Energie & Handel · Peking und Bern

Parmelin und Xi unterzeichnen in Peking das modernisierte Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China

Das Abkommen, das noch die Zustimmung des Schweizer Parlaments benötigt, könnte 99,8 Prozent der aktuellen Schweizer Exporte von chinesischen Zöllen befreien. Schweizer Uhren bleiben jedoch der chinesischen Luxussteuer unterworfen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SWI swissinfo.ch, Neue Zürcher Zeitung und rts.ch. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Peking, Bern · China, Schweiz
Wie es dazu kam
  1. 2016Beide Seiten vereinbaren eine innovative strategische Partnerschaft
  2. August 2026Die Regierung erklärt die Verhandlungen für abgeschlossen, 99,8 Prozent der aktuellen Schweizer Exporte könnten befreit werden
  3. 30.10.Parmelin und Xi unterzeichnen das modernisierte Abkommen in Peking

Unterzeichnung in Peking

Bundespräsident Guy Parmelin und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping haben am Freitag, 30. Oktober 2026, in Peking das modernisierte Freihandelsabkommen unterzeichnet. Der Text aktualisiert das Abkommen, das zwischen den beiden Ländern seit 2014 gilt, und soll nach Angaben des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft den Zugang zum chinesischen Markt für Schweizer Waren und Investitionen verbessern. Am selben Tag wurden zwei Begleitabkommen unterzeichnet, eines über die Zusammenarbeit in den Bereichen Arbeit und Beschäftigung und eines über Forschung und Entwicklung. Parmelin reist mit einer hochrangigen Delegation aus Wirtschaft und Wissenschaft, der zwei führende SVP-Vertreter angehören, Thomas Aeschi und Magdalena Martullo-Blocher, sowie Führungskräfte von Unternehmen wie ABB, Nestlé, Novartis und UBS. Parmelin sagte, die beiden Länder hätten auf die Erwartungen ihrer Unternehmen und anderer Stakeholder reagiert, und fügte hinzu:

„Wir können stolz auf das Verhandlungsergebnis sein.“

Guy Parmelin, Schweizer Bundespräsident und Wirtschaftsminister

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung erklärte, das überarbeitete Abkommen biete beiden Seiten nun einen modernen Rahmen für Handel und Investitionen. Es argumentierte zudem, das Tempo der Gespräche stärke das regelbasierte multilaterale Handelssystem mit der Welthandelsorganisation im Zentrum.

Zollentlastung und verbleibende Ausnahmen

Die Regierung hatte im August nach dem Abschluss der Verhandlungen erklärt, 99,8 Prozent der aktuellen Schweizer Exporte nach China könnten von Zöllen befreit werden. Unter dem Abkommen von 2014 war noch etwa die Hälfte der Schweizer Exporte besteuert, während nahezu alle in die Schweiz importierten chinesischen Produkte befreit waren. Die Schweiz dürfte dadurch rund 244 Millionen Franken sparen. Drei Viertel der Befreiungen sollen in Kraft treten, sobald das modernisierte Abkommen in Kraft ist, doch muss der Text zuerst das Parlament passieren. Schweizer Uhren bleiben weiterhin der chinesischen Luxusgütersteuer unterworfen, die auf 95,5 Prozent des Werts der Schweizer Uhrenexporte nach China erhoben wird.

Wichtige Zollanteile im modernisierten Abkommen Schweiz–China%
Aktuelle Schweizer Exporte, die unter dem modernisierten Abkommen befreit sind
99.8 %
Schweizer Uhrenexporte, die der chinesischen Luxussteuer unterliegen
95.5 %

Daten aus dem Artikeltext

Swissmem, der Dachverband der Schweizer Maschinenindustrie, begrüßte die Unterzeichnung und forderte die eidgenössischen Räte auf, das Abkommen rasch zu ratifizieren. Der Verband erklärte, es beseitige wichtige Zollschranken für die Schweizer Techindustrie, insbesondere für Maschinen und Präzisionsprodukte.

Nachhaltigkeitskapitel und Investitionsregeln

Das überarbeitete Abkommen ergänzt ein rechtlich bindendes Kapitel über Handel und nachhaltige Entwicklung, das die Regeln zum Umweltschutz und zu den Rechten der Arbeitnehmer stärkt. Der Bund bezeichnet dies als ein Novum in einem von China abgeschlossenen Freihandelsabkommen. Auf der Investitionsseite soll der Text Schweizer Unternehmen, die in China tätig sind, Inländerbehandlung gewähren. Raphael Zumsteg-Yuan, Präsident der Schweizer Handelskammer in China, erläuterte das Prinzip in einem Interview mit La Matinale:

„Das Stichwort ist Inländerbehandlung, also keine Diskriminierung von Schweizer Unternehmen.“

Raphael Zumsteg-Yuan

Das Abkommen muss in der Schweiz noch vom Parlament genehmigt werden, bevor diese Bestimmungen wirksam werden.

Meilensteine und der weitere Verlauf des Besuchs

Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern begannen 1950, als die Schweiz zu den ersten westlichen Ländern gehörte, die solche mit dem kommunistischen China aufnahmen. Das Freihandelsabkommen von 2014 machte die Schweiz zum ersten europäischen Land, das eines mit China abschloss, und 2016 vereinbarten beide Seiten eine innovative strategische Partnerschaft.

Parmelins Besuch dauert bis Samstag, 31. Oktober. Geplant sind Treffen mit Handelsminister Wang Wentao, Arbeits- und Sozialminister Wang Xiaoping, Bildungsminister Huai Jinpeng und Wissenschaftsminister Yin Hejun. Zudem ist ein 9. Schweizerisch-Chinesisches Wirtschaftsforum vorgesehen. Parmelin sprach während des Besuchs die internationale Sicherheitslage an und betonte den Zusammenhang zwischen Sicherheit und Stabilität in Europa und Ostasien. Die jüngste Runde der Menschenrechtsgespräche fand am 19. und 20. Oktober in Bern statt. Parmelin wird den Bundesrat Ende dieses Jahres verlassen.

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