
China erklärt, mit der EU eine 'Verständigung' über Hybridauto-Exporte erzielt zu haben
Das chinesische Handelsministerium gab die Verständigung am Freitag bekannt, nachdem Maroš Šefčovič zweitägige Gespräche in Peking beendet hatte. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.
Die Ankündigung
Das chinesische Handelsministerium erklärte am Freitag, Peking und die Europäische Union hätten eine 'Verständigung' über den Handel mit Hybridfahrzeugen erzielt, einen zentralen Streitpunkt zwischen beiden Seiten. Der Erklärung waren zweitägige Gespräche in Peking vorausgegangen, die der EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič abschloss; der Autohandel war vor seinem Besuch zum Hauptthema dieser Gespräche geworden. Die chinesische Seite veröffentlichte die Erklärung, ohne Einzelheiten zu den Bedingungen zu nennen.
Nach intensiven Konsultationen haben beide Seiten eine Verständigung über den Handel mit Hybridfahrzeugen erzielt, die mit den Regeln der Welthandelsorganisation vereinbar ist.
Handelsdefizit und Autoabsatz
Die Gespräche waren der Höhepunkt monatelanger Bemühungen, das Handelsdefizit der EU gegenüber China zu verringern, das Politico mit etwa einer Milliarde Euro pro Tag bezifferte. Die chinesischen Autoexporte sind stetig gewachsen, und im August kam eines von acht in der Europäischen Union verkauften Autos aus China, vor allem wegen des starken Absatzwachstums bei Hybridfahrzeugen. Die europäischen Autohersteller stehen unter Druck: Volkswagen und Mercedes-Benz kündigten Stellenabbau und Werksschließungen an, und die europäische Autoindustrie konzentriert sich auf Deutschland. Brüssel hatte gehofft, Peking würde sich zu einer freiwilligen Verringerung seiner Hybridauto-Exporte verpflichten, berichtete Il Sole 24 Ore. Die chinesische Erklärung enthielt, wie berichtet wurde, keine weiteren Angaben dazu.
- Das chinesische Handelsministerium kündigt eine Verständigung über den Handel mit Hybridfahrzeugen an
- Die EU-Staats- und Regierungschefs prüfen die Ergebnisse der Handelsgespräche bei einem Treffen in Brüssel
- Ein neues Treffen zwischen China und der EU wird erwartet
Seltene Erden und Dual-Use-Genehmigungen
Nach Angaben der chinesischen Seite eröffnete das Treffen zudem einen Kanal, um die EU-Genehmigung von Exportlizenzen für Seltene Erden und Magnete zu erleichtern. Im Gegenzug würde die EU die Genehmigungen für chinesische Exporte von Dual-Use-Produkten erleichtern, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Il Sole 24 Ore berichtete, Peking habe erklärt, es sei 'bereit', die Prüfung und Genehmigung von Exportlizenzen für Seltene Erden und Permanentmagnete nach Europa weiter zu erleichtern. Beide Seiten vereinbarten zudem, die 'Stabilität' der Lieferketten zu stärken und den Dialog über Exportkontrollen zu intensivieren. La Repubblica berichtete, die Europäische Kommission habe noch keine Position zur chinesischen Darstellung bezogen.
Wie es weitergeht
Die EU-Staats- und Regierungschefs sollen die Ergebnisse der Handelsgespräche am kommenden Donnerstag bei einem Treffen in Brüssel prüfen. Ein neues Treffen zwischen beiden Seiten wird für kommenden März erwartet. Peking und Brüssel werden zudem die Verfahren zu Preisverpflichtungen von Unternehmen fortsetzen, wie die chinesische Erklärung erkennen ließ.


