Gesundheit & Bildung · Madrid
Spanien begrenzt Bereitschaftsdienste von Assistenzärzten auf 17 Stunden – Dekret verabschiedet
Spaniens Kabinett hat am Dienstag, 3. November 2026, ein Königliches Dekret verabschiedet, das die 24-Stunden-Bereitschaftsdienste von Assistenzärzten beendet und die Schichten auf 17 Stunden begrenzt. Der Verband der Assistenzärzte kritisiert, dass die Vergütungsfrage offen bleibt, und fordert die Rücknahme.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das am Dienstag, 3. November 2026, vom Ministerrat verabschiedete Dekret schafft die 24-Stunden-Bereitschaftsdienste ab und begrenzt jeden Bereitschaftsdienst auf 17 Stunden, die zusammen mit der Regelarbeitszeit gezählt werden.
Assistenzärzte dürfen bis zu vier Bereitschaftsmodule von 17 Stunden pro Monat leisten, ein zusätzliches Modul aus gerechtfertigten Ausbildungsgründen und bis zu sieben pro Monat auf freiwilliger Basis.
Der Mindestausbildungszuschlag beginnt bei 18 % im ersten Jahr und erreicht 58 % im fünften; die Vergütungsänderungen gelten ab 1. Januar 2027.
Die Asociación MIR España erklärt, ihre internen Umfragen zeigten, dass mehr als 90 % der befragten Assistenzärzte den aktuellen Text ablehnen; sie will die Parteien auffordern, ihn zurückzunehmen.
Die Arbeitszeitgrenzen treten am 1. September 2027 in Kraft und geben den Zentren Zeit zur Anpassung; die Regelungen zu flexiblen Arbeitszeiten für Assistenzärzte mit Kindern unter 12 Jahren gelten ab der Veröffentlichung im BOE.
- 3.11.Der Ministerrat verabschiedet das Königliche Dekret
- 1.01.Ausbildungszuschlag und Gehaltsanpassung gelten erstmals
- 1.09.Die Arbeitszeitgrenzen treten in Kraft
Was das Dekret ändert
Der Ministerrat hat am Dienstag, 3. November 2026, ein Königliches Dekret verabschiedet, das die Arbeitsbedingungen der Assistenzärzte – in Spanien als MIR bekannt – neu regelt. Es schafft die 24-Stunden-Bereitschaftsdienste ab und begrenzt jeden Bereitschaftsdienst auf 17 Stunden, die zusammen mit der Regelarbeitszeit gezählt werden. Ein Assistenzarzt, der bereits sieben reguläre Stunden gearbeitet hat, kann daher noch bis zu 10 weitere Stunden Bereitschaft leisten. Zwischen den Schichten müssen die Assistenzärzte 12 zusammenhängende Stunden Ruhe und 24 ununterbrochene Stunden Wochenruhe erhalten; diese Pausen können weder aufgehoben noch später nachgeholt werden.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums dürfen Assistenzärzte bis zu vier Bereitschaftsmodule pro Monat leisten, jedes 17 Stunden lang, wobei ein zusätzliches Modul nur aus gerechtfertigten Ausbildungsgründen zulässig ist. Freiwillig sind bis zu sieben pro Monat möglich. Regelarbeitszeit plus Bereitschaftsdienste dürfen im Quartalsdurchschnitt 45 Stunden nicht überschreiten. Der Staatssekretär für Gesundheit, Javier Padilla, schloss Ausnahmen für Wochenenden oder schwer zu besetzende Tage aus und nannte einen knappen Grund:
„Assistenzärzte sind kein strukturelles Personal.“
Vergütung und Ausbildungszuschlag
Die Assistenzärzte behalten ihr Grundgehalt, und das Dekret fügt einen darauf berechneten Ausbildungszuschlag hinzu. Die Mindestsätze liegen bei 18 % im ersten Jahr, 28 % im zweiten, 38 % im dritten, 48 % im vierten und 58 % im fünften; die Regionen können mehr zahlen. Eine gesonderte Garantie sichert die Vergütung bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit, Geburt, Adoption, Pflegschaft sowie bei Schwangerschafts- oder Stillrisiko. Innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten muss der Consejo Interterritorial del Sistema Nacional de Salud gemeinsame Kriterien für eine Wohnbeihilfe festlegen, die Lebenshaltungskosten, Wohnen, Insellage und ländlichen Raum abdeckt.
