Regierung · Bern
Ständerat genehmigt 24-Milliarden-Franken-Militärfonds mit reduzierter Steuererhöhung
Der Ständerat stimmte mit 25 zu 17 Stimmen für die Einrichtung eines Rüstungsfonds in Höhe von 24 Milliarden Schweizer Franken, verdoppelte die Kreditobergrenze auf 12 Milliarden Franken und senkte die geplante Mehrwertsteuererhöhung auf 0,2 Prozentpunkte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SRF News, Blick.ch und watson.ch/. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Ständerat verabschiedete ein 24 Milliarden Schweizer Franken schweres Militärfinanzierungspaket mit einer Laufzeit von 18 Jahren bis 2045.
Die Abgeordneten verdoppelten die vom Bundesrat vorgeschlagene Kreditobergrenze von 6 auf 12 Milliarden Schweizer Franken, wobei die Rückzahlungen im achten Jahr beginnen.
Der Rat kürzte die geplante Steuererhöhung von 0,5 auf 0,2 Prozentpunkte, um ihre Chancen bei einer Volksabstimmung zu verbessern.
Die obligatorische Volksabstimmung über die Steuererhöhung wurde auf 2028 verschoben, sodass der Fonds bereits im Januar 2027 Kredite aufnehmen kann, sofern der Nationalrat im Dezember 2026 zustimmt.
- 2028Geplante Volksabstimmung über die Mehrwertsteuererhöhung
- 2029Geplante Umsetzung der Mehrwertsteuererhöhung
- 2045Geplantes Auslaufen des Rüstungsfonds und der befristeten Steuererhöhung
Parlamentarische Zustimmung und Fondsstruktur
Der Schweizer Ständerat hat am Montag einen Rüstungsfonds in Höhe von 24 Milliarden Schweizer Franken gebilligt. Mit 25 zu 17 Stimmen bei drei Enthaltungen wurde die Finanzierung von Militärbeschaffungen bis 2045 beschlossen. Das Gesetzesmodell senkt die vorgeschlagene Mehrwertsteuererhöhung von den vom Bundesrat geforderten 0,5 Prozentpunkten auf 0,2 Prozentpunkte, nachdem ein erster Januar-Entwurf mit 0,8 Prozentpunkten kaum politische Unterstützung gefunden hatte. Um den verbleibenden Finanzbedarf über den 18-Jahres-Zeitraum zu decken, sieht der Finanzierungsrahmen jährlich mindestens 2 Milliarden Franken aus dem ordentlichen Bundeshaushalt vor, sowie die Hälfte künftiger Budgetüberschüsse und einen langsameren Rückzahlungsplan für die Covid-19-Schulden. Alternative Finanzierungsideen von bürgerlichen Abgeordneten, darunter der Verkauf staatlicher Swisscom-Aktien oder die Einforderung von Sonderzahlungen der Schweizerischen Nationalbank, wurden in den Verhandlungen verworfen. Der Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission, Mathias Zopfi, argumentierte, dass eine kleinere Steuererhöhung einen gangbareren Weg darstelle.
„Das sollte vernünftiger sein.“
- Vorschlag Januar 2026
- 0.8 Prozentpunkte
- Überarbeiteter Plan des Bundesrates
- 0.5 Prozentpunkte
- Plan des Ständerates
- 0.2 Prozentpunkte
Daten aus dem Artikeltext
Der Kampf um Schuldenobergrenzen und Entkopplung
Der Entscheid des Ständerats verdoppelt die ursprüngliche, vom Bundesrat vorgeschlagene Kreditermächtigung des Fonds von 6 Milliarden Franken auf eine Obergrenze von 12 Milliarden Franken. Gemäss der verabschiedeten Struktur sinkt diese Kreditfazilität von 12 Milliarden Franken ab dem achten Betriebsjahr jährlich um 1,2 Milliarden Franken. Darüber hinaus trennten die Abgeordneten die gesetzliche Verankerung des kreditfähigen Fonds von der obligatorischen Volksabstimmung über die Mehrwertsteuererhöhung. Stimmt der Nationalrat im Dezember 2026 dem Gesetz zu, ohne dass ein Referendum gegen das Fondsgesetz zustande kommt, könnte das Militär bereits ab Januar 2027 auf bis zu 12 Milliarden Franken Kredit zugreifen.
- Ja
- 25 Stimmen
- Nein
- 17 Stimmen
- Enthaltungen
- 3 Stimmen
Daten aus dem Artikeltext
Politische Reaktionen quer durch die Parteien
Der Entkopplungsmechanismus stiess bei der Sozialdemokratischen Partei (SP) auf heftigen Widerstand. Sie argumentierte, dass die Trennung von Kreditermächtigung und gesicherten Steuereinnahmen eine schwerwiegende fiskalische Instabilität riskiere. Der SP-Abgeordnete Baptiste Hurni bezeichnete die Kreditobergrenze von 12 Milliarden Franken als Blankoscheck für eine Armeeverwaltung, die wegen nicht festgeschriebener Preisklauseln für neue Kampfjets unter Beschuss steht. Die Abgeordnete Franziska Roth kritisierte während der Ratsdebatte die zweijährige Lücke zwischen der Schaffung des Fonds und der Steuerabstimmung.
„Diese Entkopplung von der Refinanzierung könnte für unseren Bundeshaushalt zu einer Katastrophe biblischen Ausmasses führen.“
Die Parteien der Mitte und der Rechten, darunter FDP.Die Liberalen und die Schweizerische Volkspartei (SVP), unterstützten die Ausweitung der Finanzierung trotz Skepsis gegenüber Steuerabstimmungen in der Bevölkerung. Der FDP-Abgeordnete Josef Dittli wies auf den Wahlgegenwind hin, dem jede direkte Steuererhöhung für Verteidigungsausgaben ausgesetzt ist.
„Machen wir uns nichts vor: Die Chancen für eine Mehrwertsteuererhöhung zugunsten der Armee sind klein, verschwindend klein.“
Nächste gesetzgeberische Schritte und zukünftiger Zeitplan
Das Gesetzespaket geht zur Beratung an den Nationalrat, der sich in seiner Dezember-Session 2026 damit befassen wird. Nach dem vom Ständerat verabschiedeten Zeitplan wird die Volksabstimmung über die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,2 Prozentpunkte im Jahr 2028 stattfinden, also nach den Nationalratswahlen, und nicht wie ursprünglich von der Exekutive geplant im Jahr 2027. Wenn die Stimmberechtigten die Verfassungsänderung an der Urne annehmen, würde die Mehrwertsteueranpassung 2029 in Kraft treten und Ende 2045 auslaufen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Martin Pfister
- Schweizer Verteidigungs-, Bevölkerungs- und Sportminister
- Mathias Zopfi
- Ständeratsmitglied und Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission
- Josef Dittli
- Ständeratsmitglied für den Kanton Uri (FDP)
- Franziska Roth
- Ständeratsmitglied für den Kanton Solothurn (SP)
- Baptiste Hurni
- Ständeratsmitglied für den Kanton Neuenburg (SP)
- Orte
- Bern
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