Diplomatie · Seoul

Merz: Nordkorea bedroht Europas Sicherheit – engere Bindung an Seoul

Am Donnerstag, 29. Oktober, verknüpfte Bundeskanzler Friedrich Merz die für Russland kämpfenden nordkoreanischen Truppen mit der europäischen Sicherheit und vereinbarte anschließend in Seoul mit Präsident Lee Jae Myung, die bilateralen Beziehungen zu einer vertieften strategischen Partnerschaft auszubauen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, N-tv, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Seoul · Südkorea
Wie es dazu kam
  1. Vor der Ankunft des KanzlersNordkorea feuert nach Angaben des südkoreanischen Militärs etwa zehn Kurzstreckenraketen in Richtung Japanisches Meer
  2. 29.10.Merz und Lee Jae Myung treffen sich in Seoul und vereinbaren eine vertiefte strategische Partnerschaft
  3. 30.10.Geplanter Besuch von Merz in der entmilitarisierten Zone

Merz verknüpft nordkoreanische Truppen mit europäischer Sicherheit

Bundeskanzler Friedrich Merz sagte am Donnerstag, 29. Oktober, Nordkorea bedrohe die Sicherheit Europas, indem es Soldaten zum Kampf an der Seite Russlands in die Ukraine schicke. Bei Gesprächen mit Präsident Lee Jae Myung in Seoul argumentierte er, die Waffenlieferungen Moskaus an Pjöngjang verknüpften die Sicherheitslage in Europa mit der in Asien. Der südkoreanische Geheimdienst schätzt, dass rund 15.000 nordkoreanische Soldaten zur Unterstützung der russischen Streitkräfte entsandt wurden. Im Gegenzug lieferte Pjöngjang Artilleriemunition und Raketen, während Russland nach Angaben aus Seoul Geld, Militärtechnologie und Sicherheitszusagen bereitstellt.

Merz schrieb in einem Social-Media-Beitrag von der Reise, die Sicherheit der koreanischen Halbinsel und die europäische Sicherheit bedingten einander.

„Die Sicherheit Koreas berührt die Sicherheit Europas. Und die Sicherheit Europas berührt auch die Sicherheit Koreas.“

Friedrich Merz, Bundeskanzler

Eine vertiefte strategische Partnerschaft mit Seoul

Merz und Lee vereinbarten, die Beziehungen auf eine vertiefte strategische Partnerschaft zu heben, die Sicherheit und Verteidigung umfasst. Die Vereinbarung sieht regelmäßige militärische Kontakte, gemeinsame Übungen und den Austausch von Informationen vor. Eine gemeinsame Erklärung listet Kooperationsfelder von künstlicher Intelligenz bis zur Verteidigungsbranche auf. Lee sagte, koreanische Rüstungsunternehmen seien an langfristigen Partnerschaften mit deutschen Firmen interessiert, einschließlich Joint Ventures und gemeinsamer Entwicklung. Beide Regierungen planen zudem ein Geheimhaltungsabkommen für eingestuftes militärisches Material, und Seoul und Berlin wollen die Zusammenarbeit bei Autos, Batterien und Halbleitern ausweiten.

Merz beschrieb die Partnerschaft als Antwort auf eine fragiler gewordene internationale Ordnung.

„Wir brauchen mehr denn je ein starkes Netzwerk von Partnern, die wichtige Interessen und gemeinsame Werte teilen.“

Friedrich Merz, Bundeskanzler

Lee sagte, beide Seiten hätten mit Blick auf Unsicherheiten in den Lieferketten Grundlagen bei kritischen Rohstoffen und Energiesicherheit gelegt. Koreanische und deutsche Unternehmen sind allerdings in Bereichen wie U-Booten und Panzern auch Konkurrenten.

Raketentest und stockender Dialog

Kurz bevor der Kanzler landete, feuerte Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen Militärs etwa zehn Kurzstreckenraketen in Richtung Japanisches Meer. Seoul hatte erst eine Woche zuvor Gespräche mit Pjöngjang vorgeschlagen, doch Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zeigt keine Bereitschaft dazu. Lee sagte zu Merz, Deutschland habe Unterstützung für die Dialogbemühungen Seouls zugesagt und dabei auf die eigene Erfahrung der Teilung verwiesen. Auch die Beziehungen zwischen Kiew und Seoul waren zuletzt belastet, nachdem die ukrainische Führung Pläne öffentlich gemacht hatte, gefangene nordkoreanische Soldaten an Südkorea zu übergeben.

Gastbucheintrag und die nächsten Stationen der Reise

Im Gästebuch des Präsidialamts schrieb Merz, Korea und Deutschland teilten die schmerzhafte Erfahrung der Teilung. Er wünsche den Koreanern die Einheit in Freiheit, die Deutsche erleben durften. Merz hatte zuvor in Singapur und Japan Station gemacht, um engere Beziehungen zwischen Europa und Asien voranzutreiben. Am Freitag, 30. Oktober, will er die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea besuchen und damit den Korea-Teil der Reise abschließen. Während der Gespräche vereinbarten beide Regierungschefs zudem, zum Krieg in der Ukraine, zur Lage im Nahen Osten, zum Freihandel und zum Umgang mit der Klimakrise in Kontakt zu bleiben.

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