Regierung · Madrid und Ceuta
Spaniens Kongressbüro eröffnet Disziplinarverfahren nach Pfefferspray-Vorfall einer Abgeordneten
Das Präsidium des spanischen Abgeordnetenhauses hat ein Disziplinarverfahren gegen die Abgeordnete der Volkspartei, Ana Belén Vázquez, eingeleitet, nachdem eine im Plenum gezeigte Pfefferspraydose entladen wurde und bis zu 15 Personen medizinische Versorgung benötigten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Periódico, La Razón, EL PAÍS und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Mittwoch, den 23. September, zeigte die PP-Abgeordnete Ana Belén Vázquez während einer Debatte mit Innenminister Fernando Grande-Marlaska eine Pfefferspraydose, bevor Kongresspräsidentin Francina Armengol sie aufforderte, den Saal zu verlassen.
Ein Assistent versuchte, die Dose in einer Kongresstoilette zu entleeren, wodurch Gas über das Lüftungssystem verteilt wurde und zwischen 10 und 15 Personen medizinische Versorgung benötigten, wobei ein Küchenmitarbeiter krankgeschrieben wurde.
Das Kongresspräsidium setzte eine Abstimmung für Dienstag, den 29. September, nach Artikel 101 der Geschäftsordnung an, der Suspendierungen und Geldstrafen für das Tragen von Waffen im Gebäude vorsieht.
Die Kongresssprecherin der PP, Ester Muñoz, räumte am Freitag ein, dass das Entleeren des Sprays ein Fehler war, betonte jedoch, dass die Aktion die Sicherheitsbedenken in Ceuta nach den Grenzübertritten am 30. und 31. Juli widerspiegele.
- 23.09.Ana Belén Vázquez zeigt Pfefferspray im Plenum; Assistent entleert Dose in Toilette
- 25.09.PP-Sprecherin räumt Entleerungsfehler ein; Kongresspräsidium setzt Disziplinarverfahren auf Tagesordnung
- 29.09.Kongresspräsidium soll über Eröffnung formeller Sanktionsverfahren abstimmen
Konfrontation im Plenum und Vorführung im Korridor
Während einer Regierungskontrollsitzung am Mittwoch zeigte die Abgeordnete der Volkspartei, Ana Belén Vázquez, vom Rednerpult aus eine Pfefferspraydose, um Innenminister Fernando Grande-Marlaska zur Grenzpolitik in Ceuta herauszufordern. Kongresspräsidentin Francina Armengol griff von der Sitzungsleitung ein, warnte, dass spanische Vorschriften Pfefferspray als Waffe einstufen, und ordnete an, dass die Abgeordnete den Saal verlassen müsse, um es der Polizei zu übergeben. Vázquez verließ den Saal unter Androhung eines formellen Ausschlusses, nachdem sie gegen die Entscheidung protestiert hatte. Außerhalb des Plenarsaals gab die Abgeordnete mehrere Fernsehinterviews und Pressekonferenzen in den Korridoren, während sie weiterhin die Dose zeigte. Die Aktion folgte auf Grenzübertritte nach Ceuta, die am 30. und 31. Juli stattfanden.
Belüftungskontamination und Verletzungen
Nach der Konfrontation im Plenum gab Vázquez die Sprühdose einem Assistenten der Fraktion, um sicherzustellen, dass sie vor weiteren öffentlichen Auftritten leer sei. Der Mitarbeiter entleerte die Reste in ein Waschbecken und die Abwasserleitungen einer Toilette, wodurch chemische Reizstoffe über die Klimaanlage und das Lüftungssystem in die Büros des Kongresses verteilt wurden. Rettungskräfte behandelten zwischen 10 und 15 Personen wegen Chemikalienexposition, darunter einen mauretanischen Abgeordneten und einen Küchenmitarbeiter, der aufgrund von Erbrechen und akuter Augenreizung krankgeschrieben wurde. Die Parlamentsverwaltung schloss mehrere betroffene Gebäudeabschnitte, während medizinisches Personal die Mitarbeiter versorgte. Eine betroffene Person erstattete Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle, und die Nationalpolizei leitete Ermittlungen gegen den Mitarbeiter ein.
Tagesordnung des Präsidiums und Sanktionsweg nach Artikel 101
Am Freitag verteilten die Parlamentsbehörden eine Tagesordnung, die ein Disziplinarverfahren gegen Vázquez für die Sitzung des Kongresspräsidiums am Dienstag, den 29. September, vorsieht. Die vorgeschlagene Akte stützt sich auf Artikel 101 der Geschäftsordnung des Kongresses, der Sanktionen für Abgeordnete vorsieht, die Waffen im Parlamentsgebäude tragen. Das neunköpfige Präsidium hat eine progressive Mehrheit von fünf zu vier, die plant, den Fall über den Ausschuss für das Abgeordnetenstatut zu bearbeiten. Mögliche Strafen nach dieser Regelung reichen von formellen Verweisen über Geldstrafen bis hin zur vorübergehenden Suspendierung des Abgeordnetenstatus. Eine endgültige Suspendierung bedarf der Zustimmung des gesamten Abgeordnetenhauses in einer geheimen Plenarsitzung.
- Progressiver Block
- 5 Sitze
- Volkspartei (PP)
- 4 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Politische Reaktionen und Verteidigung des Protests
Die Kongresssprecherin der Volkspartei, Ester Muñoz, räumte am Freitag ein, dass der Versuch, die Dose im Gebäude zu entleeren, ein Verfahrensfehler war. In einem Interview auf Antena 3 bestätigte Muñoz, dass der Mitarbeiter versucht habe, die Dose in der Toilette zu reinigen, was die unerwartete Gasfreisetzung auslöste.
„Er ging zur Toilette, reinigte sie, und tatsächlich wurde etwas Restgas freigesetzt, und was passiert ist, ist passiert. Schlecht. Es ist offensichtlich.“
Muñoz verteidigte die ursprüngliche Aktion und argumentierte, dass Vázquez auf Frauen und Kinder aufmerksam machen wollte, die aus Sicherheitsgründen in Ceuta persönliche Abwehrsprays bei sich tragen. Die Sprecherin wies Aussagen von Armengol zurück, die das Tragen des Abwehrsprays mit dem Betreten des Plenarsaals mit Sprengstoff gleichsetzte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- El PeriódicoDe la pistola de Indalecio Prieto al espray de gas pimienta de Vázquez: cuando las armas llegan al Congreso
- La RazónLa ridícula polémica del espray de gas pimienta
- La RazónEl Congreso abre un expediente contra la diputada Ana Vázquez por el episodio del espray de gas pimienta
- EL PAÍSEl Congreso abre expediente para sancionar a la diputada del PP que mostró un espray de gas pimienta en el hemiciclo
- Francina Armengol
- Präsidentin des spanischen Abgeordnetenhauses
- Fernando Grande-Marlaska
- Spanischer Innenminister
- Ester Muñoz
- Kongresssprecherin der Volkspartei
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