Konflikte · Bern

Schweizer Regierung engt zweites Luftverteidigungssystem auf israelisches Barak MX und französisches SAMP/T NG ein

Der Bundesrat teilte am Mittwoch, 28. Oktober 2026, mit, dass er sich noch nicht zwischen zwei Kandidaten entschieden hat. Die endgültige Entscheidung ist politisch heikel, und der Kauf des Patriot-Systems aus den Vereinigten Staaten bleibt bestehen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Blick.ch, rts.ch und SWI swissinfo.ch. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bern · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. März 2026Der Bundesrat kündigt ein zweites Luftverteidigungssystem an, das bis Ende des Jahres beschafft werden soll
  2. 28.10.Der Bundesrat engt das Feld auf Barak MX und SAMP/T NG ein
  3. Anfang 2027Der Bundesrat will über einen zusätzlichen Patriot-Kredit und das zweite System entscheiden

Zwei Finalisten bleiben im Rennen

Der Bundesrat teilte am Mittwoch, 28. Oktober, mit, dass er noch nicht entschieden hat, welches System er als zweites bodengestütztes Langstrecken-Luftverteidigungssystem beschaffen will. Vier Angebote stammten von Herstellern aus Frankreich, Israel und Südkorea, wobei das südkoreanische Angebot nicht berücksichtigt wurde. Die beiden verbleibenden Kandidaten sind das israelische Barak MX und das SAMP/T NG des französisch-italienischen Konzerns Eurosam. Beide Optionen gelten als technisch machbar. Das Verteidigungsdepartement (VBS) wird seine Abklärungen zu den beiden Systemen fortsetzen.

Warum die Wahl politisch heikel ist

Der Bundesrat beauftragte das Verteidigungsdepartement, gemeinsam mit dem Justiz-, dem Wirtschafts- und dem Finanzdepartement auch außenpolitische und wirtschaftliche Aspekte zu prüfen. Das israelische System hat sich im realen Einsatz bereits bewährt, doch Israel ist Kriegspartei, was eine Auftragsvergabe unter dem Gesichtspunkt der Schweizer Neutralitätspolitik heikel macht. Der 40-jährige SP-Co-Präsident Cédric Wermuth kündigte in einer Medienmitteilung starken Widerstand an. Er argumentierte, die Schweiz solle auf europäische Lösungen setzen, und kritisierte Verteidigungsminister Martin Pfister (63, Mitte) dafür, eine Zusammenarbeit mit der israelischen Rüstungsindustrie in Betracht zu ziehen.

„Das ist ein Skandal!“

Cédric Wermuth, SP-Co-Präsident

Frankreich ging beim früheren Kampfjet-Kauf leer aus, und der Bund zögert, den Nachbarn erneut vor den Kopf zu stoßen.

Patriot-Kauf und Finanzierung

Der Patriot-Kauf wird aus Sicherheitsgründen trotz Lieferverzögerungen nicht infrage gestellt, und die Gespräche mit den Vereinigten Staaten dauern an. Für das zweite Langstreckensystem und die Deckung mindestens eines Teils der Mehrkosten im Zusammenhang mit Patriot sind sechs Milliarden Franken vorgesehen. Das Geld soll vollständig aus dem Ergänzungskredit der Armee von 24 Milliarden Franken stammen.

Geplante Summen in Mrd. CHFMrd. CHF
Zweites System und teilweise Patriot-Zusatzkosten
6 Mrd. CHF
Ergänzungskredit der Armee
24 Mrd. CHF

Daten aus dem Artikeltext

Der Ständerat genehmigte in der Herbstsession eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,2 Prozentpunkte über 18 Jahre zur Finanzierung der Armee. Der Nationalrat muss noch darüber abstimmen.

Wie es weitergeht

Die Schweiz verfügt derzeit praktisch über keinen Schutz gegen ballistische Raketen, und das Bundeshaus, der Flughafen Zürich und das Kraftwerk Laufenburg gelten als leichte Ziele. Der Bundesrat hatte im März angekündigt, bis Ende dieses Jahres ein zweites Luftverteidigungssystem zu beschaffen – eine Frist, die nun nicht mehr erreichbar ist. Anfang 2027 will der Bundesrat über einen zusätzlichen Kredit für Patriot und über das zweite Langstreckensystem entscheiden.

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Quellen und Kontext

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