Wirtschaft · Brüssel und Bukarest
EU erhebt ab 1. November 2 Euro Bearbeitungsgebühr auf Nicht-EU-Pakete – zusätzlich zu 3 Euro Zoll
Ab dem 1. November 2026 fallen auf Online-Bestellungen von außerhalb der EU eine Bearbeitungsgebühr von 2 Euro plus Mehrwertsteuer an. Ein rumänischer Verordnungsentwurf würde die eigene Paketgebühr von 25 Lei noch am selben Tag abschaffen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, Focus, G4Media.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Auf Online-Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern kommt ab dem 1. November 2026 eine zusätzliche Unions-Bearbeitungsgebühr von 2 Euro plus Mehrwertsteuer hinzu, zusätzlich zu dem seit dem 1. Juli 2026 geltenden Zoll von 3 Euro.
Focus und Libertatea beschreiben 2 Euro pro Artikel, El Periódico nennt pro Produktkategorie, und CTT spricht von pro Artikelart oder Inhalt.
Ein Verordnungsentwurf des Finanzministeriums würde die nationale Gebühr von rund 5 Euro ab dem 1. November 2026 abschaffen; bis zum 31. Oktober 2026 gilt die Gebühr von 25 Lei weiter.
Reuters beziffert die jährliche Schätzung unter Verweis auf ein internes Kommissionsdokument auf rund 6 Milliarden Euro für 2028 bis 2034, bei Annahme weniger Pakete mit geringem Wert.
- 1.01.Rumänien führt seine Paketgebühr von 25 Lei ein
- 1.07.EU-Zoll von 3 Euro tritt für Pakete bis 150 Euro in Kraft
- 31.10.Letzter Tag, an dem die Gebühr von 25 Lei für zugestellte Pakete gilt
- 1.11.Unions-Bearbeitungsgebühr von 2 Euro tritt in Kraft; rumänische Gebühr soll abgeschafft werden
Was sich am 1. November ändert
Ab Sonntag, dem 1. November 2026, fallen auf Online-Käufe von außerhalb der Europäischen Union eine neue Unions-Bearbeitungsgebühr von 2 Euro plus Mehrwertsteuer an, wie der portugiesische Postbetreiber CTT unter Verweis auf die Verordnung 2026/2108 mitteilt. Die Gebühr kommt zu einem Zoll von 3 Euro hinzu, der seit dem 1. Juli 2026 für Pakete im Wert von bis zu 150 Euro gilt. Vor diesem Datum waren diese kleinen Sendungen vom Zoll befreit, was nach Angaben der Europäischen Kommission Einzelhändler benachteiligte, die vergleichbare Waren in großen Mengen einführen. Die Bearbeitungsgebühr soll die Kosten der Einfuhrabwicklung decken, darunter die Prüfung der übermittelten Daten, die Durchführung von Risikoanalysen und, wo nötig, die Kontrolle der Waren.
Wie die Gebühr berechnet wird
Die Quellen widersprechen sich, auf welche Einheit sich die Gebühr von 2 Euro bezieht. Focus und Libertatea beschreiben sie als pro Artikel erhoben, während El Periódico unter Verweis auf die spanische Verbraucherorganisation OCU angibt, dass sowohl die 2-Euro- als auch die 3-Euro-Gebühr pro Produktkategorie gelten, unabhängig davon, wie viele Einheiten gekauft werden. CTT beschreibt die Bearbeitungsgebühr als pro Artikelart oder Inhalt anfallend. Focus nennt ein Rechenbeispiel: Ein T-Shirt und eine Haarspange würden jeweils 3 Euro Zoll und 2 Euro Bearbeitung auslösen, insgesamt 10 Euro an Zusatzkosten, während bei fünf T-Shirts in einem Paket der Zoll von 3 Euro nur einmal anfalle.
Rumänien will eigene Gebühr abschaffen
Das rumänische Finanzministerium hat den Entwurf einer Dringlichkeitsverordnung veröffentlicht, der die nationale Paketgebühr von 25 Lei (rund 5 Euro) ab dem 1. November 2026 abschaffen würde, wie Libertatea unter Verweis auf Profit.ro berichtet. Die Gebühr war am 1. Januar 2026 eingeführt worden, um davon abzuhalten, Lieferungen aus Nicht-EU-Ländern in kleine Pakete aufzuteilen; laut Ministerium würde sie überflüssig, sobald die europäischen Gebühren greifen. Das Ministerium begründet dies so:
„Die Abschaffung der nationalen Logistikgebühr ab dem 1. November 2026 ist erforderlich, um sicherzustellen, dass der nationale Rahmen mit den europäischen Vorschriften vereinbar ist.“
Bis zum 31. Oktober 2026 gilt die Gebühr von 25 Lei weiterhin für an Empfänger zugestellte Pakete. Nach dem Entwurf würden nach diesem Datum gezahlte Beträge den Absendern innerhalb von 30 Tagen nach Übergabe der Pakete zurückerstattet.
