Financial Times mit der Talfahrt des chinesischen Automarkts in Verbindung brachte. In Nordamerika stiegen die Verkäufe im gleichen Zeitraum jedoch um 1,1 Prozent. Der operative Gewinn der Region wurde erstmals positiv, seit in Donald Trumps zweiter Amtszeit US-Zölle eingeführt wurden.

Operativer Gewinn Juli–September vs. AnalystenmedianBillionen Yen
Tatsächlicher operativer Gewinn Juli–September
1.13 Billionen Yen
Median der LSEG-Analystenumfrage
0.992 Billionen Yen

Daten aus dem Artikeltext

Kursreaktion und Aktienrückkauf

Vor der Veröffentlichung der Zahlen war die Toyota-Aktie bereits um rund 8 Prozent gestiegen, da Anleger nach den US-Zwischenwahlen aus KI-bezogenen Werten in Blue Chips umschichteten. Der Handel am Nachmittag trieb den Gewinn über 14 Prozent, womit die Aktie auf dem Weg zur stärksten Einzelsitzung seit 2008 war. Die Angaben zum Kursgewinn variierten je nach Bericht – von mehr als 14 Prozent im Nachmittagshandel bis fast 16 Prozent –, und die Financial Times schrieb, die Rally habe die Verluste des Jahres wettgemacht. Der Kursanstieg spiegelte zudem die Hoffnung wider, dass die US-Zölle auf Autoimporte nach den Zwischenwahlen gesenkt werden könnten. Toyota erhöhte außerdem seinen Aktienrückkauf von 1 Billion Yen auf 1,3 Billionen Yen.

Strategie: chinesische Zulieferer, Roboter und Keiretsu

Toyota kündigte an, die wettbewerbsfähigsten Komponentenlieferanten in China zu nutzen – ein Schritt im Kampf gegen chinesische EV-Rivalen. Executive Vice-President Yoichi Miyazaki formulierte das Prinzip klar.

„Bei der Beschaffung wählen wir die geeignetsten Teile und Technologien nach Wettbewerbsfähigkeit aus, unabhängig von der Nationalität oder der Unternehmensgruppe eines Zulieferers.“

Yoichi Miyazaki

In den Vereinigten Staaten will das Unternehmen die heimische Hybridproduktion ausweiten und Roboter einsetzen, um steigende Arbeitskosten zu begrenzen. Zudem sollen Lehren aus China an Zulieferer in Südostasien und Japan weitergegeben werden, was mehr chinesische Zulieferer in den Übersee-Lieferketten bedeuten könnte. Ein geplantes Robotikgeschäft soll die Automatisierung der Fertigungslinien beschleunigen und eine neue Erlösquelle eröffnen. Der Aufstieg Toyotas und der gesamten japanischen Autoindustrie gründete auf dem Keiretsu-System, in dem Hersteller und Zulieferer durch Überkreuzbeteiligungen, konzerninterne Finanzierung und enge Managementbeziehungen verbunden waren. Diese Reformen sind ein weiteres Zeichen dafür, dass japanische Autobauer ihre Zulieferer drängen, mit kostengünstigeren chinesischen Konkurrenten mitzuhalten.

Kostendruck und die Hybrid-Wette

Wie andere Autobauer leidet Toyota unter höheren Kraftstoffpreisen infolge des Krieges im Nahen Osten. Takanori Azuma, Chief Accounting Officer des Konzerns, sagte in einer Telefonkonferenz, das Unternehmen begegne dem und den steigenden Rohstoffkosten mit mehr Verkaufsaktivitäten und niedrigeren Ausgaben. Auch in China und im Nahen Osten gingen die Verkäufe in dem Zeitraum zurück. Anders als Rivalen, die stark auf Elektrofahrzeuge setzten und später Abschreibungen in Milliardenhöhe verbuchen mussten, hat Toyota vor allem auf Hybridtechnologie gesetzt, die das Unternehmen vor Jahrzehnten mit dem Prius auf den Markt brachte. Dieser Ansatz hat ihm geholfen, seinen Anteil in den Vereinigten Staaten trotz der Konkurrenz durch schnell vorpreschende chinesische EV-Hersteller anderswo zu halten.

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