StrangChina und der Westen: Entkopplung

Diplomatie · Peking

Steinmeier drängt China bei Peking-Besuch zum Abbau des Handelsdefizits mit Deutschland

Bei Gesprächen mit Xi Jinping in Peking am Freitag, 30. Oktober, bat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier China, das von ihm als hoch bezeichnete Handelsdefizit mit Deutschland zu verringern. Xi wiederum drängte Deutschland, eine pragmatische Politik gegenüber China beizubehalten, da Peking um eine Stabilisierung der Beziehungen zu Europa bemüht ist.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, ANSA.it, stern.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Peking · China
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Steinmeier kommt in China an
  2. 29.10.Rede an der Peking-Universität über Fairness im EU-China-Handel
  3. 30.10.Treffen mit Ministerpräsident Li Qiang und anschließend mit Xi Jinping in Peking
  4. 31.10.Geplantes Ende des Besuchs

Steinmeier drängt auf ausgewogene Handelsbeziehungen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nutzte sein Treffen mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Peking am Freitag, 30. Oktober, um auf eine Veränderung der Handelsbilanz zu drängen. Er forderte die chinesische Führung auf, das von ihm als hoch bezeichnete Handelsdefizit mit Deutschland zu verringern. In seinen einleitenden Worten sagte er, Deutschland wolle enge Wirtschaftsbeziehungen, die beiden Seiten dauerhaften Nutzen bringen.

„Wir wollen enge Handels- und Wirtschaftsbeziehungen aufrechterhalten, die beiden Seiten langfristig Vorteile bringen.“

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Steinmeier sagte zu Xi, die wirtschaftlichen Beziehungen seien äußerst dynamisch, was es naheliegend mache, die Rahmenbedingungen immer wieder zu überprüfen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Dialog zufriedenstellende Ergebnisse bringen werde. Zudem sagte er, Chinas Wirtschaftskraft, technologische Fähigkeiten und politischer Einfluss seien enorm gewachsen, und fügte hinzu, beide Länder trügen Verantwortung für die internationale Ordnung.

Handelszahlen

Das deutsche Handelsdefizit mit China belief sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2025 auf rund 90 Milliarden Euro. Die chinesischen Exporte nach Deutschland betrugen in jenem Jahr etwa 170 Milliarden Euro, während die deutschen Exporte nach China 81,3 Milliarden Euro wert waren. China ist nach einer Pause während der Covid-19-Pandemie wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner. Steinmeiers Bitte richtet sich daher auf die Lücke zwischen den Exportvolumina beider Länder.

Handel zwischen Deutschland und China 2025Mrd. Euro
Chinesische Exporte nach Deutschland (ca.)
170 Mrd. Euro
Deutsche Exporte nach China
81.3 Mrd. Euro
Handelsdefizit mit China (ca.)
90 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Besuchsprogramm und frühere Äußerungen

Steinmeier kam am Dienstag, 27. Oktober, in China an und soll bis Samstag, 31. Oktober, bleiben. Am Donnerstag, 29. Oktober, sprach er an der Peking-Universität und warnte, wenn europäische Unternehmen nur streng kontrollierten Zugang zum chinesischen Markt erhielten, während staatlich subventionierte chinesische Exporte in die europäischen Märkte strömten, drohe Europa eine einseitige Verwundbarkeit. Am Freitag traf er vor seinen Gesprächen mit Xi mit Ministerpräsident Li Qiang zusammen. Sein vorheriger Staatsbesuch in China fand 2018 statt.

Pekings Reaktion

Xi, der vor Steinmeier sprach, argumentierte in ähnlicher Richtung und rief beide Seiten auf, Verantwortung zu übernehmen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken. Er sagte, Ziel sei ein neues Kooperationsmodell auf Grundlage von Gleichheit, beiderseitigem Nutzen und strategischer Stabilität, und er forderte Offenheit statt Abschottung. Getrennt davon sagte Xi, China habe die Europäische Union stets als Partner betrachtet und in den Beziehungen zwischen China und der EU überwiege die Zusammenarbeit den Wettbewerb. Er argumentierte, Differenzen ließen sich immer lösen, solange beide Seiten den Dialog auf Augenhöhe aufrechterhielten. Xi drängte Deutschland, eine pragmatische Politik gegenüber China beizubehalten.

Schweizer Handelsabkommen und weiterer Kontext

Am selben Tag unterzeichneten Xi und der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin in Peking ein Handelsabkommen. Es schafft in den kommenden zehn Jahren Zölle auf 99,8 Prozent der Schweizer Exporte nach China ab. Im Gegenzug werden die Abgaben auf 97,3 Prozent der chinesischen Agrarexporte in die Schweiz aufgehoben, von denen vor dem Abkommen bereits 80,1 Prozent zollfrei waren.

Der Besuch findet in einer heiklen Phase der Beziehungen zu China statt. Steinmeier lobte die Wirtschaftskraft des Landes und deutete zugleich in allgemeinerer Form an, dass ihn einige Entwicklungen dort mit Blick auf Deutschland beunruhigten. Die Reise fällt in eine Zeit, in der sich Deutschland und Europa intensiver mit dem politischen und wirtschaftlichen Verhältnis zu China befassen. Der Besuch endet am Samstag, 31. Oktober.

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