Wirtschaft · Cape Canaveral

Blue Origin verschiebt den nächsten Start der New Glenn nach einer Explosion auf der Startrampe im Mai auf Januar 2027

Blue Origin wird seine New-Glenn-Rakete 2026 nicht mehr fliegen lassen, sagte CEO Dave Limp am Mittwoch, dem 4. November, in einem Memo an die Belegschaft. Das Unternehmen baut seine einzige New-Glenn-Startrampe in Florida nach einer Explosion im Mai noch immer wieder auf.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Verge, The Next Web, Mediafax.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Cape Canaveral · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. Juli 2026Berichte besagen, dass Blue Origin erstmals externes Geld aufnimmt, bei einer Bewertung von 130 Mrd. Dollar
  2. Oktober 2026Bezos sagt Fox News, das Unternehmen peile einen Start im Dezember an
  3. 4.11.Limp teilt der Belegschaft in einem Memo mit, dass der nächste Start auf Januar 2027 rutscht

Ein Januar-Ziel ersetzt den Plan für 2026

Blue Origin wird seine New-Glenn-Rakete 2026 nicht mehr fliegen lassen. CEO Dave Limp teilte der Belegschaft am Mittwoch, dem 4. November, in einem Memo mit, dass der nächste Start nun für Januar 2027 angepeilt wird. Die Financial Times berichtete als erste über die Verschiebung und berief sich auf mit der Sache vertraute Personen. Im Oktober hatte Gründer Jeff Bezos dem Sender Fox News gesagt, das Unternehmen peile einen Start im Dezember an, und scherzte, es könne „wahrscheinlich der 31. Dezember“ sein. CNBC setzt unter Berufung auf dasselbe Memo das neue Zeitfenster rund zehn Tage später an als das frühere Ziel.

„Diese kleine Anpassung schmälert nicht, was wir erreicht haben, und nicht die Bedeutung der Arbeit, die noch vor uns liegt.“

Dave Limp, CEO von Blue Origin

Wiederaufbau der Rampe und die Explosion im Mai

Am 28. Mai explodierte die New Glenn während eines Triebwerkstests in Cape Canaveral, Florida, zerstörte die Rakete und beschädigte die einzige New-Glenn-Startrampe des Unternehmens dort schwer. Die Explosion ereignete sich nur wenige Tage vor einem Flug, der Amazon-Satelliten in die Umlaufbahn bringen sollte. Laut der Financial Times versagte während des Tests ein Triebwerksventil und löste ein Feuer aus. Limp hat einen harten Wettersommer für die Verzögerung der Reparaturen verantwortlich gemacht, und Sturzfluten in der Region in den vergangenen Tagen dürften die Arbeiten weiter behindern. Im Juni erklärte Blue Origin, die Ursache noch nicht identifiziert zu haben, und Limp hatte damals gesagt, das Unternehmen werde noch vor Ende 2026 wieder fliegen.

Amazon und NASA spüren die Verzögerung

Amazon ist der am direktesten betroffene Kunde, sollte die New Glenn auf ihrem nächsten Flug doch 48 Amazon-Leo-Internetsatelliten transportieren. Blue Origin hat einen Vertrag mit Amazon über 24 New-Glenn-Starts, wobei Amazon auch andere Anbieter nutzt, um Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen. Die Federal Communications Commission hat die Frequenzpriorität, die Amazon für spät startende Satelliten hält, bereits reduziert. Für die NASA soll die Rakete den Blue-Moon-Lander starten, mit dem die Behörde im Rahmen von Artemis Astronauten auf dem Mond landen will. Blue Origin hat zudem einen 3,4 Mrd. Dollar schweren NASA-Vertrag über die Entwicklung eines Moduls, das Astronauten zur Mondoberfläche bringen soll.

Ein langsameres Rennen mit SpaceX

Seit Januar 2025 ist das Fahrzeug nur drei Mal abgehoben, und das Unternehmen liegt inzwischen Jahre hinter seinem ursprünglichen Zeitplan zurück. Vor der Explosion hatte Blue Origin für dieses Jahr 12 New-Glenn-Flüge geplant. Zudem hat es die US-Luftfahrtbehörde FAA um Erlaubnis gebeten, bis zu 50 Raketen pro Jahr von seiner Rampe in Cape Canaveral starten zu dürfen. SpaceX, das im Juni einen großen Börsengang abgeschlossen hat, ist mit seiner Starship-Rakete schnell vorangekommen. Josh Parker, Analyst bei Capstone in Washington DC, sagte, die Verzögerungen seien angesichts des Ausmaßes der Explosion im Mai unvermeidlich gewesen.

„Dennoch scheint Blue Origin enorm viel Fortschritt dabei gemacht zu haben, wieder zu fliegen.“

Josh Parker, Analyst bei Capstone

Finanzierung und Bewertung

Limp sagte den Mitarbeitern, das Team habe geliefert, wovon viele erwartet hätten, dass es Jahre dauern würde, und das Unternehmen habe seit der Bergung des Wracks am Standort in Florida echte Fortschritte gemacht. Die FT berichtet unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, Blue Origin habe in seiner ersten externen Finanzierungsrunde 10 Mrd. Dollar eingesammelt, wobei Coatue die Runde anführte und Bezos weitere 2 Mrd. Dollar beisteuerte. Diese Runde wurde mit 140 Mrd. Dollar post-money bewertet. Ein separater Bericht vom Juli nannte eine Bewertung von 130 Mrd. Dollar; die beiden Zahlen unterscheiden sich und sollten als getrennte Berichte gelesen werden.

Wie es weitergeht

Das Januar-Ziel hängt davon ab, wie schnell die beschädigte Rampe in Florida fertiggestellt werden kann. Sturzfluten in der Region dürften diese Arbeiten weiter verzögern, und das Unternehmen hat an seinem Ziel festgehalten, die New Glenn als oberste Priorität wieder in den Flugbetrieb zu bringen.

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