Regierung · Bern

Ständerat genehmigt 24-Milliarden-Franken-Militärfonds mit reduzierter Steuererhöhung

Der Ständerat stimmte mit 25 zu 17 Stimmen für die Einrichtung eines Rüstungsfonds in Höhe von 24 Milliarden Schweizer Franken, verdoppelte die Kreditobergrenze auf 12 Milliarden Franken und senkte die geplante Mehrwertsteuererhöhung auf 0,2 Prozentpunkte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SRF News, Blick.ch und watson.ch/. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bern · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. 2028Geplante Volksabstimmung über die Mehrwertsteuererhöhung
  2. 2029Geplante Umsetzung der Mehrwertsteuererhöhung
  3. 2045Geplantes Auslaufen des Rüstungsfonds und der befristeten Steuererhöhung

Parlamentarische Zustimmung und Fondsstruktur

Der Schweizer Ständerat hat am Montag einen Rüstungsfonds in Höhe von 24 Milliarden Schweizer Franken gebilligt. Mit 25 zu 17 Stimmen bei drei Enthaltungen wurde die Finanzierung von Militärbeschaffungen bis 2045 beschlossen. Das Gesetzesmodell senkt die vorgeschlagene Mehrwertsteuererhöhung von den vom Bundesrat geforderten 0,5 Prozentpunkten auf 0,2 Prozentpunkte, nachdem ein erster Januar-Entwurf mit 0,8 Prozentpunkten kaum politische Unterstützung gefunden hatte. Um den verbleibenden Finanzbedarf über den 18-Jahres-Zeitraum zu decken, sieht der Finanzierungsrahmen jährlich mindestens 2 Milliarden Franken aus dem ordentlichen Bundeshaushalt vor, sowie die Hälfte künftiger Budgetüberschüsse und einen langsameren Rückzahlungsplan für die Covid-19-Schulden. Alternative Finanzierungsideen von bürgerlichen Abgeordneten, darunter der Verkauf staatlicher Swisscom-Aktien oder die Einforderung von Sonderzahlungen der Schweizerischen Nationalbank, wurden in den Verhandlungen verworfen. Der Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission, Mathias Zopfi, argumentierte, dass eine kleinere Steuererhöhung einen gangbareren Weg darstelle.

„Das sollte vernünftiger sein.“

Mathias Zopfi, Ständeratsmitglied und Präsident
Vorgeschlagene Mehrwertsteuererhöhungen zur Finanzierung des Schweizer MilitärsProzentpunkte
Vorschlag Januar 2026
0.8 Prozentpunkte
Überarbeiteter Plan des Bundesrates
0.5 Prozentpunkte
Plan des Ständerates
0.2 Prozentpunkte

Daten aus dem Artikeltext

Der Kampf um Schuldenobergrenzen und Entkopplung

Der Entscheid des Ständerats verdoppelt die ursprüngliche, vom Bundesrat vorgeschlagene Kreditermächtigung des Fonds von 6 Milliarden Franken auf eine Obergrenze von 12 Milliarden Franken. Gemäss der verabschiedeten Struktur sinkt diese Kreditfazilität von 12 Milliarden Franken ab dem achten Betriebsjahr jährlich um 1,2 Milliarden Franken. Darüber hinaus trennten die Abgeordneten die gesetzliche Verankerung des kreditfähigen Fonds von der obligatorischen Volksabstimmung über die Mehrwertsteuererhöhung. Stimmt der Nationalrat im Dezember 2026 dem Gesetz zu, ohne dass ein Referendum gegen das Fondsgesetz zustande kommt, könnte das Militär bereits ab Januar 2027 auf bis zu 12 Milliarden Franken Kredit zugreifen.

Abstimmung im Ständerat über den RüstungsfondsStimmen
Ja
25 Stimmen
Nein
17 Stimmen
Enthaltungen
3 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Politische Reaktionen quer durch die Parteien

Der Entkopplungsmechanismus stiess bei der Sozialdemokratischen Partei (SP) auf heftigen Widerstand. Sie argumentierte, dass die Trennung von Kreditermächtigung und gesicherten Steuereinnahmen eine schwerwiegende fiskalische Instabilität riskiere. Der SP-Abgeordnete Baptiste Hurni bezeichnete die Kreditobergrenze von 12 Milliarden Franken als Blankoscheck für eine Armeeverwaltung, die wegen nicht festgeschriebener Preisklauseln für neue Kampfjets unter Beschuss steht. Die Abgeordnete Franziska Roth kritisierte während der Ratsdebatte die zweijährige Lücke zwischen der Schaffung des Fonds und der Steuerabstimmung.

„Diese Entkopplung von der Refinanzierung könnte für unseren Bundeshaushalt zu einer Katastrophe biblischen Ausmasses führen.“

Franziska Roth, Ständeratsmitglied für den Kanton Solothurn

Die Parteien der Mitte und der Rechten, darunter FDP.Die Liberalen und die Schweizerische Volkspartei (SVP), unterstützten die Ausweitung der Finanzierung trotz Skepsis gegenüber Steuerabstimmungen in der Bevölkerung. Der FDP-Abgeordnete Josef Dittli wies auf den Wahlgegenwind hin, dem jede direkte Steuererhöhung für Verteidigungsausgaben ausgesetzt ist.

„Machen wir uns nichts vor: Die Chancen für eine Mehrwertsteuererhöhung zugunsten der Armee sind klein, verschwindend klein.“

Josef Dittli, Ständeratsmitglied für den Kanton Uri

Nächste gesetzgeberische Schritte und zukünftiger Zeitplan

Das Gesetzespaket geht zur Beratung an den Nationalrat, der sich in seiner Dezember-Session 2026 damit befassen wird. Nach dem vom Ständerat verabschiedeten Zeitplan wird die Volksabstimmung über die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,2 Prozentpunkte im Jahr 2028 stattfinden, also nach den Nationalratswahlen, und nicht wie ursprünglich von der Exekutive geplant im Jahr 2027. Wenn die Stimmberechtigten die Verfassungsänderung an der Urne annehmen, würde die Mehrwertsteueranpassung 2029 in Kraft treten und Ende 2045 auslaufen.

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