Regierung · Bern

Schweizer SRG bringt Radio ab Mitte November 2026 zurück auf UKW

Die SRG nimmt Mitte November 2026 ihre UKW-Sender wieder in Betrieb und stellt damit für rund 80 Prozent der Bevölkerung den analogen Empfang wieder her. Der Schritt folgt auf einen Parlamentsentscheid und kostet 6,5 Millionen Franken pro Jahr.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rts.ch, SWI swissinfo.ch, 20 Minuten und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bern · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. Ende 2024SRG-Sender stellen die UKW-Verbreitung ein
  2. Dezember 2025Parlament verabschiedet eine Motion für einen längeren Fortbestand von UKW; die SRG kündigt ihre Rückkehr zu UKW an
  3. 2.11.SRG gibt bekannt, dass die Bakom-Konzession rechtskräftig ist und UKW zurückkehrt
  4. Mitte November 2026Erste UKW-Sendestandorte gehen wieder in Betrieb

Eine Konzession, die nun endgültig ist

Am Montag, 2. November 2026, hat die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG angekündigt, ihre Radioprogramme wieder auf UKW auszustrahlen – jenes analoge Band, das sie Ende 2024 aufgegeben hatte. Das Bundesamt für Kommunikation erteilte dem Unternehmen die Konzession, die nun rechtskräftig ist, weil die Beschwerdefrist abgelaufen ist. Mitte November 2026 gehen die ersten Sendestandorte wieder in Betrieb, womit laut Unternehmen rund 80 Prozent der Bevölkerung wieder UKW-Empfang haben. UKW soll den digitalen Empfang über Internet und DAB+ ergänzen und nicht ersetzen.

Warum die Kehrtwende kam

Der Schritt folgt auf einen politischen Entscheid. Die Abschaltung von UKW war für Ende 2026 geplant, danach sollten alle Programme nur noch über DAB+ verbreitet werden. Die Gesetzgeber befürchteten, dass Hörerinnen und Hörer von Privatsendern, die weiterhin auf UKW ausstrahlen, zu ausländischen Stationen wechseln würden, wenn sie keine DAB-kompatiblen Empfangsgeräte besitzen. Im Dezember 2025 verabschiedete das Parlament eine Motion, die einen längeren Fortbestand von UKW verlangt. Zuvor hatte die SRG erklärt, ein vollständiger Verzicht auf UKW hätte nur Sinn gemacht, wenn die gesamte Branche die UKW-Verbreitung bis Ende 2026 eingestellt hätte, und sie könne nicht weiter auf UKW verzichten, ohne viele Hörerinnen und Hörer zu riskieren.

Kosten und Hörgewohnheiten

Die Reaktivierung kostet 6,5 Millionen Franken pro Jahr, was laut SRG in das Sparprogramm des Bundes passen muss. Eine vollständige UKW-Versorgung kostete vor der Abschaltung 15 Millionen Franken pro Jahr. Blick berichtete unter Berufung auf ein internes SRF-Papier aus dem Sommer 2026 von Anfangskosten von 6,6 Millionen Franken pro Jahr und weiteren Ausbauschritten 2027, die bis zu 15 Millionen Franken pro Jahr kosten könnten. Die Zahl von Blick weicht leicht von den 6,5 Millionen der SRG ab. 20 Minuten berichtete, die SRG habe im Oktober weitere Stellenstreichungen angekündigt, wonach bis 2029 900 Vollzeitstellen wegfallen sollen. Das Hören hat sich deutlich auf digitale Kanäle verlagert: Rund neun von zehn Radiominuten werden inzwischen über DAB+ und Internet gehört, und ein großer Teil der Audioinhalte wird später über Streaming-Abrufe oder Podcasts konsumiert.

Jährliche UKW-Kosten nach SRG-AngabenMio. CHF pro Jahr
Reaktivierung, anfängliche Jahreskosten
6.5 Mio. CHF pro Jahr
Bisherige vollständige UKW-Versorgung, Jahreskosten
15 Mio. CHF pro Jahr

Daten aus dem Artikeltext

Reaktionen und nächste Schritte

SRG-Generaldirektorin Susanne Wille deutete den Parlamentsentscheid als direkten Auftrag der Hörerschaft. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben die Hörgewohnheiten und die finanziellen Rahmenbedingungen weiter beobachten, bevor UKW weiter ausgebaut wird.

„Unsere Zuhörerinnen und Zuhörer stehen im Zentrum.“

Susanne Wille

Die wieder in Betrieb genommenen UKW-Standorte sollen die Hauptprogramme in allen Sprachregionen verbreiten, zusammen mit den Kulturkanälen von SRF, RTS und RSI sowie in der Deutschschweiz den Regionaljournalen. Hörerinnen und Hörer, die bei der Abschaltung 2024 den analogen Zugang verloren haben, können diese Kanäle wieder zu Hause oder unterwegs empfangen. Der weitere Ausbau hängt davon ab, wie die Hörerschaft UKW nutzt, und vom finanziellen Rahmen; die SRG will diese Schritte nach eigenen Angaben selbst festlegen. Das digitale Angebot bleibt unverändert.

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