- 1. Jahr
- 18 %
- 2. Jahr
- 28 %
- 3. Jahr
- 38 %
- 4. Jahr
- 48 %
- 5. Jahr
- 58 %
Daten aus dem Artikeltext
Die Vergütungsänderungen gelten ab 1. Januar 2027, und El Mundo berichtet, dass die Assistenzärzte, die im Januar 2027 die MIR-Prüfung ablegen, als erste das vollständige Paket erhalten. Die Assistenzärzte haben sich lange auf Bereitschaftsdienste gestützt, um ihr Einkommen aufzubessern; der Sindicato Médico Andaluz beziffert das durchschnittliche Bruttogehalt in Spanien auf 1.477 Euro, je nach Region unterschiedlich.
Assistenzärzte lehnen die Reform ab
Die Asociación MIR España (AME) lehnt das Dekret ab, begrüßt jedoch die Verbesserungen bei Arbeitszeit, Ruhe und Gefahrenprävention. Ihr Hauptkritikpunkt ist, dass weniger Bereitschaftsdienste ohne angemessenen Ausgleich das Monatseinkommen der Assistenzärzte senken würden – ein Problem für jene, die auf Bereitschaftsdienste angewiesen sind, um ein anständiges Gehalt zu verdienen. Der Verband ergänzt, dass der Reform der Konsens und zusätzliche Mittel für die ärztliche Weiterbildung fehlen. Interne Umfragen der AME zeigen, dass mehr als 90 % der befragten Assistenzärzte den aktuellen Text ablehnen; die Organisation will die Parteien auffordern, ihn zurückzunehmen. In einem Satz fasst sie ihre Haltung zusammen:
„Sie zwingt uns, zwischen mehr Ruhe und weniger Einkommen zu wählen.“
Ärztekammer begrüßt den Text mit Einschränkungen
Die Organización Médica Colegial (OMC) sieht das positiver. Juan Pablo Carrasco, ihr nationaler Vertreter der jungen Ärzte, sagte, der Text enthalte bereits viele der Vorschläge der Kammer. Die nächste Bewährungsprobe beschrieb er in einem Satz:
„Die Herausforderung besteht darin, dass der darin festgelegte Rechtsrahmen eingehalten wird.“
Er fügte hinzu, Regeln auf dem Papier garantierten keine besseren Bedingungen, und die Reform sei ein erster Schritt, um Fachkräfte zu halten und zu gewinnen.
Zeitplan und Hintergrund
Das Dekret folgt auf das Auslaufen des Estatuto Marco, eines Rahmengesetzes für andere Ärzte, das mit der Ausrufung der Wahl scheiterte. Vor der Abstimmung hatte das Ministerium angekündigt, die Genehmigung mehrerer ausstehender Regelungen zu beschleunigen, darunter diese. Regierungssprecherin Elma Saiz gab die Genehmigung bekannt. Das Dekret tritt am Tag nach seiner Veröffentlichung im Boletín Oficial del Estado (BOE) in Kraft; seine Arbeitszeitgrenzen gelten ab 1. September 2027.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La RazónAssistenzärzte lehnen Gesundheitsreform ab: Sie zwingt uns zur Wahl zwischen mehr Ruhe oder weniger VerdienstLos MIR rechazan la reforma de Sanidad: "Nos obliga a elegir entre descansar más o cobrar menos" · Original auf Spanisch
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLGesundheitsministerium begrenzt Bereitschaftsdienste von Assistenzärzten in einer Eilregelung, die bei den Ärzten auf Ablehnung stößtSanidad limita las guardias de los MIR en una norma 'in extremis' que no gusta a los residentes · Original auf Spanisch
- EL PAÍSGesundheitsministerium begrenzt Bereitschaftsdienste von Assistenzärzten auf maximal 17 StundenSanidad limita a un máximo de 17 horas las guardias de los médicos residentes · Original auf Spanisch
- El ConfidencialGesundheitsministerium begrenzt Bereitschaftsdienste von Assistenzärzten auf 17 Stunden und erhöht deren VergütungSanidad limita a 17 horas las guardias de los residentes y eleva sus retribuciones · Original auf Spanisch
- Javier Padilla
- Staatssekretär für Gesundheit, der den Ansatz des Dekrets ohne Ausnahmen bei Bereitschaftsdiensten verteidigte
- Juan Pablo Carrasco
- Nationaler Vertreter der jungen Ärzte bei der Organización Médica Colegial
- Elma Saiz
- Regierungssprecherin, die die Genehmigung des Königlichen Dekrets bekannt gab
- Mónica García
- Ministerin, deren Ministerium die Reform der Arbeitsbedingungen von Assistenzärzten vorantrieb
- Orte
- Madrid
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