Regierung · Hongkong
Joshua Wong zu weiteren zehn Jahren Haft in Hongkong verurteilt
Ein Gericht in Hongkong hat den prodemokratischen Aktivisten wegen Kollaboration mit ausländischen Kräften zu zehn Jahren Haft verurteilt und damit eine Strafe verlängert, die er bereits wegen Subversion verbüßt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Temps, The New York Times, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein Gericht in Hongkong hat Wong, 30, am Donnerstag, 5. November, wegen Kollaboration mit ausländischen Kräften zu zehn Jahren Haft verurteilt. Richter William Tam sagte, die Tat sei von schwerer Natur.
Wong ist seit sechs Jahren in Haft, nach einer früheren Verurteilung wegen Subversion. Er sollte Anfang nächsten Jahres entlassen werden, bevor die neuen Vorwürfe erhoben wurden.
Die Staatsanwaltschaft erklärte, Wong habe sich mit Nathan Law verschworen, um zwischen Juli und Ende November 2020 für ausländische Sanktionen zu lobbyieren. Wong legte bereits im September ein Geständnis ab.

- 2025Wong wird beschuldigt, sich verschworen zu haben, Abgeordnete zur Verhängung von Sanktionen zu drängen
- September 2026Wong legt zu den neuen Vorwürfen ein Geständnis ab
- 5.11.Das Gericht verurteilt Wong zu weiteren zehn Jahren Haft
Urteil und Geständnis
Ein Gericht in Hongkong hat am Donnerstag, 5. November, Joshua Wong, 30, wegen Kollaboration mit ausländischen Kräften zu zehn Jahren Haft verurteilt – ein Straftatbestand der nationalen Sicherheit nach dem Gesetz, das China dem Territorium 2020 auferlegt hat. Richter William Tam sagte, die Tat sei von „schwerer Natur“, was nach dem Gesetz eine Strafe von nicht weniger als zehn Jahren nach sich ziehen muss. Wong hatte bereits im September ein Geständnis abgelegt, die Höchststrafe für den Vorwurf ist lebenslange Haft. Er verbüßte zu diesem Zeitpunkt schon eine Strafe wegen Subversion und sollte Anfang nächsten Jahres vorzeitig entlassen werden, als die neuen Vorwürfe gegen ihn erhoben wurden. Die neue Haftstrafe verlängert die sechs Jahre, die er bereits in Haft verbracht hat.
Die Vorwürfe und der Fall
Die Staatsanwaltschaft erklärte, Wong habe sich mit anderen Aktivisten, darunter der ins Exil gegangene Aktivist Nathan Law, verschworen, um für ausländische Sanktionen und Blockaden gegen Peking zu lobbyieren. Das Gericht hörte, dass diese Aktivitäten zwischen Juli und Ende November 2020 stattfanden. Richter Tam sagte, Wong und Law seien die „Rädelsführer“ einer Verschwörung gewesen, mit der ausländische Regierungen mit „offenen Aufrufen zu Sanktionen und feindlichen Maßnahmen“ bearbeitet werden sollten, und die Schwere der Strafe sei nötig, um abschreckend zu wirken. Wong wurde 2025 beschuldigt, sich verschworen zu haben, um Abgeordnete – insbesondere in den Vereinigten Staaten – zu drängen, Sanktionen gegen Hongkong und China zu verhängen. Wong und Law hatten Demosisto mitgegründet, eine prodemokratische Partei, die nicht mehr existiert.
Die Szene im Gericht
Am Donnerstag trug Wong ein dunkelblaues langärmliges Hemd, eine khakifarbene Hose und eine Brille mit schwarzem Rahmen; er wirkte schlanker als bei seinen früheren öffentlichen Auftritten, berichtet die BBC. Er nickte der voll besetzten Zuschauertribüne zu und machte sich Notizen, während der Richter die Urteilsgründe verlas. Die New York Times berichtete, er habe bei der Urteilsverkündung niedergeschlagen gewirkt und vor dem Abführen durch die Polizei der Tribüne zugelächelt und sich auf Kantonesisch bei allen bedankt. Dutzende Menschen hatten stundenlang für einen Platz auf der Tribüne angestanden, und vor dem Gericht war die Polizeipräsenz stark.
Hintergrund und Reaktionen
Wong, 2011 damals 14 Jahre alt, gründete in jenem Jahr die prodemokratische Schülergruppe Scholarism mit, die schnell an Größe und Einfluss gewann. Das Gesetz zur nationalen Sicherheit wurde 2020 verhängt, nach explosiven prodemokratischen Protesten gegen Pekings wachsende Kontrolle; Hunderte Aktivisten und einfache Hongkonger sind seither auf seiner Grundlage festgenommen worden. Kritiker sagen, das Gesetz habe Widerspruch zum Schweigen gebracht, während die Behörden argumentieren, es sei zur Wahrung der Stabilität nötig, und bestreiten, dass es die Autonomie der Stadt geschwächt habe. Amnesty International hatte zuvor erklärt, die Anklagen zeigten, wie weit die Behörden gingen, um prominente Regierungskritiker so lange wie möglich hinter Gittern zu halten. Thomas Kellogg, geschäftsführender Direktor des Georgetown Center for Asian Law, sagte, praktisch alle Verfahren zur nationalen Sicherheit endeten mit Verurteilungen, was mehr Aktivisten dazu bringe, im Rahmen einer „Strategie der Schadensbegrenzung“ ein Geständnis für eine Strafminderung um ein Drittel abzulegen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le TempsHongkong: Demokratieaktivist Joshua Wong zu weiteren 10 Jahren Haft verurteiltHong Kong: le militant prodémocratie Joshua Wong condamné à 10 ans de prison supplémentaires · Original auf Französisch
- The New York TimesJoshua Wong, Demokratieaktivist aus Hongkong, zu 10 Jahren Haft verurteiltJoshua Wong, Hong Kong Democracy Activist, Is Sentenced to 10 Years in Prison · Original auf Englisch
- BBCJoshua Wong, Gesicht der prodemokratischen Proteste in Hongkong, zu 10 Jahren Haft verurteiltJoshua Wong, face of Hong Kong's pro-democracy protests, jailed for 10 years · Original auf Englisch
- Bloomberg BusinessHongkong verurteilt Aktivisten Joshua Wong zu 10 Jahren HaftHong Kong Sentences Activist Joshua Wong to 10 Years in Prison · Original auf Englisch
- Joshua Wong
- Prodemokratischer Aktivist, zu weiteren zehn Jahren Haft wegen Kollaboration mit ausländischen Kräften verurteilt
- Nathan Law
- Mitaktivist, der nach Großbritannien floh und von der Staatsanwaltschaft als Mittäter benannt wurde
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