Diplomatie · Washington und Abu Dhabi
Selenskyj hofft, dass der Wahlsieg der Demokraten mehr US-Hilfe für die Ukraine bringt
Der ukrainische Präsident sagte im Gespräch mit ZDF-Moderator Jan Böhmermann, der Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen könnte der Ukraine mehr Unterstützung bringen. Für den 10. und 11. November sind Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter US-Vermittlung angesetzt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von der Standard, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Demokraten haben am Dienstag, 3. November, von Trumps Republikanern die Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat zurückgewonnen, und Selenskyj hofft, dass dies der Ukraine mehr US-Unterstützung bringt.
Die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter US-Vermittlung sind für den 10. und 11. November angesetzt und nehmen Verhandlungen wieder auf, die im Februar unterbrochen wurden; die Erwartungen an einen Durchbruch sind gering.
Selenskyj sagte, er habe mit Steve Witkoff und Jared Kushner über die Verhandlungen in Abu Dhabi gesprochen; die Ukraine habe ihre Vorschläge an die US-Seite übergeben und wolle Sicherheitsgarantien.
Selenskyj ging auf die mutmaßliche zeitweise Drosselung von Starlink und Starshield ein, Diensten von Elon Musk, und betonte zugleich, die Ukraine sei SpaceX für die frühe Hilfe dankbar.

- 6.11.Das ZDF Magazin Royale strahlt das Interview aus
- 10.11.Erster angesetzter Tag der Ukraine-Russland-Gespräche unter US-Vermittlung
- 11.11.Zweiter angesetzter Tag der Ukraine-Russland-Gespräche unter US-Vermittlung
Wahlsieg der Demokraten weckt Hoffnung auf mehr Hilfe
Die Demokraten haben am Dienstag, 3. November, von Donald Trumps Republikanern die Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat zurückgewonnen. Selenskyj sagte, das Ergebnis könne der von Russland angegriffenen Ukraine helfen, und fügte hinzu, er sei auch den Republikanern dankbar. Er argumentierte, die Demokraten sprächen weit klarer über Unterstützung und Hilfe für die Ukraine und über die Erneuerung der Verbindung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa. Er hoffe, dass die neue Machtverteilung der Ukraine mehr Unterstützung bringe. Europa befürchtet, Trump könnte auf der internationalen Bühne aggressiver auftreten, wobei unklar bleibt, wie die neue Mehrheit die US-Außenpolitik prägen wird.
Interview mit Böhmermann
Das Interview wurde für das ZDF aufgezeichnet und ging am Mittwoch, 4. November, online – auf dem Streamingportal des Senders und auf YouTube. Das ZDF Magazin Royale zeigt das Gespräch am Freitag, 6. November, um 23:00 Uhr. Darin spricht Selenskyj über seinen Weg vom Komiker zum Präsidenten eines Landes im Krieg. Böhmermann fragt auch nach dem Einfluss von Elon Musk auf die US-Politik, nach dem britischen Sänger James Blunt und nach dem Skifahren in Ischgl. Selenskyj sagte, wenn der US-Kongress über starke finanzielle oder militärische Unterstützung spreche, wie es Europa derzeit tue, wäre das eine positive Entwicklung, die Wladimir Putin beeinflussen würde.
Trumps Russland-Politik und Musks Satellitendienste
Kritiker werfen Trump seit Langem einen russlandfreundlichen Kurs im Krieg vor. Im Oktober setzte er die vom Kongress beschlossenen Sanktionen gegen Russland per Dekret aus, was auch bei Republikanern Kritik auslöste. Selenskyj ging auch auf die mutmaßliche zeitweise Drosselung von Starlink und Starshield ein, den Satellitenkommunikationsdiensten des US-Tech-Milliardärs Elon Musk. Er sagte, die Ukraine sei SpaceX für eine Verbindung dankbar, die zu Beginn des Krieges sehr hilfreich gewesen sei, das Land müsse aber klar sagen, dass ihm Musks Haltung zum Krieg nicht gefalle. Musk fordert seit Langem ein sofortiges Ende der Kämpfe und schrieb 2025, er habe genug von Jahren des Stillstands und die Ukraine werde am Ende verlieren. Er hat auch Selenskyjs Rücktritt gefordert.
Gespräche mit Russland unter US-Vermittlung
Selenskyj sagte, er habe mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und mit Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, über die bevorstehenden Verhandlungen mit Russland in Abu Dhabi gesprochen. Laut Selenskyj ist die Ukraine zu den nötigen Schritten für ein schnelles Ende des Krieges bereit und hat ihre Vorschläge an die US-Seite übergeben. Für die Zeit nach einem möglichen Ende der Kämpfe brauche die Ukraine Sicherheitsgarantien, die so solide seien wie Stahlbeton. Die Gespräche unter US-Vermittlung sind für den 10. und 11. November angesetzt und nehmen Verhandlungen wieder auf, die im Februar unterbrochen wurden. Die Erwartungen an einen Durchbruch sind gering.
Wie es weitergeht
Das vollständige Interview ist seit Mittwoch, 4. November, online, die Fernsehausstrahlung folgt am Freitag, 6. November, um 23:00 Uhr. Die Ukraine und Russland sollen ihre unter US-Vermittlung geführten Gespräche am 10. und 11. November führen. Wie sich die neue Mehrheit der Demokraten auf die Ukraine-Politik auswirkt, ist noch offen, und Selenskyjs Hoffnungen hängen davon ab, dass der Kongress sich finanzieller oder militärischer Unterstützung zuwendet.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- der StandardSelenskyj bei Böhmermann: Ukrainischer Präsident erwartet mehr Druck auf Putin
- HandelsblattUkraine: Selenskyj bei Böhmermann - US-Wahlausgang kann Ukraine helfen
- Süddeutsche ZeitungUkraine News: Selenskij hofft nach Wahlergebnissen in den USA auf mehr Unterstützung
- stern.deSelenskyj gibt Jan Böhmermann Interview - und hofft auf mehr Unterstützung
- Wolodymyr Selenskyj
- Ukrainischer Präsident, der Jan Böhmermann das Interview gab
- Jan Böhmermann
- Moderator des ZDF Magazin Royale, der Selenskyj interviewte
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Republikaner die Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat verloren
- Steve Witkoff
- US-Sondergesandter, der mit Selenskyj über die Gespräche mit Russland sprach
- Jared Kushner
- Trumps Schwiegersohn, der mit Selenskyj über die Gespräche mit Russland sprach
- Elon Musk
- US-Tech-Milliardär, dessen Dienste Starlink und Starshield Thema waren
- Wladimir Putin
- Russischer Präsident, auf den US-Unterstützung nach Selenskyjs Erwartung Einfluss hat
- Organisationen
- Europäische Union
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