Am Dienstag, 20. Oktober 2026, kündigte die BBC an, dass BBC Three und BBC Scotland im Frühjahr 2027 aus dem terrestrischen Fernsehprogramm ausscheiden und nur noch auf BBC iPlayer laufen. Auch Radio 4 Extra endet als lineares Angebot; seine Wort- und Archivinhalte wechseln zu BBC Sounds. Der Konzern bezeichnet die Änderungen als Teil des Bestrebens, innerhalb von zwei Jahren 500 Mio. Pfund einzusparen. Das abendliche Nachrichtenformat von BBC Scotland, Reporting Scotland: News at Seven, wechselt nicht zu iPlayer und endet mit der Schließung des Senders. Die BBC erklärte, ein breites Spektrum der derzeit auf dem Scotland-Kanal gezeigten Programme werde online oder auf BBC One und BBC Two in Schottland verfügbar sein, und die Spiele der SPFL Championship am Freitagabend würden zu BBC Two in Schottland wechseln. BBC-Scotland-Direktorin Hayley Valentine sagte, der Konzern müsse angesichts „erheblicher finanzieller Herausforderungen“ die Ressourcen dort bündeln, „wo sie die größte Wirkung für das Publikum entfalten“.
Die BBC will 1.800 bis 2.000 Stellen streichen, fast jede zehnte der rund 21.500 Vollzeitbeschäftigten. Bei BBC News fallen rund 100 Stellen weg, und die Sendeschließungen kosten weitere Stellen, darunter zehn in Schottland. Diese zehn Posten kommen zu 60 Stellen bei BBC Scotland hinzu, die bereits Anfang des Jahres angekündigt wurden. Die neue Direktorin von BBC News, Rachel Jupp, will Anfang nächsten Jahres weitere Einsparungen vorlegen, während andere Bereiche ihre Pläne in den kommenden Monaten bestätigen. Einsparungen waren bereits zuvor in BBC Scotland, Wales, Nordirland, Local sowie Speech and Sounds angekündigt worden.
Die Kultursprecherin der Scottish Greens, Q Manivannan, Abgeordnete im schottischen Parlament, nannte die Ankündigung einen schweren Schlag für die Beschäftigten und drängte auf Anstrengungen, damit Schottland nicht das Nachsehen hat. Sie sagte, der Schritt mache BBC Scotland weniger zugänglich, insbesondere für ältere Menschen und für jene, die Hürden beim Zugang zum Internet haben.
„Das ist ein Rückschritt, der Zuschauerinnen und Zuschauer zurückzulassen droht, und er spiegelt eine umfassendere kulturelle Krise in Schottland wider.“
Harriet Cross, die konservative Schattenministerin für Schottland, forderte die schottische Regierung auf, nach der Ankündigung die schottischen TV-Arbeitsplätze zu schützen. Der SNP-Abgeordnete Alex Kerr nannte die Entscheidung „entsetzlich“ und sagte, sie zeige die „Verachtung“ der BBC für Schottland. Die Scottish Greens erklärten, sie seien bereit, die schottische Regierung dabei zu unterstützen, in Gesprächen mit Westminster vor der Erneuerung der BBC-Charta im nächsten Jahr für den Rundfunksektor Schottlands einzutreten.
In einer Mitteilung an die Belegschaft ordnete Generaldirektor Matt Brittin die Entscheidung als Teil der Antwort der BBC auf Kostendruck und veränderte Sehgewohnheiten ein.
„Wir müssen dafür sorgen, dass jedes Pfund für das Publikum mehr bewirkt, während wir auf den unmittelbaren Kostendruck reagieren und die BBC für eine Welt im Wandel neu erfinden.“
Brittin sagte, ein Großteil der Inhalte der schließenden Angebote werde weiterhin auf iPlayer und Sounds zu finden sein, und räumte ein, dass die Bestätigung für Publikum und Kolleginnen und Kollegen schwer sei. Im September 2026 hatte er gesagt, die Finanzen und veränderte Sehgewohnheiten „könnten durchaus dazu führen“, dass einige Sender und Radiostationen schließen, damit Ressourcen in On-Demand-Angebote fließen können. In der Sendung Sunday With Laura Kuenssberg auf BBC One sagte er, die BBC werde nicht garantieren, dass irgendeine Sendung oder ein Sender ewig bestehe.
BBC Three ging 2016 online und kehrte im Januar 2022 als vollwertiger TV-Sender zurück – dies ist also die zweite Entfernung aus dem linearen Fernsehen. BBC Scotland startete im Februar 2019 als Sender mit einer Investition von 80 Journalistenstellen. In den vergangenen Monaten hat die BBC RuPaul's Drag Race UK, Blankety Blank, Celebrity Mastermind, Live at the Apollo und Football Focus abgesetzt. DIY SOS wird im nächsten Jahr „pausiert“, und die Pläne für ein neues eigenes Studio für The Archers in der Tea Factory in Digbeth wurden gestrichen. Die folgende Zeitleiste zeigt die Sendergeschichte und die angekündigten Änderungen.
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Der Konzern rechnet mit dem Abbau von 1.800 bis 2.000 Stellen – fast jede zehnte der rund 21.500 Vollzeitkräfte –, während er innerhalb von zwei Jahren 500 Mio. Pfund einsparen will. Auch Radio 4 Extra verliert die lineare Ausstrahlung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, Evening Standard, The Scotsman und weiteren Medien. Veröffentlicht .