Wirtschaft · Wrocław

Shein investiert 500 Millionen Euro in Wrocław-Hub, während EU-Paketgebühren greifen

Shein will in diesem Jahr 500 Millionen Euro in seinen europäischen Logistik-Hub bei Wrocław investieren und damit seine kumulierten Investitionen in Polen seit 2022 auf 1 Milliarde Euro erhöhen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 7sur7, N-tv, Mediafax.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wrocław · Polen
Wie es dazu kam
  1. 1.07.EU-Zoll von 3 Euro auf Pakete mit geringem Wert tritt in Kraft
  2. 1.11.Bearbeitungsgebühr von 2 Euro auf Pakete kommt hinzu
  3. 4.11.Shein kündigt Investition von 500 Millionen Euro für 2026 an

Der Ausbau in Wrocław

Shein will im Jahr 2026 500 Millionen Euro in den Ausbau seines europäischen Logistik-Hubs bei Wrocław in Polen investieren, wie das Unternehmen am Mittwoch, 4. November, mitteilte. Der Konzern stellt das Projekt als neue Phase für den Standort dar, der seine Kapazität zur Lagerung von Produkten und zur Abwicklung von Bestellungen näher an den europäischen Kunden stärken soll. Rechnet man die Ausgaben für 2026 hinzu, erreichen Sheins kumulierte Investitionen in Polen seit 2022 eine Milliarde Euro. Das Unternehmen bezeichnet den Hub als eine der technologisch fortschrittlichsten E-Commerce-Logistikanlagen Europas.

Kapazität, Roboter und Arbeitsplätze

Der erweiterte Standort soll rund eine Million Quadratmeter Lagerfläche umfassen, eine Steigerung der Lagerfläche um 25 %. Mediafax berichtet unter Berufung auf Reuters, dass mehr als 6.500 autonome Roboter die Nachbevorratung, Sortierung und Kommissionierung unterstützen werden. Die Belegschaft soll bis Ende 2026 auf über 10.000 Menschen wachsen, mit Tausenden neuen Stellen in Logistik, Lieferkette, Technologie und Lagerarbeit. Shein zufolge stützt sich der Ausbau zudem auf ein Ökosystem von mehr als 230 lokalen polnischen kleinen und mittleren Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen für den Standort Wrocław liefern. Kunden in mehreren Märkten erhalten bereits gelagerte Produkte innerhalb von 48 Stunden, und laut dem Unternehmen soll der größere Hub schnellere Lieferungen ermöglichen.

EU-Abgaben auf kleine Pakete

Die Investition fällt in eine Zeit, in der die EU ihre Regeln für Pakete mit geringem Wert von außerhalb des Binnenmarkts verschärft. Seit dem 1. Juli gilt ein Zoll von 3 Euro, und seit dem 1. November wird eine Bearbeitungsgebühr von 2 Euro erhoben. Laut n-tv fällt die Gebühr pro unterschiedlicher Artikelart in einem Paket an, sodass jede Sendung zusätzlich zu den Zöllen mindestens 2 Euro mehr kostet. Die EU stellt die Maßnahmen als Mittel dar, einen als unfair betrachteten Wettbewerb einzudämmen. Mediafax zufolge richten sich die Maßnahmen insbesondere gegen Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress. Die Abgaben sollen zudem Kosten bei den Zollbehörden decken, die nach dem starken Anstieg der Paketzahlen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.

Umsatzdruck hinter dem Ausbau

Sheins Umsätze in Europa sind im zweiten Quartal des Jahres laut Mediafax stark eingebrochen, und der Nettogewinn sank um 67 %. Demselben Bericht zufolge erhöhte das Unternehmen vor Inkrafttreten der neuen EU-Abgaben die Preise und kürzte die Ausgaben für Online-Werbung. Der Ausbau erfolgt somit, während der Konzern mit strengeren Zollregeln und schwächeren Ergebnissen in seinem wichtigsten Markt konfrontiert ist. Das Unternehmen wurde in China gegründet und hat seinen Hauptsitz inzwischen in Singapur.

Hintergrund zum Polen-Hub

Shein begann 2022 mit der Logistiktätigkeit in Polen, und die europäische Plattform bei Wrocław wurde laut 7sur7 in jenem Jahr in Betrieb genommen. Im Dezember 2025 eröffnete das Unternehmen laut Mediafax ein neues Zentrum bei Wrocław für Bestellungen europäischer Kunden. Die folgende Zeitleiste zeigt die wichtigsten Daten des Polen-Engagements und die Paketabgaben, die nun für Sendungen nach Europa gelten.

Wie es weitergeht

Die Investition von 500 Millionen Euro ist für 2026 geplant, und das Ziel von 10.000 Beschäftigten ist für das Ende jenes Jahres gesetzt. Wie sich die Gebühr von 2 Euro auf die Bestellmengen in Europa ausgewirkt hat, berichten die Quellen bislang nicht.

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