Sicherheit · Hefei und Peking

Bundespräsident Steinmeier testet in Hefei einen Volkswagen-Elektrowagen während seines Staatsbesuchs in China

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag, 27. Oktober, mit einem Besuch in einem Entwicklungszentrum von Volkswagen in Hefei seinen sechstägigen Staatsbesuch in China begonnen. Der Volkswagen-Absatz in China sank im ersten Halbjahr 2026 um 31,6 Prozent.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Hefei, Peking · China
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Geplanter Besuch des Dorfes Hongcun im Kreis Yixian
  2. 30.10.Geplante Gespräche in Peking mit Xi Jinping und Li Qiang
  3. 31.10.Steinmeier bleibt bis Samstag in China

Eine Testfahrt in Hefei

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinen Staatsbesuch in China am Dienstag, 27. Oktober, mit einem Rundgang durch die Volkswagen China Technology Company (VCTC) in Hefei begonnen, der Hauptstadt der Provinz Anhui. Das Zentrum entwickelt und testet Elektrofahrzeuge und ist nach Angaben des Unternehmens das größte Entwicklungszentrum außerhalb Deutschlands. Steinmeier sagte, dort arbeiteten rund 3.000 Ingenieure und Technikspezialisten an intelligenten, voll vernetzten Elektroautos. Vor Ort testete er ein Modell, dessen elektronische Architektur gemeinsam mit Xpeng entwickelt wurde, sowie ein fortschrittliches Fahrassistenzsystem, das mit dem lokalen Partner Horizon Robotics entstanden ist. Außerdem probierte er eine Funktion aus, die das Fahrzeug per Mobiltelefon automatisch einparkt.

Volkswagen unter Druck in China

Der Besuch fällt in eine angespannte Lage für das Chinageschäft von Volkswagen. Der Konzernabsatz in China sank im ersten Halbjahr 2026 um 31,6 Prozent im Jahresvergleich, während der globale Nettogewinn um 30,7 Prozent auf 3.103 Millionen Euro zurückging. Um dem wachsenden Wettbewerb durch lokale Marken zu begegnen, die bei Elektrofahrzeugen Marktanteile gewinnen, hat der Konzern seine Technologieallianzen mit chinesischen Unternehmen wie Xpeng und Horizon Robotics vertieft. Hefei ist ein Kernstück dieser Strategie, und das Werk dort fertigte im August sein 100.000stes Elektroauto. Ralf Brandstätter, Geschäftsführer von Volkswagen Group China, bezifferte die Entwicklungsfortschritte.

„Wir entwickeln neue Modelle in 30 Prozent kürzerer Zeit und bis zu 40 Prozent günstiger als in Deutschland.“

Ralf Brandstätter

Ein Mitarbeiter des Zentrums, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte, einige in Hefei getestete Lösungen würden bereits in Wolfsburg eingeführt. Derselbe Mitarbeiter argumentierte, die Wettbewerbsfähigkeit hänge davon ab, jetzt in China erfolgreich zu sein.

Veränderung von Volkswagen im ersten Halbjahr 2026 im Jahresvergleich%
Absatz in China
-31.6 %
Globaler Nettogewinn
-30.7 %

Daten aus dem Artikeltext

Steinmeiers Botschaft zu China

Vor der Presse in Hefei rief Steinmeier die deutsche Wirtschaft dazu auf, in China selbstbewusst aufzutreten. Er verwies auf die Wertschätzung, die deutsche Technologie in dem Land genieße.

„Wenn man durch China reist, staunt man, wie sehr Deutschland und deutsche Technologie hier noch geschätzt werden.“

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Anschließend wandte er sich der Zusammenarbeit im Volkswagen-Zentrum zu und argumentierte, Entwicklungen, die in China gelängen, könnten später auch in Deutschland und Europa übernommen werden.

„Wir sollten selbstbewusst sein, wenn es um technologische Zusammenarbeit mit China geht.“

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Steinmeier sagte zudem, die Beziehungen zu China seien zu vielschichtig, um in ein einfaches Schwarz-Weiß-Muster zu passen, weshalb seine Reise über die wirtschaftlichen Zentren des Landes hinausführe. Seine Delegation brachte keine Unternehmen mit, und die DW berichtete, der Schwerpunkt liege auf Kultur und Wissenschaft – ein kleines diplomatisches Signal an die Gastgeber. Johannes Volkmann, ein den Präsidenten begleitender CDU-Politiker, sagte, die deutsche Wirtschaft dürfe ihre Innovationsführerschaft nicht verlieren, und forderte mehr Einsatz für wettbewerbsfähige Bedingungen im eigenen Land.

Reiseroute und der weitere Verlauf der Reise

Am Mittwoch, 28. Oktober, soll Steinmeier das UNESCO-Weltkulturerbedorf Hongcun im Kreis Yixian besuchen und dorthin mit dem Hochgeschwindigkeitszug gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender reisen. Zuvor hatte er in Anhui nach Berichten der lokalen Presse die frühere Residenz von Li Hongzhang, einem Politiker der späten Qing-Dynastie, und den Luogang-Park besucht. Der Staatsbesuch gipfelt am Freitag, 30. Oktober, in Peking, wo Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und Ministerpräsident Li Qiang geplant sind; Steinmeier bleibt bis Samstag, 31. Oktober, in China. Es ist der erste Besuch eines deutschen Bundespräsidenten in China seit 2018. Die DW merkt an, dass ausländische Staatsgäste selten während der jährlichen Plenarsitzung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei anreisen, die in dieser Woche stattfindet.

Bundeskanzler Friedrich Merz reist parallel mit Vertretern der Wirtschaft nach Japan, Singapur und Südkorea. Wettbewerbsfähigkeit, Technologie, Rüstungskooperation und kritische Rohstoffe stehen auf der Agenda, und Merz soll in Tokio und Seoul Unternehmen und Wirtschaftskonferenzen besuchen. Europa hat sich zudem darauf verständigt, die Einfuhren von Plug-in-Hybridfahrzeugen aus China zu verringern, was der China-Experte der DGAP, Michael Laha, als konkreten Schritt bezeichnete, der nur der Anfang sein dürfe.

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