Wintersport

Sportgericht lässt Russland wieder zu IIHF-Wettbewerben zu – Boykotte und Sponsorendrohungen folgen

Der Internationale Sportgerichtshof hat die sofortige Rückkehr Russlands in den IIHF-Spielbetrieb angeordnet. Sieben der 16 Teams bei der Weltmeisterschaft 2027 weigern sich nun, gegen Russland anzutreten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, N-tv, watson.ch/ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wie es dazu kam
  1. 30.10.Das CAS veröffentlicht sein Urteil, mit dem es der Beschwerde des russischen Verbands stattgibt
  2. 4.11.Die IIHF erklärt in einer zweiten Stellungnahme, das Gericht habe die Folgen unterschätzt
  3. 5.11.Das CAS weist die Kritik zurück und verteidigt sein Urteil

Gericht hebt Sperre auf

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat am Freitag, 30. Oktober 2026, ein Urteil veröffentlicht, mit dem er der Beschwerde des Russischen Eishockeyverbands (RIHF) gegen seinen Ausschluss von Veranstaltungen der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) in der Saison 2026/27 stattgab. Die IIHF hatte Sicherheitsbedenken angeführt, als sie den russischen Verband nach dem groß angelegten Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 ausgeschlossen hielt. Das CAS erklärte, diese Bedenken seien nicht durch ausreichende Beweise gestützt, und ordnete die sofortige Rückkehr Russlands in den Wettbewerb an – möglicherweise bereits zur Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada Ende 2026. Das Gericht fügte hinzu, die negativen Folgen einer Rückkehr sowie die Frage eines neutralen Status für russische Teams seien weder durch ausreichende Beweise belegt noch von der IIHF im Verfahren beantragt worden. Das Urteil gilt auch für die Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland, die für Mai 2027 angesetzt ist.

Verbände und Sponsoren wehren sich

Die IIHF zeigte sich unmittelbar nach dem Urteil enttäuscht, argumentierte aber bis Mittwoch, 4. November, in einer zweiten Erklärung, das Gericht habe die Folgen erheblich unterschätzt, einschließlich der praktischen und sportlichen Herausforderungen. Ihre Bedenken betreffen Visa, Sicherheit, Logistik und das Turnierformat. Am Donnerstag, 5. November, wies das CAS diese Kritik zurück und betonte, wie es zu seinen Entscheidungen gelangt.

„Als unabhängige Sport-Schiedsinstitution werden Entscheidungen auf Grundlage der rechtlichen Substanz einer Beschwerde und allein anhand der vorgelegten Argumente und Beweise getroffen“

Internationaler Sportgerichtshof

Das Gericht erklärte, beide Verbände hätten vereinbart, den Streit beim CAS beizulegen, und hätten die Rechtsfragen sowie die Folgen einer stattgebenden oder abweisenden Entscheidung gekannt. IIHF-Präsident Franz Reindl hatte zuvor gesagt, er sei von den Konsequenzen des Urteils und von der Schnelligkeit seines Inkrafttretens überrascht. Finnland, der amtierende Weltmeister, erklärte gemeinsam mit Schweden, Norwegen, Dänemark, Lettland und Tschechien, nicht gegen Russland spielen zu wollen; nun hat sich auch Österreich angeschlossen, sodass sieben der 16 Teams bei der Weltmeisterschaft einen Auftritt gegen Russland verweigern. Der Präsident des finnischen Verbands, Heikki Hietanen, sagte, Finnland werde nicht gegen Russland spielen, solange der Krieg in der Ukraine andauere. Der österreichische Geschäftsführer Alexander Helwig sagte der AP, nach derzeitiger Lage werde sein Verband sicher nicht gegen Russland antreten. Langjährige Sponsoren der Weltmeisterschaft haben erklärt, sich zurückziehen zu wollen, und Hauptsponsor Skoda, seit mehr als 30 Jahren Partner, will sein Engagement überprüfen, falls Russland spielt. Der russische Präsident Wladimir Putin lobte das Urteil in einer im russischen Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung und erklärte, es wahre die Olympische Charta, während er behauptete, die Beschränkungen für den russischen Sport seien weiterhin politischer und nicht rechtlicher Natur.

Regierungen prüfen Visa und Ausrichtung

Die Bundesregierung kritisierte das Urteil scharf und erklärte, russischen Nationalspielern könne die Einreise verweigert werden. Kanadas Premierminister Mark Carney hatte diesen Ansatz bereits für die Junioren-Weltmeisterschaft Ende 2026 angekündigt, und die kanadische Regierung erklärte, sie werde das russische Team nicht ins Land lassen. Frank Lutz, Aufsichtsratsvorsitzender des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB), schloss nicht aus, auf die Ausrichtung des Turniers im Mai 2027 zu verzichten. Deutschland erwägt Berichten zufolge, die Veranstaltung zurückzugeben, und der DEB sieht sein Turnier gefährdet.

Schweiz hält sich mit Boykott zurück

Der Ende August gewählte Präsident von Swiss Ice Hockey, Marc Lüthi, äußerte sich früh zu der Angelegenheit und sagte, er persönlich betrachte das Urteil kritisch. Er sagte:

„Wir verurteilen Angriffskriege und akzeptieren sie nicht, aber im Moment bewegen wir uns nicht auf der politischen, sondern auf der sportlichen Ebene.“

Marc Lüthi

Die Schweiz wird keinen Boykott fordern. Lüthi sagte, die IIHF müsse zunächst über die nächsten Schritte entscheiden, und rechnet mit dieser Entscheidung innerhalb einer Woche; danach werde der Schweizer Verband in Absprache mit der Politik und der offiziellen Schweiz entscheiden. Es sei verfrüht, über Konsequenzen für die Schweiz zu spekulieren, solange offene Fragen bestünden, darunter unter welchen Bedingungen Russland teilnehmen könne und ob die Ausschlussgründe noch vorlägen. Die Erklärung kam nur wenige Minuten vor dem ersten Saisonspiel der Schweiz gegen Finnland bei der Euro Hockey Tour.

Offene Fragen

Der IIHF-Rat berät noch, und es ist keine Entscheidung darüber gefallen, ob und wie Russland im Mai spielen wird. Das CAS hat seine vollständige schriftliche Begründung für das Urteil noch nicht veröffentlicht. Der nächste Entscheidungspunkt ist die Reaktion der IIHF auf das Urteil, die Lüthi innerhalb einer Woche erwartet.

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