Regierung · Washington
Kongress lässt Überwachungsbefugnis Section 702 erstmals auslaufen, Spionage läuft jedoch unter bestehenden Gerichtsbeschlüssen weiter
Das Repräsentantenhaus lehnte eine kurzfristige Verlängerung des programms zur überwachung ohne durchsuchungsbefehl ab und löste damit dessen erstes Auslaufen seit 2008 aus, obwohl aktuelle Zertifizierungen des Foreign Intelligence Surveillance Court die Überwachung bis März 2027 weitgehend am Laufen halten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ars Technica, engadget, The New York Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Repräsentantenhaus lehnte eine kurzfristige Verlängerung mit 218–198 Stimmen ab und löste damit das erste Auslaufen von Titel VII des FISA aus. Auch der Senat verabschiedete vor Mitternacht keine Verlängerung.
Eine Übergangsbestimmung erlaubt es, die durch bestehende Zertifizierungen des FISA-Gerichts genehmigte Spionage in Kraft zu halten. Die aktuelle Zertifizierung gilt bis zum 17. März 2027.
Trumps Plan, Bill Pulte, einen politischen Verbündeten ohne Geheimdiensterfahrung, zum amtierenden Direktor der nationalen Geheimdienste zu ernennen, veranlasste die Demokraten, ihre Unterstützung für jede Verlängerung zurückzuziehen.
Selbst mit der Übergangsbestimmung könnten Technologieunternehmen die Zusammenarbeit einstellen, was die Erfassung möglicherweise verringern würde. Beamte warnen vor Schaden für die nationale Sicherheit inmitten eines Krieges mit dem Iran.
Kritiker verweisen auf Zehntausende von unzulässigen Suchvorgängen in den Daten von Amerikanern durch das FBI und die NSA, was die Forderung nach einer Durchsuchungsbefehlspflicht vor dem Zugriff auf inländische Kommunikation nährt.
- 11.06.Repräsentantenhaus lehnt kurzfristige Verlängerung mit 218–198 ab; Senat blockiert Verlängerungen
- 12.06.Gesetzliche Befugnis läuft um Mitternacht aus, aber Überwachung wird unter bestehender Zertifizierung fortgesetzt
- 17.03.Aktuelle FISA-Gerichtszertifizierung läuft aus; neue Gesetzgebung vor diesem Datum erforderlich
Was Section 702 erlaubt und warum sie ausläuft
Section 702 des Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA), 2008 erlassen, erlaubt US-Geheimdiensten die Überwachung ausländischer Ziele ohne Durchsuchungsbefehl. Da diese Kommunikation oft auch Amerikaner betrifft, erfasst das Programm auch inländische Nachrichten. Der Kongress hat das Gesetz zuletzt 2024 erneuert, und die derzeitige Genehmigung läuft heute Mitternacht aus. Die Abgeordneten konnten sich vor Ablauf der Frist nicht auf einen neuen Gesetzesentwurf einigen, sodass das Gesetz zum ersten Mal ausläuft.
Die Abstimmung im Repräsentantenhaus und der politische Auslöser
Das Repräsentantenhaus lehnte am Donnerstag einen Vorschlag zur Verlängerung von Section 702 bis zum 2. Juli ab. Der Antrag benötigte eine Zweidrittelmehrheit, verfehlte diese aber mit 218–198 Stimmen deutlich, wobei sich 19 Republikaner fast allen Demokraten anschlossen, um ihn zu blockieren. Stunden später legte der Senator von Oregon, Ron Wyden, Einspruch gegen zwei Verlängerungsversuche im Senat ein. Das unmittelbare Hindernis war Präsident Trumps Plan, seinen politischen Verbündeten Bill Pulte zum amtierenden Direktor der nationalen Geheimdienste zu ernennen. Pulte hat keine Geheimdiensterfahrung, und die Demokraten warnten, dass sein Zugang zu sensiblen Abhörmaßnahmen ein größeres Risiko darstelle als das Auslaufen des Gesetzes. Am Donnerstag änderte die Regierung ihren Kurs und nominierte Jay Clayton für den Posten, doch die Demokraten bestehen auf einer Garantie, dass Pulte nicht einmal vorübergehend amtieren wird.
