Regierung · Arredondo, Santander und Hoyocasero

Regierungsdelegierter von Kantabrien wirft PP-Stadtrat vor, ihn auf Ziegenmarkt geohrfeigt zu haben

Pedro Casares, der Regierungsdelegierte in Kantabrien, hat bei der Guardia Civil eine Anzeige gegen den PP-Stadtrat von Ruesga, David Setién, erstattet, weil dieser ihn am Sonntag, 1. November, auf einer Viehmesse in Arredondo geohrfeigt haben soll. Der Stadtrat bestreitet den Angriff, und der Streit hat inzwischen die Spitzen der nationalen Parteien erreicht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, El Confidencial und EL MUNDO. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Arredondo, Santander, Hoyocasero, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 1.11.Mutmaßliche Ohrfeige auf der Ziegenmesse in Arredondo gegen Mittag, während des offiziellen Besuchs von Pedro Casares
  2. 2.11.Casares erstattet bei der Guardia Civil Anzeige gegen David Setién
  3. 3.11.PSOE fordert Feijóo auf, die gewalttätige Drift zu stoppen; Feijóo erklärt, der Stadtrat bestreite den Angriff; Elma Saiz verurteilt Gewalt

Die Anzeige

Pedro Casares, Regierungsdelegierter in Kantabrien und regionaler Generalsekretär der PSOE, hat am Montag, 2. November, bei der Guardia Civil eine Anzeige gegen David Setién erstattet, einen PP-Stadtrat im Stadtrat von Ruesga. Casares wirft ihm einen körperlichen und verbalen Angriff während der Feria ganadera de Arredondo vor, einer Viehmesse am Sonntag, 1. November, bei der er sich zu einem offiziellen Besuch aufhielt. Die Delegación del Gobierno en Cantabria bestätigte die Anzeige in einer Erklärung und erklärte, sie sei auf Empfehlung von Vertretern der Sicherheitskräfte erstattet worden. Zudem existiert ein Einsatzbericht des Nationalpolizisten, der den Delegierten begleitete. In der Erklärung wurde der Beschuldigte nicht namentlich genannt, doch PSOE-Quellen gegenüber EFE identifizierten ihn als PP-Fraktionssprecher im Stadtrat von Ruesga und als Bürgermeisterkandidat der Partei bei den Wahlen 2023.

Was Casares schildert

Casares sagte am Dienstag, 3. November, vor Journalisten, der Vorfall habe sich gegen Mittag nahe dem Kirchplatz von Arredondo ereignet, wo ein traditioneller Ziegenwettbewerb stattfand. Er habe gewartet, um den Bürgermeister Leoncio Carrascal (PRC) zu begrüßen und an einem Informationsprogramm zur Bewerbung der Messe teilzunehmen. Nach seiner Darstellung trat der Stadtrat an ihn heran, um seine Haltung zum Wolfsschutz zu kritisieren, und gab ihm dann eine Ohrfeige, woraufhin der ihn begleitende Sicherheitsbeamte einschritt. Casares sagte, der Mann sei sehr aufgebracht gewesen, habe ihn beschimpft und sich nach dem Beiseiteschaffen in einigen Metern Entfernung mit trotzigem Ton aufgehalten. Es handelt sich um Vorwürfe des Delegierten; der Stadtrat hat sich dazu nicht öffentlich geäußert.

Dementi und interne Untersuchung

Alberto Núñez Feijóo, der PP-Vorsitzende, sagte, der Stadtrat bestreite den Angriff, bestätigte aber, dass die Parteizentrale in der Génova eine Untersuchung eingeleitet habe, um den Hergang zu klären. In einem Interview mit La Sexta versprach Feijóo entschlossenes Handeln, sollte sich die Gewalt bestätigen.

„Ein Angriff auf irgendjemanden, und auf eine Amtsperson, ist mit einer Mitgliedschaft in der PP unvereinbar.“

Alberto Núñez Feijóo, Vorsitzender

PP-Quellen erklärten gegenüber Europa Press und EFE, sie würden sich zu den Ereignissen nicht äußern, und der Stadtrat werde ebenfalls keine Erklärung abgeben.

Reaktionen von Partei und Regierung

Die PSOE forderte in einer Erklärung, Feijóo müsse sofort das beenden, was sie die gewalttätige Drift seiner Partei nannte. Sie verwies auf den Vorfall in Ruesga und auf ein Bild, das auf dem Balkon des Rathauses von Hoyocasero in Ávila gezeigt wurde und einen Sarg mit dem Gesicht des Regierungspräsidenten Pedro Sánchez zeigte. Der Bürgermeister von Hoyocasero, Iván Picós (PP), verurteilte die Aktion und erstattete selbst Anzeige bei der Guardia Civil mit der Bitte um Ermittlungen zur Identifizierung der Verantwortlichen. Rebeca Torró, Organisationssekretärin der PSOE, nannte Feijóo den Hauptverantwortlichen für eine Spirale, die sie als Weg von Beleidigungen zu Übergriffen beschrieb, und schrieb auf X, diese extreme Rechte habe in einer Demokratie keinen Platz.

Regierungssprecherin Elma Saiz äußerte sich zu dem Thema auf der Pressekonferenz nach dem Ministerrat am Dienstag, 3. November. Sie drückte ihre Solidarität mit Casares aus, nannte die Ereignisse sehr ernst und forderte alle politischen Verantwortlichen auf, die Eskalation von Beleidigungen und körperlicher Gewalt zu beenden.

„In einer Demokratie kann man selbstverständlich unterschiedlicher Meinung sein, aber es gibt unter keinen Umständen Raum für irgendeine Form von Gewalt.“

Elma Saiz, Regierungssprecherin

Die weitere Auseinandersetzung

Die PSOE warnte, solches Verhalten werde im Vorfeld des Wahlkampfs normalisiert, wobei der 29. November weniger als einen Monat entfernt sei. Sie argumentierte, Gewalt könne niemals eine Wahlkampfkarte sein. Die Delegación del Gobierno en Cantabria wählte in ihrer Erklärung einen breiteren Ton und bezeichnete die Ereignisse als sehr schweren Schaden für das demokratische Zusammenleben und den politischen Pluralismus.

„Gewalt hat in einer demokratischen Gesellschaft unter keinen Umständen Platz.“

Regierungsdelegation in Kantabrien

Die Erklärung verwies zudem auf die Werte der Verfassung – Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und politischer Pluralismus – und auf ein Klima der Spannung und des Hasses in Spanien. Die Anzeige liegt weiterhin bei der Guardia Civil; ein Ergebnis zu dem mutmaßlichen Angriff wurde nicht gemeldet.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen