Wahlen · Hoyocasero

Bürgermeister von Ávila verurteilt Sarg mit Pedro-Sánchez-Bild am Rathaus von Hoyocasero

Der Bürgermeister von Hoyocasero, Iván Picós von der PP, erstattete wegen der Aktion Anzeige bei der Guardia Civil, während Frente Amplio den Fall an die Junta Electoral de Zona de Ávila weitergab.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, EL MUNDO, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Hoyocasero · Spanien
Wie es dazu kam
  1. Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2026Sarg mit dem Bild von Pedro Sánchez auf dem Rathausbalkon aufgestellt
  2. 2. November 2026Frente Amplio reicht Beschwerde bei der Junta Electoral de Zona de Ávila ein
  3. 3. November 2026Bürgermeister veröffentlicht Erklärung, in der er die Aktion verurteilt, und meldet die Anzeige bei der Guardia Civil

Die Aktion in Hoyocasero

Ein Sarg aus Pappe wurde auf dem Hauptbalkon des Rathauses von Hoyocasero, einem Dorf mit 300 Einwohnern rund 50 Kilometer südlich von Ávila, neben den offiziellen Flaggen aufgestellt. Das Foto von Frente Amplio zeigt ein rotes Kreuz, das Wort „RIP“ und ein Bild des Regierungspräsidenten Pedro Sánchez. Der Sarg tauchte in den frühen Morgenstunden zwischen dem 31. Oktober und dem 1. November auf, wer ihn dort platzierte, ist unbekannt. Frente Amplio deutete die beiden auf dem unteren Teil des Sarges aufgedruckten Jahreszahlen als Hinweis auf 2018, als Sánchez nach einem Misstrauensvotum an die Macht kam, und auf 2026, was nach Auffassung der Koalition den Verlust der für den 29. November angesetzten Parlamentswahlen nahelegt.

Bürgermeister verurteilt die Aktion

Iván Picós von der PP war nicht im Dorf, als der Sarg auftauchte; ein Ratsmitglied informierte ihn über das Geschehene. Anschließend sprach er mit den beiden Ratsmitgliedern der Gemeinde, die sich darauf verständigten, den Pappsarg „sofort“ zu entfernen. Picós sagte, das Vorgehen sei koordiniert und zwischen dem Bürgermeisteramt und beiden Ratsmitgliedern abgestimmt gewesen, und bezeichnete die Tat als „absolut bedauerlich, inakzeptabel und unvereinbar“ mit dem demokratischen Zusammenleben. Zudem erstattete er Anzeige bei der Guardia Civil, damit die Verantwortlichen identifiziert werden können.

„Politische Differenzen können niemals Respektlosigkeit, Einschüchterung, persönliche Herabsetzung oder Handlungen rechtfertigen, die die Würde von Menschen oder demokratischen Institutionen untergraben.“

Iván Picós

Picós fügte hinzu, die Einwohner der Gemeinde seien fleißig, respektvoll und dem Zusammenleben verpflichtet, und das Rathaus werde den Respekt gegenüber den Institutionen verteidigen, egal welche Partei regiere.

Wahlbeschwerde und Reaktionen der Parteien

Frente Amplio, eine Wahlkoalition, reichte am 2. November Beschwerde bei der Junta Electoral de Zona de Ávila gegen den Gemeinderat ein. Sie argumentiert, die Aktion verletze die politische und institutionelle Neutralität und könne den Tatbestand eines Hassverbrechens nach dem Strafgesetzbuch erfüllen. Die Koalition beruft sich auf Artikel 103.1 der spanischen Verfassung, die Artikel 8.1 und 50.2 des Organgesetzes über das allgemeine Wahlregime (LOREG) sowie auf die Vereinbarung der Junta Electoral Central vom 4. Dezember 2017, die Parteisymbole an öffentlichen Gebäuden verbietet. Frente Amplio forderte zudem die sofortige Entfernung des nachgebildeten Sargs.

Carlos Montesino, Generalsekretär der PSOE in Ávila, nannte die Aktion „absolut unerträglich“. Er verwies auf frühere Proteste vor der PSOE-Zentrale in der Madrider Calle Ferraz, bei denen eine Erhängung nachgestellt und eine Puppe mit dem Bildnis Sánchez’ geschlagen wurde.

„Wir können nicht zulassen, dass die Darstellung des Todes eines politischen Gegners als Ausdruck der Ablehnung seiner Entscheidungen normalisiert wird.“

Carlos Montesino

Die PSOE forderte das Rathaus von Hoyocasero auf, aufzuklären, wie die Gegenstände auf seinen Balkon gelangten, ohne im Voraus Verantwortlichkeiten zuzuweisen.

Offene Fragen

Die Berichte enthalten keine Entscheidung der Junta Electoral de Zona de Ávila zur Beschwerde von Frente Amplio. Sie nennen auch keine Ergebnisse der vom Bürgermeister erbetenen Ermittlungen der Guardia Civil. Die Personen, die den Sarg aufstellten, bleiben in den Berichten nicht identifiziert.

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