Wahlen · Madrid
Spaniens Wahlbehörde eröffnet Sanktionsverfahren gegen Sánchez wegen Guernica-Video
Die Junta Electoral Central forderte Sánchez auf, ein im leeren Museo Reina Sofía gedrehtes Video zu entfernen, und gab einer Beschwerde der PP über die Rentenäußerungen von Ministerin Elma Saiz teilweise statt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, eldiario.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die JEC erklärte, das von Pedro Sánchez im Museo Reina Sofía aufgenommene Video könnte gegen Artikel 50.2 der LOREG verstoßen, und forderte ihn auf, es aus den sozialen Medien zu entfernen.
Sánchez hat nun sechs Sanktionsverfahren der JEC am Hals, zwei davon im Vorwahlkampf; das erste folgte auf seine Pressekonferenz am 6. Oktober in Moncloa.
Am 29. Oktober gab die JEC einer Beschwerde der PP über Rentenaussagen von Ministerin Elma Saiz auf der Pressekonferenz nach dem Ministerrat vom 20. Oktober 2026 teilweise statt.
- 6.10.Pressekonferenz in Moncloa nach einer Sitzung des Ministerrats, gefolgt vom ersten JEC-Verfahren des Vorwahlkampfs
- 20.10.Elma Saiz' Rentenäußerungen auf der Pressekonferenz nach dem Ministerrat
- 29.10.Die JEC eröffnet ein Sanktionsverfahren wegen des Guernica-Videos und gibt der PP-Beschwerde zu Saiz teilweise statt
Die Entscheidung der Behörde
Die Junta Electoral Central (JEC) hat ein Sanktionsverfahren gegen Ministerpräsident Pedro Sánchez eröffnet, der zugleich PSOE-Kandidat für die Wiederwahl ist, wegen eines im Museo Reina Sofía in Madrid aufgenommenen Videos. Der Clip zeigt Sánchez im leeren Museum mit Picassos Guernica hinter sich, wie er argumentiert, Spanien habe in jedem der jüngsten Kriege seine Prinzipien verteidigt – „ohne doppelte Maßstäbe“. Die Behörde erklärte, die Aufnahme und ihre Verbreitung könnten gegen Artikel 50.2 des Wahlgesetzes (LOREG) verstoßen haben, ebenso gegen die Beschränkung, öffentliche Ressourcen außerhalb des Wahlkampfzeitraums kostenlos zu nutzen, wie sie in Artikel 53 festgelegt ist. Europa Press datiert die Veröffentlichung des Videos auf Samstag, 24. Oktober, während eldiario.es angibt, es sei am Montag, 26. Oktober veröffentlicht worden. Die JEC entschied dies in ihrer Sitzung am Donnerstag, 29. Oktober.
Was das Video sagt und was die Behörde verlangte
In dem Clip sagte Sánchez, das Gemälde zeige, was geschehe, wenn Barbarei die Vernunft verdränge, und er behauptete, Spanien habe seine Prinzipien trotz – wie er es nannte – enormen Drucks verteidigt. Die JEC forderte ihn auf, das Video von allen Social-Media-Profilen zu entfernen, auf denen es geteilt wurde. Zudem verpflichtete sie ihn, während des Wahlzeitraums von jeglichen Handlungen abzusehen, die die mit seinem Amt verbundenen öffentlichen Ressourcen nutzen würden. Die Behörde erinnerte sowohl die Präsidentschaft der Regierung als auch das Museum an ihre Pflicht zur institutionellen Neutralität und an das Verbot, öffentliche Einrichtungen für Wahlkampfinhalte zu nutzen.
Reaktion der Opposition
Miguel Tellado, Generalsekretär und Wahlkampfleiter der PP, kritisierte das Video in einem Beitrag auf X, ohne auf dessen Botschaft einzugehen. Er sagte, Sánchez habe das Museum öffnen wollen, um „sein Ego aufzublähen“, und warf ihm vor, Guernica für einen Werbespot im Vorwahlkampf zu vereinnahmen. Die PP wandte sich daraufhin mit ihrer Beschwerde an die JEC, die in ihrer Donnerstagssitzung beschloss, das Verfahren zu eröffnen.
„Da gehört schon einiges an Dreistigkeit dazu. Wieder einmal missbraucht Sánchez Ressourcen, die allen gehören, und eignet sich Guernica an, um im Vorwahlkampf einen Werbespot zu drehen.“
Ein sechstes Verfahren und die Äußerungen der Ministerin
Sánchez sieht sich nun sechs Sanktionsverfahren der JEC gegenüber, und dies ist das zweite, das im Vorwahlkampf eröffnet wurde. Das erste folgte auf eine Pressekonferenz, die er am 6. Oktober nach einer Sitzung des Ministerrats im Palast von Moncloa gab. In einer separaten Entscheidung gab die Behörde einer Beschwerde der PP über Äußerungen von Elma Saiz, Ministerin für soziale Inklusion und Migration sowie Regierungssprecherin, teilweise statt. Ihre Kommentare auf der Pressekonferenz nach dem Ministerrat vom 20. Oktober 2026 betrafen die Rentenpolitik. Die JEC erklärte, ihre Aussagen gingen über eine sachliche Darstellung von Fakten oder eine Politik von allgemeinem Interesse hinaus und schienen die Rentenpolitik unter der PP-Regierung der des aktuellen Kabinetts gegenüberzustellen. Sie befand, dass diese Äußerungen ebenfalls gegen Artikel 50.2 und die Neutralitätspflicht verstoßen könnten.
Wahlkontext
El Periódico bezeichnet das Verfahren als das zweite in diesem Vorwahlkampf vor der Wahl am 29. November. Die Artikel nennen keine Strafe, sodass der formale Schritt der Behörde die Eröffnung des Verfahrens und die Aufforderung ist, das Video zu entfernen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSDie Wahlbehörde eröffnet ein Verfahren gegen Sánchez wegen des Videos im Reina Sofía vor dem GuernicaLa Junta Electoral abre un expediente a Sánchez por el vídeo en el Reina Sofía ante el Gernika · Original auf Spanisch
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLDie Wahlbehörde eröffnet ein weiteres Sanktionsverfahren gegen Sánchez, diesmal wegen seines Videos vor dem GuernicaLa Junta Electoral abre otro expediente sancionador a Sánchez, esta vez por su vídeo ante el 'Guernica' · Original auf Spanisch
- eldiario.esDie Wahlbehörde leitet ein Verfahren gegen Pedro Sánchez wegen seines Videos im Museum Reina Sofía einLa Junta Electoral expedienta a Pedro Sánchez por su vídeo en el Museo Reina Sofía · Original auf Spanisch
- El PeriódicoDie Wahlbehörde eröffnet ein neues Verfahren gegen Sánchez wegen seines Videos mit dem Guernica und fordert ihn auf, es zu entfernenLa Junta Electoral abre un nuevo expediente a Sánchez por su vídeo con el Guernica y le pide que lo retire · Original auf Spanisch
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident Spaniens und PSOE-Kandidat für die Wiederwahl, Gegenstand des Sanktionsverfahrens der JEC
- Miguel Tellado
- Generalsekretär und Wahlkampfleiter der PP, der das Video auf X kritisierte
- Elma Saiz
- Ministerin für soziale Inklusion und Migration sowie Regierungssprecherin, Gegenstand einer teilweise bestätigten Beschwerde der PP
- Pablo Picasso
- Maler von Guernica, dem im Video gezeigten Kunstwerk
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