Diplomatie · Peking

Steinmeier drängt China bei Peking-Besuch, seine Russland-Beziehungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs zu nutzen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 29. Oktober in einer Rede an der Peking-Universität faireren Handel angemahnt und China aufgefordert, auf Moskau wegen seines Kriegs in der Ukraine einzuwirken.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, Der Tagesspiegel, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Peking · China
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Steinmeier trifft in China ein
  2. 29.10.Rede an der Peking-Universität, Honorarprofessur und Tischtennis-Doppel
  3. 30.10.Gespräche mit Ministerpräsident Li Qiang und Staatspräsident Xi Jinping erwartet
  4. 31.10.Besuch soll enden

Verantwortung als aufsteigende Macht

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 29. Oktober, am dritten Tag seines China-Besuchs, eine Rede an der Peking-Universität gehalten; die Universität verlieh ihm zudem eine Honorarprofessur. Er sagte dem Publikum, Chinas Aufstieg zur Großmacht bringe Verpflichtungen mit sich, und erklärte, Deutschland fürchte Chinas Aufstieg nicht, beobachte aber, wie er sich vollziehe. Steinmeier argumentierte, eine regelbasierte internationale Ordnung sei für Mittelmächte wie Deutschland ebenso wichtig wie für große Mächte wie China. Er bat China, gemeinsam mit Deutschland diese Ordnung zu stärken und Frieden sowie freien Welthandel zu verteidigen.

„Mit Größe und Macht kommt große Verantwortung.“

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident auf Staatsbesuch in China

Handelsungleichgewichte und einseitige Abhängigkeit

Steinmeier sagte, Europa wolle sich nicht von China entkoppeln und wünsche sich Handel, der beiden Seiten weiterhin Vorteile bringe. Er forderte Wettbewerb nach fairen und einheitlichen Regeln und verwies auf die Schwierigkeiten europäischer Unternehmen, Zugang zum chinesischen Markt zu erhalten. Nach seiner Darstellung entstünde ein Risiko einseitiger Verwundbarkeit, wenn subventionierte chinesische Exporte in großem Umfang nach Europa strömten, während der Zugang streng kontrolliert bleibe. Er räumte Chinas Wunsch ein, seine Wirtschaft vor externen Schocks zu schützen, sagte aber, Chinas größere Unabhängigkeit dürfe nicht wachsende Abhängigkeit anderer bedeuten. Laut tagesschau nannte er Pekings Zusage, weniger Hybridautos zu exportieren, ein ermutigendes Zeichen und bat um Zugeständnisse in weiteren Bereichen.

„Kurz gesagt: Aus einem Win-win darf kein Win-lose werden.“

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident auf Staatsbesuch in China

Ukraine und Russland

Steinmeier drängte Peking, seinen Einfluss in Moskau geltend zu machen, und verwies darauf, dass China einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat hat und enge Beziehungen zu Russland unterhält. Er forderte, Russland solle seine Angriffe einstellen und ernsthafte Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine aufnehmen. Auch den Nahen Osten nannte er als Region, in der China Verantwortung für die Lösung von Konflikten übernehmen sollte. Die Dauer des Konflikts in der Ukraine bezifferte er auf fast fünf Jahre.

„Es ist höchste Zeit – nach fast fünf Jahren Krieg, länger als der Erste Weltkrieg.“

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident auf Staatsbesuch in China

Tischtennis und das Programm des Besuchs

Steinmeier, der kein Tischtennis spielt, verlor in der Sporthalle der Peking-Universität ein Doppel mit 1:7. Er spielte an der Seite eines chinesischen Spielers gegen den früheren Weltklassespieler Timo Boll und dessen chinesischen Partner. Vor dem Match hatte er darum gebeten, nicht zu viel zu erwarten, und gesagt, er sei im Herzen Fußballspieler. Danach sagte er, Boll habe versprochen, ihn zu schonen, und er hätte sich ein engeres Ergebnis gewünscht. Boll, der in derselben Sporthalle bei den Olympischen Spielen 2008 Mannschaftssilber gewann, war von Steinmeier eingeladen worden, ihn auf der Reise zu begleiten. Steinmeier war am Dienstag, 27. Oktober, in China eingetroffen und will bis Samstag, 31. Oktober, bleiben. Gespräche mit Ministerpräsident Li Qiang und Staatspräsident Xi Jinping werden für Freitag, 30. Oktober, erwartet. Die Reise fällt in eine Phase, in der Deutschland und Europa ihr Engagement in Chinas politischen und wirtschaftlichen Beziehungen vertiefen; der letzte Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in China fand 2018 statt.

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