Gesundheit & Bildung · Madrid

Spanien begrenzt Bereitschaftsdienste von Assistenzärzten auf 17 Stunden – Dekret verabschiedet

Spaniens Kabinett hat am Dienstag, 3. November 2026, ein Königliches Dekret verabschiedet, das die 24-Stunden-Bereitschaftsdienste von Assistenzärzten beendet und die Schichten auf 17 Stunden begrenzt. Der Verband der Assistenzärzte kritisiert, dass die Vergütungsfrage offen bleibt, und fordert die Rücknahme.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Der Ministerrat verabschiedet das Königliche Dekret
  2. 1.01.Ausbildungszuschlag und Gehaltsanpassung gelten erstmals
  3. 1.09.Die Arbeitszeitgrenzen treten in Kraft

Was das Dekret ändert

Der Ministerrat hat am Dienstag, 3. November 2026, ein Königliches Dekret verabschiedet, das die Arbeitsbedingungen der Assistenzärzte – in Spanien als MIR bekannt – neu regelt. Es schafft die 24-Stunden-Bereitschaftsdienste ab und begrenzt jeden Bereitschaftsdienst auf 17 Stunden, die zusammen mit der Regelarbeitszeit gezählt werden. Ein Assistenzarzt, der bereits sieben reguläre Stunden gearbeitet hat, kann daher noch bis zu 10 weitere Stunden Bereitschaft leisten. Zwischen den Schichten müssen die Assistenzärzte 12 zusammenhängende Stunden Ruhe und 24 ununterbrochene Stunden Wochenruhe erhalten; diese Pausen können weder aufgehoben noch später nachgeholt werden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums dürfen Assistenzärzte bis zu vier Bereitschaftsmodule pro Monat leisten, jedes 17 Stunden lang, wobei ein zusätzliches Modul nur aus gerechtfertigten Ausbildungsgründen zulässig ist. Freiwillig sind bis zu sieben pro Monat möglich. Regelarbeitszeit plus Bereitschaftsdienste dürfen im Quartalsdurchschnitt 45 Stunden nicht überschreiten. Der Staatssekretär für Gesundheit, Javier Padilla, schloss Ausnahmen für Wochenenden oder schwer zu besetzende Tage aus und nannte einen knappen Grund:

„Assistenzärzte sind kein strukturelles Personal.“

Javier Padilla, Staatssekretär für Gesundheit

Vergütung und Ausbildungszuschlag

Die Assistenzärzte behalten ihr Grundgehalt, und das Dekret fügt einen darauf berechneten Ausbildungszuschlag hinzu. Die Mindestsätze liegen bei 18 % im ersten Jahr, 28 % im zweiten, 38 % im dritten, 48 % im vierten und 58 % im fünften; die Regionen können mehr zahlen. Eine gesonderte Garantie sichert die Vergütung bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit, Geburt, Adoption, Pflegschaft sowie bei Schwangerschafts- oder Stillrisiko. Innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten muss der Consejo Interterritorial del Sistema Nacional de Salud gemeinsame Kriterien für eine Wohnbeihilfe festlegen, die Lebenshaltungskosten, Wohnen, Insellage und ländlichen Raum abdeckt.

Mindestausbildungszuschlag nach Ausbildungsjahr%
1. Jahr
18 %
2. Jahr
28 %
3. Jahr
38 %
4. Jahr
48 %
5. Jahr
58 %

Daten aus dem Artikeltext

Die Vergütungsänderungen gelten ab 1. Januar 2027, und El Mundo berichtet, dass die Assistenzärzte, die im Januar 2027 die MIR-Prüfung ablegen, als erste das vollständige Paket erhalten. Die Assistenzärzte haben sich lange auf Bereitschaftsdienste gestützt, um ihr Einkommen aufzubessern; der Sindicato Médico Andaluz beziffert das durchschnittliche Bruttogehalt in Spanien auf 1.477 Euro, je nach Region unterschiedlich.

Assistenzärzte lehnen die Reform ab

Die Asociación MIR España (AME) lehnt das Dekret ab, begrüßt jedoch die Verbesserungen bei Arbeitszeit, Ruhe und Gefahrenprävention. Ihr Hauptkritikpunkt ist, dass weniger Bereitschaftsdienste ohne angemessenen Ausgleich das Monatseinkommen der Assistenzärzte senken würden – ein Problem für jene, die auf Bereitschaftsdienste angewiesen sind, um ein anständiges Gehalt zu verdienen. Der Verband ergänzt, dass der Reform der Konsens und zusätzliche Mittel für die ärztliche Weiterbildung fehlen. Interne Umfragen der AME zeigen, dass mehr als 90 % der befragten Assistenzärzte den aktuellen Text ablehnen; die Organisation will die Parteien auffordern, ihn zurückzunehmen. In einem Satz fasst sie ihre Haltung zusammen:

„Sie zwingt uns, zwischen mehr Ruhe und weniger Einkommen zu wählen.“

Asociación MIR España

Ärztekammer begrüßt den Text mit Einschränkungen

Die Organización Médica Colegial (OMC) sieht das positiver. Juan Pablo Carrasco, ihr nationaler Vertreter der jungen Ärzte, sagte, der Text enthalte bereits viele der Vorschläge der Kammer. Die nächste Bewährungsprobe beschrieb er in einem Satz:

„Die Herausforderung besteht darin, dass der darin festgelegte Rechtsrahmen eingehalten wird.“

Juan Pablo Carrasco, Nationaler Vertreter

Er fügte hinzu, Regeln auf dem Papier garantierten keine besseren Bedingungen, und die Reform sei ein erster Schritt, um Fachkräfte zu halten und zu gewinnen.

Zeitplan und Hintergrund

Das Dekret folgt auf das Auslaufen des Estatuto Marco, eines Rahmengesetzes für andere Ärzte, das mit der Ausrufung der Wahl scheiterte. Vor der Abstimmung hatte das Ministerium angekündigt, die Genehmigung mehrerer ausstehender Regelungen zu beschleunigen, darunter diese. Regierungssprecherin Elma Saiz gab die Genehmigung bekannt. Das Dekret tritt am Tag nach seiner Veröffentlichung im Boletín Oficial del Estado (BOE) in Kraft; seine Arbeitszeitgrenzen gelten ab 1. September 2027.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
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