Regierung · Aleksandrów Kujawski, Bydgoszcz und Warschau
Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Handy des Klinikdirektors, um Quelle von Journalisten im Fall Lenz zu ermitteln
Die Staatsanwaltschaft Bydgoszcz hat das Handy des Direktors eines Krankenhauses in Aleksandrów Kujawski sichergestellt, der Kontakt zu einem Reporter von Wirtualna Polska hatte. Justizminister Waldemar Żurek erklärt, er habe von diesem Schritt aus den Medien erfahren, und er und der Generalstaatsanwalt hätten Maßnahmen ergriffen, um ihn zu prüfen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von NIEZALEZNA.PL, polsatnews.pl, Rzeczpospolita und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die Staatsanwaltschaft stellte das Handy von Mariusz Trojanowski sicher, dem Direktor des Kreiskrankenhauses von Aleksandrów Kujawski, nachdem sie ihn im September als Zeugen geladen hatte. Grundlage waren Verbindungsdaten, die einen Kontakt zum WP-Reporter Michał Janczura zeigten.
Waldemar Żurek schrieb auf X, er habe von den Schritten der Staatsanwaltschaft aus den Medien erfahren, und erklärte, er und der Nationale Staatsanwalt Dariusz Korneluk hätten Maßnahmen ergriffen, um mögliche Verletzungen von Bürgerrechten zu prüfen.
Ein Eingriff am Sohn des Senators Tomasz Lenza wurde am 15. März außerhalb der üblichen Wartelisten und Verfahren durchgeführt. WP veröffentlichte den Bericht am 7. April, und der NFZ verhängte gegen das Krankenhaus eine Geldbuße von 134.000 Zloty.
Die ehemalige Vorsitzende des Landesjustizrats, Dagmara Pawełczyk-Woicka, warnte vor einem Polizeistaat, während Michał Rachoń von TV Republika den Fall einen absoluten Skandal nannte.
- AprilLenza erklärt, er habe bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen möglicher Offenlegung personenbezogener Daten erstattet
- JuniDie Staatsanwaltschaft kann Berichten zufolge die Redaktion nicht zur Offenlegung ihrer Quellen bewegen
- SeptemberKlinikdirektor Mariusz Trojanowski wird als Zeuge geladen und erhält eine Entscheidung zur Herausgabe seines Handys
Handy des Klinikdirektors beschlagnahmt
Staatsanwälte der Bezirksstaatsanwaltschaft Bydgoszcz haben nach Angaben von Wirtualna Polska (WP) das Handy von Mariusz Trojanowski sichergestellt, dem Direktor des Kreiskrankenhauses in Aleksandrów Kujawski. Er sei im September als Zeuge geladen worden, und nach der Vernehmung sei ihm eine Entscheidung ausgehändigt worden, die ihn zur Herausgabe des Geräts verpflichtete; die Beamten hätten nach Berichten damit gedroht, es zu durchsuchen und mit Gewalt zu beschlagnahmen. Die Entscheidung habe auch Daten zu Michał Janczura aufgeführt, dem WP-Reporter, der über den Fall geschrieben hatte. WP geht davon aus, dass die Staatsanwaltschaft zuvor die Verbindungsdaten des Handys ausgewertet hatte, aus denen hervorging, dass der Direktor Kontakt zu dem Journalisten hatte. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Agnieszka Adamska-Okońska, sagte gegenüber WP, das Handy könne zur Weitergabe von Informationen genutzt worden sein, ohne jedoch zu sagen, wonach die Ermittler suchten. Sie fügte hinzu, die Verbindungsdaten des Journalisten selbst seien nicht überprüft worden.
Hintergrund der Operation
Der Fall begann mit einem Besuch am 15. März im Kreiskrankenhaus in Aleksandrów Kujawski, zu dem der Senator Tomasz Lenza von der Bürgerkoalition (KO) mit einem Angehörigen kam. Statt zur Aufnahme zu gehen, begaben sie sich direkt auf die chirurgische Station, wo der Angehörige von den diensthabenden Ärzten operiert wurde. Lenza erklärte später, der Angehörige sei sein Sohn. WP veröffentlichte seinen Bericht am 7. April. Der Nationale Gesundheitsfonds (NFZ) stellte bei einer Prüfung fest, dass der Eingriff nicht zu den öffentlich finanzierten Vertragsleistungen gehörte, und verhängte gegen das Krankenhaus eine Geldbuße von 134.000 Zloty. Im April erklärte Lenza, er habe bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen eines möglichen Vergehens der Offenlegung personenbezogener Daten erstattet. WP beschreibt zwei getrennte Stränge: den Verdacht auf Unregelmäßigkeiten bei dem Eingriff und die Frage, wer Informationen an die Medien weitergegeben hat. Die Staatsanwaltschaft habe im Juni Berichten zufolge versucht, die Redaktion zur Offenlegung ihrer Quellen zu zwingen, und sich, als dies scheiterte, an das Krankenhaus gewandt.
