Stromnetz · Madrid und Écija
Spaniens Regierung warnt: 10 GW Rechenzentren würden die Stromerzeugungskosten bis 2030 um 200 % steigen lassen
Ein Regierungsmemorandum prognostiziert einen Anstieg des Einsatzes von Gas-und-Dampf-Kraftwerken um 107 % und der CO2-Emissionen um 65 %, wenn bis 2030 10 GW Rechenzentren ohne Regeln ans Netz gehen. Am 5. November lobte eine IEA-Prüfung Spaniens Ausbau der Erneuerbaren, drängte aber auf eine schnellere Elektrifizierung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Periódico, eldiario.es, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein Regierungsmemorandum schätzt, dass der Sprung von 1 GW auf 10 GW Rechenzentren bis 2030 den Betrieb von Gas-und-Dampf-Kraftwerken um 107 %, die variablen Erzeugungskosten um 200 % und die CO2-Emissionen um 65 % erhöhen würde.
Das Königliche Dekret liegt nach den öffentlichen Anhörungen beim Consejo de Estado; die Anforderungen basieren laut der Analyse der Ministerien auf Additionalität und stündlicher Übereinstimmung.
Laut IEA stieg der Anteil der Erneuerbaren an Spaniens Stromerzeugung zwischen 2015 und 2025 von 35 % auf 56 %, die Kapazität erreichte 119 GW – doch Importe deckten 2024 noch fast 70 % des Energieverbrauchs.
Appa meldet, dass 2025 19,69 TWh erneuerbarer Erzeugung verloren gingen – so viel wie der Jahresverbrauch von 6,3 Millionen Haushalten –, während die Erzeugung aus Erneuerbaren nur um 1 % wuchs.
Regierung warnt vor Kosten- und Emissionsrisiken
Spaniens Regierung warnt, ein „abrupter“ Zubau von Rechenzentren im Stromsystem hätte „unbeabsichtigte Folgen“ für die Strompreise und für die CO2-Emissionen des Erzeugungsmixes. Die Warnung findet sich in der Folgenabschätzung zu einem Entwurf eines Königlichen Dekrets, das energetische, ökologische und Resilienzanforderungen für Rechenzentren festlegt – ein Dokument, das nach der öffentlichen Anhörungsphase an den Consejo de Estado ging. Der Bericht wurde von den Ministerien für ökologischen Wandel und demografische Herausforderung, für Wirtschaft, Handel und Unternehmen sowie für digitale Transformation und öffentlichen Dienst erstellt.
Das Memorandum vergleicht 10 GW installierte Rechenzentrumskapazität im Jahr 2030 mit 1 GW. Es schätzt, dass die größere Last den Betrieb von Gas-und-Dampf-Kraftwerken um 107 %, die gesamten variablen Erzeugungskosten um 200 % und die CO2-Emissionen um 65 % erhöhen würde. Da Rechenzentren eine gleichmäßige Last abrufen, müssten Gasturbinenkraftwerke Phasen abdecken, in denen die Erzeugung aus Erneuerbaren niedrig ist. Die Regierung schlägt Anforderungen auf Basis von Additionalität und stündlicher Übereinstimmung vor, damit Rechenzentren der übrigen Wirtschaft keinen sauberen Strom entziehen.
„Diese Ergebnisse zeigen die negativen Folgen eines unkontrollierten Ausbaus von Rechenzentren.“
- Betrieb von Gas-und-Dampf-Kraftwerken
- 107 %
- Gesamte variable Erzeugungskosten
- 200 %
- CO2-Emissionen
- 65 %
Daten aus dem Artikeltext
IEA-Bericht lobt Erneuerbare und drängt auf Elektrifizierung
Die Internationale Energieagentur, eine autonome, an die OECD angebundene Organisation, veröffentlichte am 5. November ihren Spanien-Bericht 2026. Sie lobt den Ausbau der Erneuerbaren im Land: Die Kapazität hat sich zwischen 2015 und 2025 mehr als verdoppelt und erreicht 119 GW, zudem verbesserte sich die Energieintensität im vergangenen Jahrzehnt um 2,4 % pro Jahr. Der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung stieg im selben Zeitraum von 35 % auf 56 %.
