Energie & Handel · Madrid
Spaniens regulierte Stromrechnung steigt im Oktober um 7,2 Prozent – gasgetriebene Großhandelspreise treiben den Anstieg
Die OCU beziffert die regulierte PVPC-Stromrechnung für einen Haushalt mit 4,6 kW und 292 kWh im Oktober 2026 auf 92,44 Euro, nach 86,22 Euro im September. Die Steuerentlastung nach dem Königlichen Dekret 18/2026 greift nicht, und eine Analyse von HelloWatt prognostiziert für November 2026 einen Durchschnitt von rund 72 Euro.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, RTVE.es und europa press. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die OCU berechnet die PVPC-Rechnung für einen Haushalt mit 4,6 kW und 292 kWh im Oktober 2026 auf 92,44 Euro, gegenüber 86,22 Euro im September. Seit Oktober 2025 ist die Rechnung um 28 Prozent gestiegen.
Das von Gaskraftwerken genutzte Gas verteuerte sich im Oktober von 74 auf 98 Euro pro Megawattstunde. Gemeldet werden Pool-Durchschnittspreise von 165 Euro/MWh und 166,65 Euro/MWh (OMIE-Daten), letzterer der höchste Monatsdurchschnitt seit Oktober 2022.
Laut OCU wurden die Senkung der Mehrwertsteuer auf 10 Prozent und der Stromsteuer auf 0,5 Prozent nach dem Königlichen Dekret 18/2026 nicht ausgelöst, weil die an den Verbraucherpreisindex gekoppelte Bedingung nicht erfüllt war. Den gleichen Berichten zufolge gelten die Senkungen nicht für November-Rechnungen für den Oktoberverbrauch.
Eine Analyse von HelloWatt schätzt für November 2026 einen Durchschnitt von 71,60 Euro, 38 Prozent über November 2025 und 19,69 Euro mehr.
Preisanstieg im Oktober
Der regulierte Stromtarif Spaniens, bekannt als PVPC, ist im Oktober 2026 gegenüber September um 7,2 Prozent gestiegen. Das geht aus Berechnungen der Verbraucherorganisation Organización de Consumidores y Usuarios (OCU) hervor. Für einen Haushalt mit 4,6 Kilowatt Vertragsleistung und 292 Kilowattstunden Monatsverbrauch erreichte die Rechnung 92,44 Euro, nach 86,22 Euro im September. Seit Oktober 2025 ist die Rechnung für regulierte Kunden um 28 Prozent gestiegen. Eine zweite Berechnung, die von einem Verbrauch von 202 kWh ausgeht, kommt auf 92 Euro gegenüber 86 Euro im September. Nach Angaben der CNMC beziehen mehr als 8 Millionen Haushalte den PVPC-Tarif.
- 2026-09
- 86.22 Euro
- 2026-10
- 92.44 Euro
Daten aus dem Artikeltext
Gaspreise und Großhandelsstrom
Die OCU führt den Anstieg auf einen höheren Großhandelspreis zurück, den sie mit einem starken Anstieg der Gaspreise und einer geringeren Erzeugung aus Solar- und Windanlagen in Verbindung bringt. Eine Zahlenreihe beziffert den durchschnittlichen Oktober-Poolpreis auf 165 Euro pro Megawattstunde, 15,4 Prozent über dem Vormonat. Eine andere, unter Verweis auf Daten des iberischen Marktbetreibers OMIE, nennt 166,65 Euro – der höchste Monatsdurchschnitt seit Oktober 2022. Gas verteuerte sich im Monatsverlauf von 74 auf 98 Euro pro Megawattstunde, und Gaskraftwerke verbrennen es in vielen Stunden des Monats. Ein Bericht bringt den Energiepreisanstieg mit dem Krieg im Iran und weiteren internationalen Spannungen in Verbindung, ein anderer verweist auf die Krise im Nahen Osten und Einschränkungen in der Straße von Hormus.
Steuerentlastung greift nicht
Laut OCU wird der Preisanstieg nicht durch niedrigere Steuern ausgeglichen. Das im September von der Regierung beschlossene Königliche Dekret 18/2026 sieht eine Mehrwertsteuer von 10 Prozent statt der üblichen 21 Prozent und eine Stromsteuer von 0,5 Prozent statt 5,1 Prozent vor. Beide Senkungen hängen an einer an den Verbraucherpreisindex gekoppelten Schutzklausel, und nach Angaben der OCU ist diese Bedingung nicht erfüllt. Die Klausel setzt voraus, dass die Strompreise im Vormonat im Verbraucherpreisindex um mehr als 15 Prozent gestiegen sind; im September lag der Anstieg nach Angaben des INE bei 11,4 Prozent. Derselbe Bericht besagt, dass die Stromsteuer in voller Höhe erhoben wird und die Senkungen nicht für November-Rechnungen für den Oktoberverbrauch gelten. Die OCU empfiehlt Verbrauchern, ihre Lieferverträge zu prüfen, insbesondere indexierte Tarife, die der Marktvolatilität stärker ausgesetzt sind.
Der Ausblick auf November
Eine Analyse des Energievergleichsportals HelloWatt erwartet für einen typischen Haushalt im November 2026 eine durchschnittliche regulierte Rechnung von 71,60 Euro. Das sind 38 Prozent mehr als im November 2025, ein Anstieg um 19,69 Euro. Dieselbe Analyse rechnet wegen milderem Wetter mit einem Verbrauchsrückgang von etwa 4 Prozent, und Aemet sagt Temperaturen über dem saisonalen Mittel voraus. Der Energieteil des PVPC dürfte bei rund 0,215 Euro pro Kilowattstunde liegen. Entspräche der Verbrauch dem Niveau vom November 2025, läge die Rechnung bei 73,75 Euro. Laut der Analyse wäre es die teuerste November-Rechnung seit vier Jahren. Mérida, Palma und Sevilla verzeichnen die größten Anstiege zwischen 24 und 26 Euro, während Cuenca, Ávila und León am anderen Ende der Spanne liegen; die Unterschiede ergeben sich aus dem kommunalen Verbrauch.
- Durchschnittliche Rechnung November 2026
- 71.6 Euro
- Bei Verbrauchsniveau vom November 2025
- 73.75 Euro
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLWir werden weniger Strom verbrauchen, aber mehr bezahlen: Warum es die teuerste Rechnung seit vier Jahren wirdConsumiremos menos luz pero pagaremos más: por qué será la factura más cara en cuatro años · Original auf Spanisch
- RTVE.esDie Stromrechnung ist im Oktober um 7,2% gestiegen und übersteigt im Durchschnitt bereits 92 Euro, da der Gaspreis in die Höhe geschossen istLa factura de la luz ha subido un 7,2% en octubre y ya supera los 92 euros de media, al estar disparado el precio del gas · Original auf Spanisch
- europa pressDie Stromrechnung steigt im Oktober weiter und wird um 7% zunehmenEl recibo de la luz sigue al alza en octubre y subirá un 7% · Original auf Spanisch
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