Einnahmen und Marktfolgen
Reuters berichtet unter Verweis auf ein internes Dokument der Europäischen Kommission, dass die Gebühren in den Jahren 2028 bis 2034 jährlich rund 6 Milliarden Euro für den EU-Haushalt einbringen könnten – eine Schätzung, die von weniger Paketen mit geringem Wert ausgeht, weil sich der Einzelhandel anpasst. Im Jahr 2025 gelangten rund 5,8 Milliarden Pakete im Wert von weniger als 150 Euro in die EU, ein Anstieg um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und die Kommission geht davon aus, dass die angegebenen Werte oft unter den tatsächlichen Werten lagen, um Zölle zu vermeiden. Die Vereinigten Staaten haben 2025 ihre Zollbefreiung für Online-Bestellungen beendet – ein Schritt, dem die EU-Maßnahmen folgen. Der Temu-Eigentümer PDD Holdings erklärte im August, die Maßnahme werde „erhebliche Auswirkungen“ auf Teile seines Geschäfts haben, ohne Zahlen zu nennen. Shein erzielt etwa ein Drittel seines Umsatzes in Europa, und die Verkäufe dort waren wegen höherer Preise und geringerer Werbeausgaben bereits vor den Zöllen gesunken.
Abgeordnete und Verbraucher
Dirk Gotink, der Abgeordnete, der die EU-Zollreform koordiniert, sagte, die Gebühr von 2 Euro ziele auf ein extrem toxisches Geschäftsmodell, das auf minderwertigen, nicht regelkonformen Importen aus China basiere. Er argumentierte, die neuen Einnahmen würden den europäischen Zollbehörden die Mittel geben, die sie brauchen, um den Binnenmarkt wirksam zu schützen. Die spanische Verbraucherorganisation OCU rät Verbrauchern, den Endpreis zu prüfen, bevor sie eine Bestellung abschließen, da Zölle und Gebühren im angezeigten Betrag enthalten sein können oder auch nicht. Wenn ein Verkäufer angebe, die Zölle seien bereits enthalten, sollten diese laut OCU bei der Lieferung nicht erneut berechnet werden; sie empfiehlt, Rechnungen und Bestellbestätigungen aufzubewahren. Verlange ein Kurier bei der Ankunft zusätzliches Geld, empfiehlt OCU, eine detaillierte Aufschlüsselung zu verlangen, und weist darauf hin, dass diese Gebühren sich von Verwaltungsgebühren unterscheiden, die Unternehmen erheben können. CTT warnt, dass Pakete, die in Portugal ohne Produktidentifikationsdaten ankommen, zurückgeschickt werden können.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LibertateaDie 5-Euro-Gebühr für Pakete von außerhalb der EU entfällt. Was sich ab dem 1. November ändert und wie viel wir zahlen werdenDispare taxa de 5 euro pe coletele din afara UE. Ce se schimbă de la 1 noiembrie și câți bani vom plăti · Original auf Rumänisch
- FocusTemu und Shein: Neue EU-Gebühr ab 1. November verteuert Bestellungen - zum Teil deutlich
- G4Media.roSteuern auf kleine Pakete für Shein und Temu könnten dem EU-Haushalt sechs Milliarden Euro pro Jahr einbringenTaxele pe coletele mici aplicate Shein şi Temu ar putea aduce şase miliarde de euro pe an la bugetul UE · Original auf Rumänisch
- El PeriódicoNeue Zollgebühr auf Einkäufe außerhalb der EU ab dem 1. November: OCU erklärt, wie man Überzahlungen vermeidetNueva tasa aduanera en compras fuera de la UE a partir del 1 de noviembre: la OCU explica cómo evitar pagar de más · Original auf Spanisch
- Dirk Gotink
- Abgeordneter, der die EU-Zollreform koordiniert
- Organisationen
- Europäische Union
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