Wahlen · Washington, D.C. und Anchorage

Justizministerium verschickt Target Letters an rund 20 Demokraten in Ermittlungen zur Alaska-Senatswahl

Das US-Justizministerium hat Demokraten – darunter der Wahlrechtler Marc Elias – Schreiben geschickt, in denen sie als Zielpersonen eines Strafverfahrens zu einem Senatskandidaten eingestuft werden, der denselben Namen trägt wie Senator Dan Sullivan.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von AP NEWS, The Guardian, POLITICO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, D.C., Anchorage · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. Ende Oktober 2026Ein Bericht legt nahe, dass Verbündete von Peltola an der Anwerbung von Dan J. Sullivan beteiligt gewesen sein sollen
  2. Wochenende des 31. Oktober und 1. November 2026FBI-Beamte statten Spendern von Dan J. Sullivan Hausbesuche ab
  3. 3.11.Berichten zufolge wurden Target Letters an Demokraten verschickt, darunter Marc Elias

Target Letters gehen an Demokraten

Das Justizministerium hat einer Gruppe von Demokraten Schreiben geschickt, in denen sie als Zielpersonen einer strafrechtlichen Untersuchung des Senatswahlkampfs in Alaska eingestuft werden. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen, die anonym bleiben wollten. Zu den Empfängern gehört Marc Elias, ein demokratischer Wahlrechtler, dessen Kanzlei Mary Peltola und andere demokratische Kandidaten vertreten hat. Die Zahl der Schreiben wird unterschiedlich angegeben: Politico beschrieb mehr als 20 Schreiben, die auch Aufforderungen zur Sicherung von Unterlagen enthalten, die New York Times berichtete über etwa 20 Demokraten, Axios über bis zu 20. Wann die Schreiben verschickt wurden und ob jeder vorgesehene Empfänger eines erhalten hat, ist unklar. Target Letters werden mitunter an Personen verschickt, die das Ministerium anklagen will; der Erhalt allein bedeutet jedoch nicht, dass jemand angeklagt wird.

Wie die Ermittlungen sich ausweiteten

Die Untersuchung läuft seit Monaten, erhielt aber neuen Schwung, nachdem ein Bericht Ende Oktober nahelegte, dass Verbündete von Peltola an der Anwerbung von Dan J. Sullivan beteiligt gewesen sein sollen – ein pensionierter Lehrer, der denselben Namen trägt wie der republikanische Amtsinhaber Senator Dan Sullivan. Der Bericht nannte auch Anwälte von Peltolas Wahlkampfteam und des Democratic Senatorial Campaign Committee. Peltola und ihr Wahlkampfteam wiesen jede Beteiligung zurück, und die Demokraten haben wiederholt bestritten, einen Wahlkampftrick verfolgt zu haben. Die Demokraten argumentieren, die Anwerbung von Kandidaten – bekannt als „Ballot Stacking“ – sei eine gängige Wahlkampftaktik, die nach Bundesstaatsrecht nicht eindeutig illegal sei. Peltola hat erklärt, sie habe nichts von dem Versuch gewusst, Dan J. Sullivan auf den Stimmzettel zu bringen.

„Ich habe kein Interesse daran, Wähler hinters Licht zu führen.“

Mary Peltola, Demokratische ehemalige US-Abgeordnete und Senatskandidatin in Alaska

Ausmaß der Ermittlungen

Einer mit der Untersuchung vertrauten Person zufolge hat das Justizministerium mehr als 100 Vorladungen erlassen und Schreiben verschickt, in denen Personen zur Sicherung von Unterlagen verpflichtet werden. FBI-Beamte statteten den Spendern von Dan J. Sullivan am Wochenende des 31. Oktober und 1. November Hausbesuche ab. Berichten zufolge untersucht eine Bundesgroßjury in Alaska mögliche Verschwörung und Spenderbetrug. Der US-Staatsanwalt für Alaska, Michael Heyman, sagte vor Journalisten in Anchorage, jüngste Enthüllungen hätten zu einem erheblichen Aufwuchs der Strafverfolgungsressourcen in dem Bundesstaat geführt; welche konkreten Straftaten die Behörden untersuchen, wollte er jedoch nicht sagen. Er habe erklärt, noch keine Schlüsse zu ziehen.

„Ich gehe nicht davon aus, dass eine Straftat begangen wurde oder nicht.“

Michael Heyman, US-Staatsanwalt für Alaska

Politische Reaktionen

Präsident Donald Trump hat das Ministerium öffentlich aufgefordert, in Alaska energisch vorzugehen. Am Wochenende sagte er, Chuck Schumer, der Fraktionschef der Demokraten im Senat, und Elias sollten für den Vorgang „strafrechtlich zur Verantwortung“ gezogen werden. Am Dienstag nannte er Elias erneut in einem Telefoninterview bei Fox & Friends und sagte, der Anwalt solle ins Gefängnis gehen; die Demokraten hätten ganz Alaska nach jemandem namens Sullivan durchsucht. In einer Erklärung sagte Elias, das Ministerium habe „null Beweise für Fehlverhalten“ und wertete den Schritt als direkten Angriff auf ihn und seine Kanzlei.

„Niemanden sollte es überraschen, dass das Justizministerium von Präsident Trump am Wahltag auf mich und meine Kanzlei zielt.“

Marc Elias, Demokratischer Wahlrechtler

Die Demokraten werfen der Regierung vor, das Justizministerium für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Das Justizministerium und das Democratic Senatorial Campaign Committee reagierten nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

Wie es weitergeht

Die Schreiben tauchten im entscheidenden Moment eines knappen Rennens zwischen Senator Dan Sullivan und Peltola auf – ein Schritt, den die New York Times als höchst ungewöhnlich beschrieb. Der Guardian merkte an, das Ministerium habe lange Maßnahmen vermieden, die eine Wahl kurz vor dem Wahltag beeinflussen könnten, und Target Letters so früh in einer Untersuchung zu verschicken sei nicht üblich. Axios ordnete die Ermittlungen in die breiter angelegte Kampagne der Regierung ein, den von ihr behaupteten weitverbreiteten Wählerbetrug zu untersuchen. Ob jemand angeklagt wird, bleibt unklar, und Heyman hat nicht gesagt, welche Straftaten geprüft werden.

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