Verkehr · Urda, Madrid und Adamuz
Zwei Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien kollidiert – mindestens 68 Tote bei Urda
Ein Iryo-Express und ein Renfe-Hochgeschwindigkeitszug sind am 28. Oktober bei Urda in der spanischen Provinz Toledo zusammengestoßen; mindestens 68 Menschen starben. Rettungskräfte durchsuchten die Trümmer die ganze Nacht, und am Abend des 28. Oktober kam es in Madrid zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Nasz Dziennik, Irish Independent, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Mindestens 68 Menschen sind gestorben; die Zahl der Verletzten variiert je nach Quelle: Eine Zählung nennt 77, der Regionalpräsident sprach von mindestens 100, davon etwa 50 schwer.
Der Iryo-Express war wegen einer Signalstörung zum Stehen gekommen, während der Renfe-Zug Berichten zufolge nach einem IT-Systemausfall an einem roten Signal vorbeifahren durfte – nach Angaben der spanischen Behörden ein Verstoß gegen die Verfahren.
Am Abend des 28. Oktober versammelten sich rund 1.500 Menschen vor dem Verkehrsministerium; nach Spannungen mit Teilen der Menge setzte die Polizei Tränengas ein.
Unter den Toten ist laut der Partido Popular die frühere Arbeitsministerin Fatima Bañez, 59.
Mitte Januar 2026 starben bei einem Unglück nahe Adamuz in der Provinz Córdoba 45 Menschen, 122 wurden verletzt.
- Januar 2026Drei hintere Wagen eines Iryo-Hochgeschwindigkeitszugs entgleisen nahe Adamuz in der Provinz Córdoba und werden von einem Alvia-Zug erfasst; 45 Tote, 122 Verletzte
- 28.10.Ein Iryo-Express und ein Renfe-Hochgeschwindigkeitszug stoßen nahe Urda in der Provinz Toledo zusammen; in den beiden Zügen befinden sich 544 Menschen
- 28.10.Die Polizei setzt Tränengas ein, um rund 1.500 Demonstranten vor dem Verkehrsministerium in Madrid aufzulösen
- 29.10.Die Zahl der Toten wird mit mindestens 68 angegeben, während die Suche in den Trümmern weitergeht
Was geschah
Am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, stießen gegen 9 Uhr ein Iryo-Express und ein Renfe-Hochgeschwindigkeitszug bei hoher Geschwindigkeit nahe Urda in der Provinz Toledo zusammen, rund 130 Kilometer südlich von Madrid. Beide Züge waren zwischen Madrid und Sevilla unterwegs, insgesamt befanden sich 544 Menschen an Bord. Der Renfe-Zug prallte auf den Iryo-Express, der wegen einer Signalstörung zum Stehen gekommen war, so eine mit dem Unglück vertraute Person. Zwei Wagen des Iryo-Zugs entgleisten und stürzten einen Bahndamm hinab, mehrere weitere blieben auf einem aufgeständerten Streckenabschnitt stehen. Überlebende berichteten, Passagiere seien durch den Aufprall durch den Wagen geschleudert worden; ein Wagen geriet in Brand.
Opferzahl und Verletzte
Mindestens 68 Menschen sind gestorben, und die Suche nach weiteren Opfern dauert an, weil die Rettungskräfte weitere Leichen in den Trümmern nicht ausschließen. Die Angaben zu den Verletzten weichen voneinander ab: Eine Zählung nennt 77, eine andere mehr als 50, und der Regionalpräsident sprach von mindestens 100, davon etwa 50 schwer. Die Rettungskräfte setzten in der Nacht Flutlicht und drei Kräne ein, um zwei schwer beschädigte Wagen zu heben. Mercedes Martín, Sprecherin der Guardia Civil in Madrid, sagte, die Einsatzkräfte würden die ganze Nacht bleiben, während Angehörige nach Vermissten suchten. Unter den Toten ist laut der oppositionellen Partido Popular die frühere Arbeitsministerin Fatima Bañez, 59, die das Amt von 2011 bis 2018 unter Mariano Rajoy innehatte.
