Wirtschaft · Stuttgart

Mercedes senkt Margenprognose für Pkw 2026 auf 2 bis 3 Prozent – China-Absatz bricht ein

Am 27. Oktober 2026 hat Mercedes-Benz seine Gewinnprognose für 2026 gesenkt und dies mit einem schwächeren China-Geschäft sowie höheren Kosten im vierten Quartal begründet. Die Aktie fiel in der ersten Reaktion um rund 4 Prozent.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Neue Zürcher Zeitung, ANSA.it, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Stuttgart · Deutschland

Prognosesenkung für die Pkw-Sparte

Mercedes-Benz hat in einer am 27. Oktober 2026 veröffentlichten Pflichtmitteilung die Gewinnprognose für 2026 gesenkt. Als Gründe nennt das Unternehmen einen als zunehmend schwierig beschriebenen Markt in China sowie höhere Kosten im vierten Quartal, darunter Materialkosten. Die bereinigte Umsatzrendite der Sparte Mercedes-Benz Cars wird nun bei 2 bis 3 Prozent erwartet, nach zuvor 3 bis 5 Prozent. Die Van-Sparte hält an ihrem Ziel von 8 bis 10 Prozent fest, und Mercedes-Benz Financial Services behält das Ziel einer bereinigten Eigenkapitalrendite von 12 bis 14 Prozent bei. Das Betriebsergebnis soll nun auf Vorjahresniveau liegen statt deutlich darüber – zuvor war ein Wachstum von mindestens 15 Prozent angelegt. Die Kürzungen gefährden zudem die Ziele des Restrukturierungsprogramms, das Vorstandschef Ola Källenius unter dem Namen Next Level Performance gestartet hat. Auch Volkswagen und BMW hatten ihre Prognosen nach rückläufigen Verkäufen in China gesenkt.

Prognosebandbreite für die bereinigte Umsatzrendite von Mercedes Cars 2026%
Untere Grenze bisherige Spanne
3 %
Obere Grenze bisherige Spanne
5 %
Untere Grenze neue Spanne
2 %
Obere Grenze neue Spanne
3 %

Daten aus dem Artikeltext

Zahlen zum dritten Quartal

Zusammen mit der revidierten Prognose wurden ausgewählte Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht. Das Betriebsergebnis erreichte 1,77 Milliarden Euro und lag damit über der Markterwartung von 1,6 Milliarden Euro. Die Pkw-Sparte erzielte eine bereinigte Umsatzrendite von 2,5 Prozent und lag damit etwa im Rahmen der Analystenprognosen, die Van-Sparte kam auf 9,4 Prozent und übertraf die Schätzungen. Der Free Cash Flow im Industriegeschäft lag im Quartal bei 172 Millionen Euro. Die Zahlen entsprachen weitgehend den Erwartungen der Analysten, hoben die Anlegerstimmung aber kaum. Die vollständigen Quartalszahlen will Mercedes-Benz am Mittwoch, 28. Oktober 2026, vorlegen.

Bereinigte Umsatzrendite von Mercedes im dritten Quartal 2026 nach Sparte%
Pkw
2.5 %
Transporter
9.4 %

Daten aus dem Artikeltext

China-Absatz und Wettbewerb

Der Absatz von Mercedes-Benz in China sank im dritten Quartal um 31 Prozent auf rund 86.000 Fahrzeuge. In den ersten neun Monaten blieb der Absatz unter 300.000 Fahrzeugen – der niedrigste Stand seit 2015. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2020, einem Rekordjahr für das Unternehmen in China, verkaufte Mercedes dort fast 800.000 Autos. Laut Handelsblatt lagen die Auslieferungen in den ersten neun Monaten um 29 Prozent niedriger. Das Unternehmen sieht sich hartem Wettbewerb und zurückhaltenden Käufern gegenüber, und höhere US-Importzölle haben es zu größeren Rabatten gezwungen. Der durchschnittliche Verkaufspreis seiner Autos ist deutlich gesunken.

Kosten, Zölle und Cashflow

Mercedes rechnet damit, dass die Zollbelastungen von rund 1 Milliarde Euro im Jahr 2025 weiter steigen; auch Wechselkurseffekte dürften das Ergebnis belasten. Abfindungen aus Aufhebungsverträgen erhöhen den Druck auf den Free Cash Flow im Industriegeschäft, der nach einem Rückgang von 9,2 Milliarden Euro auf 5,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr erneut leicht sinken dürfte. Finanzvorstand Harald Wilhelm verweist weiterhin auf einen Mittelzufluss von mehr als 4 Milliarden Euro. Zudem will Mercedes bis April 2027 eine Milliarde Euro für Aktienrückkäufe ausgeben.

Marktreaktion und Analystenstimmen

Die Aktie fiel in der ersten Reaktion um rund 4 Prozent und nach der revidierten Prognose zeitweise um mehr als 5 Prozent; seit Jahresbeginn hat sie mehr als ein Drittel ihres Werts verloren. Auch der gesamte Sektor schwächte sich ab, mit Verlusten für Volkswagen und BMW in Frankfurt sowie für Stellantis in Paris und Mailand. Analyst Tom Narayan von der kanadischen Bank RBC sagte, China bleibe das Kernproblem für Mercedes. Er argumentierte, der Markt habe einen Großteil der Prognosesenkung bereits vorweggenommen, weshalb er nur begrenzten weiteren Druck auf den Aktienkurs erwarte.

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