Wintersport · Lausanne, Mannheim und Turku

Finnland, Norwegen und Dänemark kündigen Boykott gegen Russland bei Eishockey-WM 2027 an

Finnland, Norwegen und Dänemark haben erklärt, bei der Weltmeisterschaft im Mai 2027 in Deutschland nicht gegen Russland antreten zu wollen, nachdem der Internationale Sportgerichtshof russische Teams wieder zugelassen hat. Turku und Tampere haben angekündigt, sich als Co-Gastgeber eines Juniorenturniers zurückzuziehen, und Deutschland prüft, ob es die Männer-WM zurückgibt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von watson.ch/, NIEZALEZNA.PL, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lausanne, Mannheim, Turku, Tampere · Schweiz, Deutschland, Finnland
Wie es dazu kam
  1. 30.10.CAS hebt IIHF-Entscheidungen auf und ordnet die Wiederzulassung russischer Teams an
  2. 2.11.Finnland macht die Weigerung, gegen Russland zu spielen, zur offiziellen Linie
  3. 3.11.Norwegen und Dänemark kündigen an, nicht gegen Russland zu spielen
  4. Schweden, nach Norwegen und DänemarkDer schwedische Verband erklärt, unter den aktuellen Bedingungen nicht gegen Russland zu spielen

Ein Urteil, das Russland die Tür wieder öffnete

Am Freitag, 30. Oktober, hob der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne IIHF-Entscheidungen auf, die russische Teams aus der Saison 2026/27 herausgehalten hatten, und ordnete deren Wiederzulassung an. Der Einspruch kam vom Russischen Eishockeyverband, und das CAS stellte fest, dass die Sicherheits- und Schutzbedenken der IIHF nicht durch ausreichende Beweise gestützt wurden. Russland ist seit Februar 2022 vom Welteishockey ausgeschlossen, als die IIHF seine Teams nach dem umfassenden Einmarsch in die Ukraine suspendierte. Sollte das Urteil Bestand haben, wären russische Teams für die Männer-Weltmeisterschaft im Mai 2027 in Deutschland teilnahmeberechtigt. Die IIHF hat ihre Enttäuschung über das Urteil zum Ausdruck gebracht und steht weiterhin vor praktischen Fragen, wie Russland in Turniere integriert werden kann, die vor langer Zeit geplant wurden.

Finnland zieht die Linie, Norwegen und Dänemark folgen

Finnland, amtierender Weltmeister, überließ die Entscheidung am Freitag den einzelnen Spielern und machte am Montag, 2. November, die Weigerung, gegen Russland zu spielen, zur offiziellen Linie. Verbandspräsident Heikki Hietanen sagte, Ziel sei eine gemeinsame Front möglichst vieler Länder, damit unter den aktuellen Bedingungen kein Team gegen Russland spielt. Der norwegische Verband kündigte am Dienstag, 3. November, an, bei der Mai-WM nicht gegen Russland anzutreten, und verwies auf ernste Sicherheitsrisiken für Spieler und Betreuer. Dänemark folgte am selben Tag, und Verbandschef Henrik Bach Nielsen sagte gegenüber der Agentur Ritzau, die Entscheidung sei mit Blick auf die Sicherheit von Spielern und Fans getroffen worden. Auch der schwedische Verband hat erklärt, unter den aktuellen Bedingungen nicht gegen Russland zu spielen, doch die Berliner Zeitung berichtet, dass Verbandschef Anders Larsson einen Boykott nicht für eine Option hält und zunächst eine Abstimmung im Verband will. Larsson sitzt im IIHF-Vorstand. Der tschechische Verbandspräsident Alois Hadamczik unterstützt einen Boykott, sagt aber, das Exekutivkomitee müsse entscheiden und sein Land könne allein nichts erreichen.

Sponsoren, Gastgeberstädte und das Juniorenturnier

Turku, eine finnische Gastgeberstadt, erklärte am Montag, sie werde sich als Co-Gastgeber der U20-Weltmeisterschaft zum Jahreswechsel 2027/2028 zurückziehen, falls Russland teilnimmt; Co-Gastgeber Tampere hat am Dienstag dasselbe beschlossen. Der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres hat damit gedroht, sein Sponsoring der WM zu beenden, sollte Russland spielen, und der tschechische Wettanbieter Tipsport hat am Montag dieselbe Drohung ausgesprochen. Ein schwedischer Turniersponsor war bereits vor dieser Woche ausgestiegen. Deutschland, Gastgeber der Männer-WM 2027, erwägt, das Turnier zurückzugeben, und der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) schließt das nicht aus. Die Welt berichtet, dass DEB und Bundesregierung das CAS-Urteil kritisch sehen. Die finnische Außenministerin Elina Valtonen schrieb auf X, russische Sportler hätten im kommenden Jahr in Finnland keinen Platz, solange der Krieg andauere, und sie wolle in den kommenden Tagen Maßnahmen auf den Weg bringen.

Das weitere Feld und wie es weitergeht

Lettisches Recht verbietet seinen Teams und einzelnen Sportlern, gegen Russen anzutreten, und der lettische Verband hat bekräftigt, dass seine Nationalteams nicht gegen Russland spielen werden. Der Schweizer Verband (SIHF) erklärte, er habe die CAS-Entscheidung zur Kenntnis genommen, die nächsten Schritte lägen bei der IIHF, und als einer von 16 Verbänden bei der WM werde er die Entwicklung verfolgen und IIHF-Entscheidungen abwarten. Die Ukraine hat sich erstmals seit 20 Jahren für das Turnier mit 16 Nationen qualifiziert, und ihr Verband erklärt, die Bedrohungen, die hinter der Suspendierung von 2022 standen, hätten sich verschärft. Die vorläufige Auslosung platziert Finnland in Gruppe A in Mannheim zusammen mit Deutschland, Lettland und der Ukraine, und die Berliner Zeitung berichtet, dass die Ukraine als schwächeres Aufsteigerteam ihren Platz an Russland verlieren könnte. Die IIHF hat noch nicht mitgeteilt, wie sie das Feld neu ordnen will, sodass die Positionen der Verbände und Gastgeberstädte offenbleiben.

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