Wirtschaft · Ingolstadt und Neckarsulm
Audi-Gewinn im dritten Quartal fällt um 87 % auf 95 Millionen Euro – Jahresprognose gesenkt
Der Gewinn nach Steuern von Audi ist im dritten Quartal auf 95 Millionen Euro gefallen, wie das Unternehmen am Freitag, 30. Oktober, mitteilte, und der Konzern senkte seine Prognose für 2026. Vorstandschef Gernot Döllner steht seit seinem Auftritt mit Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung, auf der ein US-Werk angekündigt wurde, in der Kritik.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bayerischer Rundfunk, Il Sole 24 ORE, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Gewinn nach Steuern fiel auf 95 Millionen Euro von 718 Millionen Euro im Vorjahr, und das Unternehmen entging im Quartal nur knapp einem Verlust.
Audi erwartet für 2026 nun einen Umsatz von 55 bis 59 Milliarden Euro statt der im Juli prognostizierten 58 bis 63 Milliarden Euro.
Trump kündigte das Werk am Samstag, 24. Oktober, bei einer Wahlkampfveranstaltung an, bei der Vorstandschef Gernot Döllner auf der Bühne stand; die Berliner Zeitung berichtet, Audi baue in Deutschland Tausende Stellen ab.
Die Auslieferungen im dritten Quartal sanken um 19,6 % auf 319.225 Fahrzeuge; Audi macht den China-Einbruch, die chinesische Konkurrenz und US-Zölle dafür verantwortlich.
- 24.10.Trump kündigt bei einer Wahlkampfveranstaltung ein Audi-Werk in Georgia an, Vorstandschef Gernot Döllner steht auf der Bühne
- 29.10.Volkswagen meldet einen Verlust, einen Tag bevor Audi seine Ergebnisse veröffentlicht
- 30.10.Audi meldet einen Gewinn von 95 Millionen Euro im dritten Quartal und senkt die Prognose für 2026
Der Gewinn im dritten Quartal schrumpft nahezu auf null
Audi meldete am Freitag, 30. Oktober 2026, einen Gewinn nach Steuern von 95 Millionen Euro für das dritte Quartal – ein Rückgang um 87 % gegenüber 718 Millionen Euro im Vorjahr. Die Volkswagen-Tochter entging nur knapp einem Verlust. Laut Handelsblatt verbuchte die Kernmarke Audi bei einem Umsatz von 11,6 Milliarden Euro einen Quartalsverlust von 174 Millionen Euro, während die Gruppe Progressive aus Lamborghini, Bentley und Ducati 28 Millionen Euro verdiente. Volkswagen hatte einen Tag zuvor selbst einen Verlust gemeldet, den das Handelsblatt mit Abschreibungen auf Porsche und Verlusten im China-Geschäft in Verbindung brachte. Die Auslieferungen sanken im Quartal um 19,6 % auf 319.225 Fahrzeuge, nach 397.053 im Vorjahr.
- Q3 2025
- 718 Millionen Euro
- Q3 2026
- 95 Millionen Euro
Daten aus dem Artikeltext
- Q3 2025
- 397053 Fahrzeuge
- Q3 2026
- 319225 Fahrzeuge
Daten aus dem Artikeltext
Neunmonatszahlen und eine gesenkte Prognose
In den ersten neun Monaten beliefen sich die Auslieferungen auf insgesamt 1.056.103 Fahrzeuge, ein Rückgang um 11,3 %, der Umsatz erreichte 42,06 Milliarden Euro, ein Minus von 13,1 %. Bei den Angaben zum Gewinn weichen die Quellen voneinander ab: Il Sole 24 Ore Radiocor und Spiegel nennen ein operatives Ergebnis von 1,15 Milliarden Euro nach 1,56 Milliarden Euro, während ANSA und Berliner Zeitung einen Gewinn nach Steuern von 1,22 Milliarden Euro anführen. Das Unternehmen erwartet für 2026 nun einen Umsatz von 55 bis 59 Milliarden Euro statt der im Juli prognostizierten 58 bis 63 Milliarden. Zudem rechnet es mit einer Marge von 3 bis 5 Prozent nach 5 bis 7 Prozent im Juli, einem Netto-Cashflow von 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro und Auslieferungen von 1,35 bis 1,45 Millionen Fahrzeugen für die Markengruppe.
Werk in Georgia und Kritik am Vorstandschef
Am Samstag, 24. Oktober, kündigte Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung ein neues Audi-Werk in Georgia an, wobei Vorstandschef Gernot Döllner neben ihm auf der Bühne stand. Seither steht Döllner in heftiger Kritik. Die Berliner Zeitung berichtet, Audi baue in Deutschland Tausende Stellen ab und verhandle noch über die Zukunft des Werks Neckarsulm, während zugleich eine milliardenschwere Investition in den Vereinigten Staaten geplant sei. Rittersberger sagte vor Journalisten, das Werk in Georgia sei keine Entscheidung gegen Deutschland. Er ergänzte, das Unternehmen habe für den US-Markt weit größere Ambitionen.
Rittersberger beschrieb die Chancen in den USA mit diesen Worten:
„Die USA sind der zweitgrößte Premium-Automobilmarkt der Welt, und dieses Potenzial schöpfen wir derzeit nicht vollständig aus.“
Ursachen und der Ausblick auf das vierte Quartal
Audi führt das schwache Quartal auf einen starken Markteinbruch in China zurück, vor allem bei Verbrennerfahrzeugen, auf den härteren Wettbewerb und den Exportdruck chinesischer Hersteller in Europa sowie auf die Unsicherheit durch den Nahost-Konflikt und höhere Energiekosten, hinzu kämen US-Zölle. Rittersberger sagte, die Lage habe sich im dritten Quartal erheblich verschlechtert. Er fasste die Ergebnisse mit diesen Worten zusammen:
„Die Kennzahlen zeigen deutlich: Der Handlungsbedarf bei Audi ist hoch und duldet keinen Aufschub.“
Rittersberger erwartet ein stärkeres viertes Quartal und verweist auf die neuen SUV-Modelle Q7 und Q9 für den US-Markt. Er formulierte es so:
„Wir erwarten ein deutlich stärkeres viertes Quartal.“
Audi erklärt, die aktuellen Maßnahmen wirkten, müssten aber wegen des Wettbewerbsdrucks verstärkt werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Bayerischer RundfunkAudi kündigt nach Gewinneinbruch weitere Sparmaßnahmen an
- Il Sole 24 OREAudi: leidet im 3. Quartal und Gewinn bricht auf 95 Millionen ein, überarbeitet PrognoseAudi: nel III trimestre soffre e l'utile crolla a 95 milioni, rivede guidance · Original auf Italienisch
- Spiegel OnlineAudi-Quartalsgewinn bricht ein
- Berliner ZeitungAudi-Gewinn bricht um 87 Prozent ein - neue Sparmaßnahmen für deutsche Werke
- Gernot Döllner
- Vorstandschef von Audi, der bei der Wahlkampfveranstaltung in Georgia mit Donald Trump auftrat
- Donald Trump
- US-Präsident, der bei einer Wahlkampfveranstaltung das Audi-Werk in Georgia ankündigte
- Orte
- Ingolstadt, Neckarsulm
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