Ursache wird untersucht
Verkehrsminister Óscar Puente sagte, menschliches Versagen sei eine mögliche Ursache des Unglücks. Er nannte die Entscheidung, den Renfe-Zug an einem roten Signal vorbeifahren zu lassen, obwohl sich ein weiterer Zug auf dem Gleis davor befand, unerklärlich. Berichten zufolge erhielt der Renfe AVE nach einem IT-Systemausfall die Erlaubnis zur Weiterfahrt. Die spanischen Behörden erklärten, diese Erlaubnis habe gegen die geltenden Verfahren verstoßen; der Iryo-Zug sei dagegen wegen einer Signalstörung angehalten worden.
Proteste in Madrid
Am späten Abend des 28. Oktober versammelten sich rund 1.500 Menschen vor dem Verkehrsministerium in Madrid zu einer Protestaktion, zu der rechtsextreme Gruppen nach dem Unglück aufgerufen hatten. Zwischen Teilen der Menge und der Polizei kam es zu Spannungen. Die Beamten setzten anschließend Tränengas ein, um die Demonstration aufzulösen. Die Demonstranten machten die Regierung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und Verkehrsminister Óscar Puente für das Unglück verantwortlich.
Zweites tödliches Zugunglück in diesem Jahr
Es ist das zweite schwere Bahnunglück in Spanien im Jahr 2026 und das zweite tödliche Zugunglück innerhalb von neun Monaten. Mitte Januar entgleisten drei hintere Wagen eines Iryo-Hochgeschwindigkeitszugs nahe Adamuz in der Provinz Córdoba und stießen mit einem Alvia-Zug von Madrid nach Huelva zusammen; 45 Menschen starben, 122 wurden verletzt. Nach diesem Unglück warfen die oppositionelle Partido Popular und Vox der Regierung Sánchez Vernachlässigung des Schienennetzes vor. Nach der Kollision vom 28. Oktober verlagerte sich die politische Auseinandersetzung zurück auf die Straßen von Madrid.
- Santiago de Compostela, 2013
- 78 Tote
- Adamuz, Mitte Januar 2026
- 45 Tote
- Urda, 28. Oktober 2026 (mindestens)
- 68 Tote
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Nasz DziennikSpanien: Unruhen in MadridHiszpania: Zamieszki w Madrycie · Original auf Polnisch
- Irish IndependentHochgeschwindigkeitszugunglück fordert mindestens 68 Tote und 77 Verletzte bei einer der schlimmsten Bahnkatastrophen SpaniensHigh-speed train crash leaves at least 68 dead and 77 injured in one of Spain's worst rail disasters · Original auf Englisch
- Der Tagesspiegel68 Tote nach spanischem Zugunglück: Suche nach Opfern geht auch in der Nacht weiter - Ausschreitungen in Madrid
- TVP InfoUnruhen nach Zugkatastrophe. Polizei setzte Tränengas einZamieszki po katastrofie kolejowej. Policja użyła gazu łzawiącego · Original auf Polnisch
- Pedro Sánchez
- Sozialdemokratischer Ministerpräsident Spaniens, dessen Regierung die Demonstranten für das Unglück verantwortlich machten
- Óscar Puente
- Spanischer Verkehrsminister, der menschliches Versagen als eine mögliche Ursache des Unglücks nannte
- Fatima Bañez
- Frühere Ministerin für Arbeit und soziale Sicherheit, 59, laut der Partido Popular unter den Toten
- Mercedes Martín
- Sprecherin der Guardia Civil in Madrid, die über die nächtliche Suche sprach
- Mariano Rajoy
- Früherer spanischer Ministerpräsident, unter dem Fatima Bañez von 2011 bis 2018 diente
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