
SpaceX Starship erreicht Orbit auf Flug 14 und setzt 26 Starlink-Satelliten vor Wasserung im Pazifik aus
SpaceX startete seine 120 Meter hohe Starship-Rakete vom Starbase in Texas, führte eine Orbitalinsertion durch und setzte 26 Starlink-V3-Satelliten aus, bevor die dreistündige Mission im Pazifischen Ozean endete.
Orbitalinsertion und Triebwerksanomalie
SpaceX führte am 28. September 2026 den vierzehnten Testflug seines Starship-Fahrzeugs durch, startend von der Starbase-Einrichtung in Südtexas nahe dem Golf von Mexiko um 08:49 Uhr Eastern Daylight Time (12:49 GMT). Das 120 Meter hohe Fahrzeug aus Edelstahl, vergleichbar mit der Höhe eines 40-stöckigen Gebäudes, hob mit 33 Raptor-Triebwerken auf dem Super-Heavy-Booster ab. Während des Aufstiegs der Oberstufe schaltete eines der sechs Raptor-Triebwerke des Schiffs vorzeitig ab. SpaceX-Sprecher Dan Huot gab zunächst an, dass das Fahrzeug möglicherweise keinen Orbit erreichen würde, doch die Ingenieurteams bestätigten ausreichende Redundanz, um fortzufahren. Starship führte etwa 25 Minuten nach dem Start einen Orbitalzündvorgang durch und erreichte eine Höhe zwischen 269 und 276 Kilometern bei einer Geschwindigkeit von fast 26.400 Kilometern pro Stunde.
- Starship startet von Starbase in Südtexas
- Super-Heavy-Booster sinkt in den Golf von Mexiko
- Starship erreicht Orbitalinsertion zwischen 269 und 276 km Höhe
- Einsatz von 26 operationellen Starlink-V3-Satelliten abgeschlossen
- Starship tritt in die Atmosphäre ein und wassert im Pazifischen Ozean
Satelliteneinsatz im Orbit
Während des Erdorbits setzte Starship 26 Starlink-V3-Satelliten der dritten Generation einzeln in dauerhafte Trajektorien aus. Jede Starlink-V3-Einheit fügt eine Terabit pro Sekunde an Netzwerkkapazität hinzu und trägt insgesamt 26 Terabit pro Sekunde zur SpaceX-Internetkonstellation bei, etwa das Zehnfache der Kapazität, die ein einzelner Falcon-9-Start von V2-Mini-Satelliten liefert. SpaceX-Betreiber bestätigten die Zwei-Wege-Kommunikation mit allen 26 Satelliten nach dem Einsatz. Drei der ausgebrachten Satelliten trugen kundenspezifische Kamerapakete, die den Zustand des Hitzeschilds und der Verkleidung von Starship inspizieren sollten und visuelle Telemetrie an die Bodenteams übermittelten, um die Entwicklung des wiederverwendbaren Hitzeschutzes zu unterstützen.
- Super-Heavy-Booster
- 33 Triebwerke
- Starship-Oberstufe
- 6 Triebwerke
Abstieg und Aufprall im Pazifischen Ozean
SpaceX hatte die Mission Flug 14 ursprünglich geplant, um sechs Erdumkreisungen in etwa zehn Stunden zu absolvieren. Aufgrund der Triebwerksanomalie der Oberstufe reduzierten die Fluglotsen die Missionsdauer auf drei Stunden und acht Minuten. Zur Vorbereitung des atmosphärischen Eintritts zündeten die Lotsen ein Raptor-Triebwerk im Weltraum, um den korrekten Wiedereintrittswinkel sicherzustellen. Starship vollendete seinen Abstieg durch die Atmosphäre, führte ein vertikales Wendemanöver durch und erreichte den Pazifischen Ozean nördlich von Hawaii und westlich von Chile gegen 11:58 Uhr Eastern Daylight Time (15:58 GMT). Das Fahrzeug kippte um und explodierte beim Kontakt mit dem Ozean, ein Ergebnis, das SpaceX erwartet hatte, da der Prototyp nicht für die Bergung aus dem Wasser ausgelegt war.
Nach dem Aufprall im Ozean bestätigte SpaceX den Abschluss des Flugprofils.
Wasserung bestätigt. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte SpaceX-Team zum ersten Orbitalflug von Starship!
Booster-Leistung und Programm-Meilensteine
Der Super-Heavy-Booster beendete seine Flugphase etwa sieben Minuten nach dem Start und wasserte im Golf von Mexiko. Einige Triebwerke fielen während des finalen Abstiegszündens aus. SpaceX hatte die Treibstofffilter-Hardware und die Wiederzündsoftware des Boosters nach Flug 13 modifiziert, bei dem drei zentrale Triebwerke während Rückwärtszündmanövern unter Eisverstopfung litten. Im Gegensatz zu den vorherigen 13 Testflügen, die suborbitale Trajektorien in den Indischen Ozean folgten, erreichte Flug 14 einen dauerhaften Orbit. SpaceX strebt an, den kommerziellen Betrieb von Starship bis Ende 2026 zu beginnen, während die NASA gemeinsam mit SpaceX an einer Mondlandefähren-Variante für die Artemis-4-Mission arbeitet, die frühestens für 2028 geplant ist.
NASA-Administrator Jared Isaacman lobte den Testflug in einer öffentlichen Stellungnahme.
Herzlichen Glückwunsch SpaceX! Spektakulärer Start, der das Schiff in den Orbit bringt und jeden Schritt sicher, verantwortungsvoll und vor allem inspirierend bewältigt. Die NASA ist begeistert, so gut sie kann zu helfen und zu sehen, wie Starship-Missionen zur Routine werden.

