Wintersport · Lausanne und Edmonton

Sportgericht verpflichtet IIHF, Russland wieder zu Eishockey-Turnieren zuzulassen – Verband enttäuscht

Der Internationale Sportgerichtshof hat IIHF-Entscheidungen aufgehoben, die russische Teams von der Saison 2026/27 ausgeschlossen hatten – mit sofortiger Wirkung. Erstes betroffenes Turnier ist die U20-Weltmeisterschaft der Männer in Edmonton, die am 26. Dezember 2026 beginnt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, SRF News, Mediafax.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lausanne, Edmonton · Schweiz, Kanada
Wie es dazu kam
  1. 30.10.Das CAS hebt den IIHF-Ausschluss mit sofortiger Wirkung auf
  2. 26.12.Die U20-Weltmeisterschaft der Männer beginnt in Edmonton
  3. 14.05.Die Weltmeisterschaft der Männer beginnt in Deutschland

Das Urteil

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) mit Sitz in Lausanne hat Entscheidungen des Eishockey-Weltverbands (IIHF) aufgehoben, die Russland von den Wettbewerben der Saison 2026/27 ausgeschlossen hatten. In einer am Freitag, 30. Oktober 2026, veröffentlichten Mitteilung erklärte das Gericht, die IIHF habe für die Sicherheitsbedenken hinter dem Ausschluss nicht genügend Belege vorgelegt. Das Urteil gilt sofort und erlaubt dem Russischen Eishockeyverband, in allen IIHF-Meisterschaften eine Nationalmannschaft zu stellen. Der Fall war vom russischen Verband angestrengt worden, die Anhörung fand Ende Oktober 2026 statt. Die IIHF hatte die Sperre bereits im Januar 2026 verlängert und im Juli 2026 bestätigt.

Fünf Turniere wieder im Kalender

Das Urteil nennt fünf Wettbewerbe, an denen Russland nun teilnehmen kann. Der erste ist die U20-Weltmeisterschaft der Männer, die am 26. Dezember 2026 in Edmonton beginnt und bis zum 5. Januar 2027 läuft. Die U18-Weltmeisterschaft der Frauen in Tschechien folgt vom 8. bis 16. Januar 2027, die U18-Weltmeisterschaft der Männer in den Vereinigten Staaten läuft vom 22. April bis 2. Mai 2027. Die Weltmeisterschaft der Männer in Deutschland ist vom 14. bis 30. Mai 2027 angesetzt, die Weltmeisterschaft der Frauen in Kanada für November 2027.

Reaktionen von IIHF und aus Deutschland

Russlands Sportminister Mikhail Degtyaryov begrüßte das Urteil auf Telegram und erklärte, das CAS habe die Forderungen des Russischen Eishockeyverbands in wesentlichen Punkten für gerechtfertigt befunden. Die IIHF äußerte Enttäuschung und betonte, ihre Entscheidungen seien nötig gewesen, um Sicherheit und Integrität ihrer Wettbewerbe zu schützen. Sie erklärte zudem, sie werde das Urteil befolgen, auch wenn die Bedenken hinter ihren Bewertungen fortbestünden.

„Die IIHF respektiert die Zuständigkeit des CAS und wird im Einklang mit seinem Urteil handeln, doch das Ergebnis beseitigt nicht die Bedenken, die ihren Bewertungen zugrunde lagen.“

IIHF

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) äußerte ebenfalls Enttäuschung. Sein Vorsitzender Frank Lutz formulierte die Haltung des Verbands ohne Einschränkung.

„Unsere Haltung ist unverändert: Wir lehnen die Rückkehr russischer Nationalmannschaften zu internationalen Eishockey-Turnieren ab.“

Frank Lutz, Vorsitzender des Deutschen Eishockey-Bunds

Hintergrund der Sperre

Die IIHF hält russische Teams seit kurz nach dem groß angelegten Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 aus ihren Turnieren heraus. Dieser Ausschluss bedeutete auch, dass Russland die olympischen Eishockeyturniere 2026 in Mailand verpasste. Russland und sein Vorgänger, die Sowjetunion, haben 27 Weltmeistertitel der Männer gewonnen, nur Kanada mit 28 liegt davor.

Gewonnene Weltmeistertitel der MännerTitel
Kanada
28 Titel
Russland und Sowjetunion
27 Titel

Daten aus dem Artikeltext

Das Urteil fällt kurz nach der Wahl eines neuen IIHF-Präsidenten.

Offene Fragen

Die IIHF erklärte, eine Rückkehr russischer Teams erfordere angepasste Wettbewerbsformate, Kalender, Reise- und Unterkunftsregelungen sowie Sicherheitsmaßnahmen. Sie betonte, die Vorbereitungen für einige Meisterschaften seien bereits weit fortgeschritten und das Urteil gehe auf diese praktischen Aspekte nicht ein. Die IIHF werde die nötigen Maßnahmen und den Zeitbedarf für die Umsetzung dringend prüfen. Berichten über die Erklärung zufolge entschied das Gericht nicht, ob russische Athleten unter neutraler Flagge ohne nationale Symbole antreten müssen, und legte auch keine weiteren organisatorischen Bedingungen fest.

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Quellen und Kontext

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