Teslas neuer Roadster springt, dreht sich und landet bei Demo auf SpaceX-Testgelände
Am Donnerstag, dem 15. Oktober, zeigte Tesla auf dem SpaceX-Testgelände in McGregor in Texas seinen neuen Roadster, der mit Druckgas-Thrustern eine Rampe kopfüber hinauffuhr und über fünf geparkte Fahrzeuge hinwegsetzte – ohne Fahrer an Bord.
Die Demonstration
Tesla enthüllte den Roadster der zweiten Generation am Donnerstagabend, dem 15. Oktober, auf dem Testgelände von SpaceX in McGregor, Texas, vor einem Publikum aus Tesla-Fans. Der zweisitzige Sportwagen fuhr zunächst eine gebogene Rampe hinauf, an der er durch ein Saugsystem unter dem Fahrzeugboden gehalten wurde, raste dann kopfüber weiter, löste sich, rotierte in der Luft und landete mithilfe von Thrustern. In einem separaten Durchlauf setzte er über fünf geparkte Tesla-Fahrzeuge hinweg. Das Unternehmen gibt an, der Wagen beschleunige aus dem Stand in etwa einer Sekunde auf 97 km/h, doch diese Werte bleiben Firmenangaben, bis unabhängige Tests sie bestätigen. Der Roadster ist laut einem Bericht das erste Modell dieser Art, seit der vorherige Roadster 2012 eingestellt wurde.
Thruster, Saugsystem und kein Fahrer
Der Rampenlauf stützte sich auf ein Saugsystem unter der Karosserie, das laut einem griechischen Medium von SpaceX geliefert wird. Musk beschrieb zehn Düsen und Hochdrucklufttanks, die sowohl in der Luft Schub liefern als auch für schnellere Beschleunigung am Boden sorgen. Niemand saß im Auto, und Musk sagte dem Publikum, dies solle sicherstellen, dass niemand getötet werde. Vor dem Lauf warnte er, der Erfolg sei nicht garantiert, und fügte hinzu, das Publikum befinde sich in sicherem Abstand, falls der Versuch scheitere. Teslas Vizepräsident für Technik, Lars Moravy, sagte, das Saugsystem solle Grip und Abtrieb verbessern. Kathimerini berichtet, die Rocket-Version sei eine einsitzige Variante, die nicht für öffentliche Straßen zugelassen sei, nicht in jeder Region angeboten werde und nur auf Einladung verkauft werde.
Was nicht gezeigt wurde
CNN zitierte einen Experten für Vertikalflug mit der Einschätzung, die Demonstration sei eher ein Hüpfen als ein Fliegen gewesen. Die Veranstaltung umfasste keinen Langstreckenflug und keinen längeren Aufenthalt in der Luft. Kathimerini merkt an, dass keine Informationen zur Flugausdauer, zur maximalen Flughöhe oder dazu veröffentlicht wurden, ob die Thruster als Mittel für fliegenden Transport dienen könnten. Teslas eigene Website weist auf die Beschränkung des Rocket auf öffentliche Straßen hin. Solange keine unabhängigen Daten vorliegen, stützen sich die Leistungszahlen und die Flugbehauptung auf die eigene Präsentation des Unternehmens.
Preis, Reichweite und Produktionsgeschichte
Tesla hat nicht gesagt, was das Auto kosten wird. Reuters, zitiert von griechischen Medien, merkte an, dass die Reichweite von 480 km weniger als die Hälfte dessen sei, was Musk 2017 versprochen hatte, als er sagte, die Auslieferungen würden 2020 beginnen. Musk sagte, die Produktion sei nun für 2028 geplant, nachdem der ursprüngliche Starttermin nicht eingehalten wurde.
- Roadster der zweiten Generation erstmals gezeigt und Reservierungen eröffnet
- Ursprünglicher Roadster an Bord einer Falcon Heavy gestartet
- Ursprüngliches Produktionsstartziel, nicht erreicht
- Schub- und Flugdemonstration in McGregor, Texas
- Produktionsstart geplant
Der erste Roadster wurde im November 2017 gezeigt, als Reservierungen mit einer Anzahlung von 50.000 Dollar eröffnet wurden, während Käufer der limitierten Founders Series 250.000 Dollar zahlten. Kathimerini berichtet, der ursprüngliche Roadster sei am 6. Februar 2018 an Bord einer Falcon Heavy gestartet und befinde sich nun in einer Sonnenumlaufbahn.
- Standard-Reservierungsanzahlung
- 50000 USD
- Anzahlung Founders Series
- 250000 USD
Analysten und die Verbindung zu SpaceX
Reuters merkte an, dass Musk das Auto 2023 als Kleinigkeit bezeichnete und sagte, es werde an den Finanzen von Tesla nichts ändern. Mehrere Analysten deuteten die Demonstration als Zeichen dafür, dass Musk plane, Tesla und SpaceX zu fusionieren – eine Idee, die er erwogen habe, indem er auf überschneidende Aktivitäten verwies. Jin Manster, Managing Partner bei Deepwater Asset Management, das in Tesla investiert hat, schrieb auf X, die Demonstration habe keinen kommerziellen Wert, außer traditionelle Autohersteller in eine schwierige Lage zu bringen. Er fügte hinzu, die Veranstaltung sei das jüngste Beispiel dafür, warum Musk die beiden Unternehmen zusammenführen wolle.