„Eine schnellere Elektrifizierung in Verkehr, Gebäuden und Industrie wird entscheidend sein, um Spaniens Energie- und Klimaziele zu erreichen.“
Die Agentur schätzt, dass die Gasimporte für die Stromerzeugung im Jahr 2024 ohne die neue Kapazität aus Erneuerbaren um fast 40 % höher ausgefallen wären, was Kosten von 26 Milliarden Dollar vermieden hat. Die Importe deckten 2024 noch immer fast 70 % des gesamten Energieverbrauchs Spaniens.
- 2015
- 35 %
- 2025
- 56 %
Daten aus dem Artikeltext
Empfehlungen zu Netz, Kernkraft und Steuern
Die IEA erklärt, hohe Stromsteuern sendeten ein Signal gegen die Elektrifizierung, da fossile Brennstoffe eine geringere Steuerlast tragen. Sie fordert Spanien auf, die geplanten Abschalttermine für Kernkraftwerke zu überdenken und eine Verschiebung „von Fall zu Fall“ zu prüfen, und verweist auf die Verlängerung für Almaraz. Auch die Netzstabilität und Resilienz bezeichnet sie nach dem Stromausfall vom April 2025 als zentrale Herausforderung. Die Agentur empfiehlt, den Mix der Erneuerbaren stärker in Richtung Wind und Speicher auszubalancieren, da der Ausbau stark auf großen Solaranlagen beruht habe.
Abregelungen und Einsparungen am Markt
Der Verband der Erneuerbaren Appa erklärte bei der Vorstellung seiner Jahresstudie am 23. Oktober, die Abregelung erneuerbarer Erzeugung sei 2025 um 55,2 % auf 19,69 TWh gestiegen – genug, um 6,3 Millionen Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Die Erzeugung aus Erneuerbaren wuchs 2025 trotz 12,5 GW neuer Kapazität nur um 1 %, während die Stromerzeugung aus Gas um mehr als 16 % zunahm. Appas Generaldirektor José María González Moya sagte, die Verringerung der Abregelungen müsse Priorität haben.
Appa schätzt, dass die Erneuerbaren die täglichen Stromkosten am Markt im Jahr 2025 um 7.589 Millionen Euro senkten, 8,8 % mehr als 2024, bzw. um 60,71 Euro pro MWh. Ohne sie hätte der Markt nach ihrer Berechnung 126 Euro pro MWh erreicht. Die Erneuerbaren deckten in jenem Jahr 54,3 % des im Land verbrauchten Stroms.
Andalusien wehrt sich gegen das Dekret
Laut ABC Tu Diario en Español legte die KI-Abteilung Andalusiens elf Einwände gegen den Dekretentwurf ein und argumentierte, dessen Anforderungen seien im Sommer, wenn die Temperaturen 46 Grad erreichen können, „sogar unerreichbar“. Sie forderte Flexibilität beim Energieverbrauch (PUE) und beim Wasserverbrauch (WUE). Dasselbe Medium berichtet, Industrieminister Jordi Hereu habe alle Einwände zurückgewiesen und die Auflagen beibehalten, um künftigen Widerstand gegen benötigte Infrastruktur zu vermeiden. Die Regierung wolle das Dekret offenbar noch vor den Parlamentswahlen am 29. November verabschieden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- El PeriódicoDie IEA rügt Spanien für hohe Stromsteuern und fordert eine „Fall-zu-Fall“-Überprüfung der Schließung von KernkraftwerkenLa AIE abronca a España por los altos impuestos de la luz y pide revisar "caso por caso" el cierre de las nucleares · Original auf Spanisch
- eldiario.esDie Regierung warnt vor den Auswirkungen von Rechenzentren auf Strompreise und CO2-EmissionenEl Gobierno alerta del impacto de los centros de datos en el precio de la luz y las emisiones de CO2 · Original auf Spanisch
- europa pressDie Regierung warnt vor den Auswirkungen von Rechenzentren auf den Preis...El Gobierno alerta del impacto de los centros de datos en el precio... · Original auf Spanisch
- eldiario.esDie IEA lobt den „beeindruckenden“ Fortschritt der erneuerbaren Energien in Spanien, fordert aber mehr ElektrifizierungLa AIE alaba el "impresionante" progreso de las renovables en España, pero reclama más electrificación · Original auf Spanisch
- Jordi Hereu
- Spanischer Industrieminister, der Andalusiens Einwände gegen den Entwurf des Rechenzentrums-Dekrets zurückwies
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