„Es muss eine klare Garantie geben, dass Herr Pulte nicht als amtierender DNI fungieren wird.“
Warum die Spionagemacht heute Nacht nicht wirklich erlischt
Das Bundesgesetz enthält eine Übergangsbestimmung, die es erlaubt, die durch bestehende Zertifizierungen des FISA-Gerichts genehmigte Überwachung bis zum Ablauf dieser Zertifizierungen fortzusetzen. Die aktuelle Zertifizierung wurde am 17. März 2026 ausgestellt und läuft bis zum 17. März 2027. Das Brennan Center for Justice und das Cato Institute haben darauf hingewiesen und die Warnungen vor einem sofortigen „Going Dark“-Szenario als übertrieben bezeichnet. Der Abgeordnete Jamie Raskin (D-Md.) sagte CBS News, dass die Überwachungsaktivitäten der Regierung „unverändert weitergehen“ und die aktuellen Genehmigungen „mindestens bis zum 17. März 2027 unberührt bleiben“ werden.
„Entgegen dieser Behauptung hat der Kongress für mögliche Auslaufen geplant und klar gemacht, dass die Überwachung nach Section 702 auch dann unter bestehenden Zertifizierungen fortgesetzt werden kann, wenn das Gesetz ausläuft.“
„Alles, was bereits genehmigt und zertifiziert ist, läuft bereits, und die aktuellen FISA-Genehmigungen werden mindestens bis zum 17. März 2027 unverändert fortgesetzt.“
Mögliche Lücken trotz Übergangsbestimmung
Technologieunternehmen, die mit den Überwachungsanordnungen kooperieren, könnten sich weigern, nachdem das Gesetz selbst ausgelaufen ist, was laut New York Times möglicherweise Lücken in der Geheimdiensterfassung schaffen könnte. Außenminister Marco Rubio warnte vor „dramatischen Auswirkungen auf unsere Fähigkeit, die Nation zu schützen“. Die Debatte findet statt, während die Vereinigten Staaten sich im Krieg mit dem Iran befinden und sich darauf vorbereiten, diesen Sommer WM-Spiele und die Halbjahresfeier der Nation auszurichten, Veranstaltungen, die erhöhte Sicherheitsmaßnahmen erfordern.
Eine längere Geschichte von Missbrauchsvorwürfen
Datenschutzaktivisten haben einen weit verbreiteten Missbrauch von Section 702 dokumentiert. Das FISA-Gericht stellte allein in den Jahren 2017 und 2018 Zehntausende von unzulässigen Datenbanksuchvorgängen fest, wie das Electronic Privacy Information Center anmerkte. Abgeordnete beider Parteien haben Reformen gefordert, darunter die Verpflichtung der Geheimdienste, vor dem Zugriff auf private Kommunikation von Amerikanern einen gerichtlichen Durchsuchungsbefehl einzuholen. Die Trump-Administration hatte auf eine saubere Neugenehmigung ohne solche Einschränkungen bestanden, was zur Pattsituation beigetragen hat.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Ars TechnicaControversial FISA spying law expires tonight. The spying will continue.
- engadgetCongress lets decades-old spying law lapse amid Trump's controversial DNI nomination - Engadget
- The New York TimesA Key Spying Power Is Expiring. Will Foreign Surveillance Go Dark?
- TechCrunchUS spy law to expire for first time after lawmakers reject Trump's controversial pick to lead spy agencies
- Bill Pulte
- Trump-Verbündeter und Leiter einer Bundeswohnungsbehörde, als amtierender Direktor der nationalen Geheimdienste nominiert
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, nominierte Pulte und Jay Clayton für den Geheimdienstposten
- Jay Clayton
- Oberster Bundesstaatsanwalt in New York City, nach der Pulte-Kontroverse von Trump als Direktor der nationalen Geheimdienste nominiert
- Ron Wyden
- Senator aus Oregon, der Verlängerungen von Section 702 im Senat blockierte
- Jamie Raskin
- Demokratischer Abgeordneter aus Maryland, erklärte, dass die Überwachung unter den bestehenden Genehmigungen unverändert fortgesetzt werde
- Marco Rubio
- Außenminister, der vor dramatischen Auswirkungen des Auslaufens auf die nationale Sicherheit warnte
- Mark Warner
- Senator, der eine Garantie fordert, dass Bill Pulte nicht als amtierender Direktor der nationalen Geheimdienste fungieren wird
- Patrick Eddington
- Senior Fellow am Cato Institute, erklärte die Übergangsbestimmung, die eine Fortsetzung der Überwachung erlaubt
- Orte
- Washington, D.C.
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