Minister Żurek: Aus den Medien erfahren
Justizminister und Generalstaatsanwalt Waldemar Żurek schrieb auf X, er habe von den Schritten der Staatsanwaltschaft aus den Medien erfahren.
„Von den Maßnahmen der Staatsanwaltschaft in der Sache der Weitergabe von Informationen über die Operation am Sohn des Senators Tomasz Lenza habe ich aus den Medien erfahren.“
In einem Gespräch mit einem WP-Reporter sagte Żurek, er habe keine entsprechenden Informationen gehabt, und sprach sich für eine Trennung der Ämter von Justizminister und Generalstaatsanwalt aus. Er erklärte, der Generalstaatsanwalt werde nicht über jedes Verfahren informiert, und die Staatsanwälte entschieden über Beweisschritte eigenständig. Gemeinsam mit dem Nationalen Staatsanwalt Dariusz Korneluk habe er, so sagte er, Maßnahmen ergriffen, um zu prüfen, ob die Rechte und Freiheiten der Bürger verletzt worden seien. Er fügte hinzu, das Redaktionsgeheimnis müsse respektiert werden, er müsse aber dennoch prüfen, wie es in diesem Fall zur Anwendung komme.
Politische und publizistische Reaktionen
Politiker forderten Aufklärung, und Kommentatoren deuteten den Fall als Bedrohung der Pressefreiheit. Dagmara Pawełczyk-Woicka, ehemalige Vorsitzende des Landesjustizrats, sagte, Journalisten deckten Missstände auf, während Staatsanwälte Verbindungsdaten durchgingen, um einen Informanten zu finden.
„Wir bewegen uns auf einen Polizeistaat zu.“
Michał Rachoń, Programmdirektor von TV Republika, nannte den Fall einen „absoluten Skandal“ und sagte, solche Praktiken gehörten zu autoritären Staaten und Diktaturen. Konrad Siemaszko, Koordinator des Programms für Meinungsfreiheit bei der Helsinki-Stiftung für Menschenrechte (HFPC), sagte gegenüber WP, der Schritt berühre das Redaktionsgeheimnis und unterliege daher besonderen Garantien. WP argumentiert zudem, die Staatsanwaltschaft benötige die Zustimmung eines Gerichts, um das Redaktionsgeheimnis aufzuheben, wenn sie vermute, dass ein Gerät geschütztes Material enthalte, und die Nachrichten könnten Inhalte enthalten, die nichts mit dem Fall zu tun hätten, aber für die Regierungspartei nützlich seien.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- NIEZALEZNA.PLStaatsanwaltschaft will Kontakte von Journalisten untersuchen, die den Skandal um Senator Lenza aufdeckten. Żurek äußerte sichProkuratura chce badać kontakty dziennikarzy, którzy ujawnili aferę senatora Lenza. Głos zabrał Żurek · Original auf Polnisch
- polsatnews.plHat die Staatsanwaltschaft nach Quellen von Journalisten gesucht? Politiker setzen Żurek unter DruckProkuratura szukała źródeł dziennikarzy? Politycy naciskają na Żurka · Original auf Polnisch
- RzeczpospolitaDer Fall des Eingriffs bei Lenza's Sohn hat einen zweiten Strang. Es geht um den Informanten der JournalistenSprawa zabiegu syna Lenza ma drugi wątek. Chodzi o informatora dziennikarzy · Original auf Polnisch
- wpolityce.plPawełczyk-Woicka konnte es nicht mehr ertragen! "Wir bewegen uns in Richtung...Pawełczyk-Woicka nie wytrzymała! "Zmierzamy w kierunku... · Original auf Polnisch
- Waldemar Żurek
- Justizminister und Generalstaatsanwalt, der angab, von den Schritten der Staatsanwaltschaft aus den Medien erfahren zu haben
- Michał Rachoń
- Programmdirektor von TV Republika, der den Fall einen absoluten Skandal nannte
- Konrad Siemaszko
- Koordinator des Programms für Meinungsfreiheit bei der Helsinki-Stiftung für Menschenrechte
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen