Migration · Den Haag, Moskau und Pjöngjang

Russland rekrutiert nordkoreanische Arbeiter mit Studentenvisa, so eine Menschenrechtsorganisation

Eine in Den Haag ansässige Menschenrechtsorganisation erklärt, russische Vermittler brächten nordkoreanische Arbeiter mit fiktiven Studentenvisa ins Land, und 80 bis 90 Prozent ihres Lohns gingen nach Pjöngjang.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von forsal.pl, The Independent, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Den Haag, Moskau, Pjöngjang · Niederlande, Russland, Nordkorea
Wie es dazu kam
  1. Juni 2024Putin und Kim unterzeichnen einen strategischen Partnerschaftsvertrag mit gegenseitiger militärischer Unterstützung
  2. September 2026Bericht des Monitoring-Teams zählt 35.000 bis 101.000 nordkoreanische Arbeiter in 12 Ländern
  3. Oktober 2026EU sanktioniert Vladimir Sokolov und zwei Unternehmen

Wie das System funktioniert

Die in Den Haag ansässige Organisation Global Rights Compliance (GRC) erklärt, russische Vermittler brächten mit Rückendeckung Pjöngjangs nordkoreanische Arbeiter mit Studentenvisa nach Russland, die sie als Studenten in Praktika ausweisen. Ermittler bringen die Operation mit der Plattform KNDR.su in Verbindung, die der Moskauer Geschäftsmann Vladimir Sokolov betreibt, der unter EU-Sanktionen steht. Vermittler verlangen 100.000 bis 150.000 Rubel pro Arbeiter (etwa 1.240 bis 1.860 US-Dollar), und eine einzelne Bestellung muss mindestens 50 Personen umfassen. Unternehmen, die Arbeiter wollen, müssen zunächst eine Inspektion durch Vertreter der nordkoreanischen Botschaft in Moskau bestehen, was laut GRC die Rolle des Staates in diesem Handel bestätigt. Die Rechtsberaterin von GRC, Elise Lauriot Prevost, fasste die Ergebnisse so zusammen:

„Diese Untersuchung legt ein gefährliches Zusammentreffen der militärischen Ambitionen zweier Staaten offen,“

Elise Lauriot Prevost, Rechtsberaterin bei Global Rights Compliance

Arbeitsbedingungen und Bezahlung

Die archivierten Anzeigen der Plattform bieten Arbeitgebern Teams von 50 bis 100 Arbeitern an, die 12 Stunden am Tag, 28 Tage im Monat arbeiten. Die Anzeigen versprechen, dass die Arbeiter nicht zu spät kommen, keine Schichten auslassen, nicht trinken und nicht kämpfen, und dass sie „nicht weglaufen werden“, was auf die Kontrolle der Botschaft über ihre Dokumente und „ernste Konsequenzen“ zu Hause bei Vertragsbruch verweist. Den Erkenntnissen zufolge werden die Arbeiter durch Zwang und Drohungen gegen sie und ihre Familien zur Arbeit gezwungen, mit nur zwei freien Tagen im Monat. Dieselben Erkenntnisse besagen, dass 80 bis 90 Prozent ihres Verdienstes an das Regime in Pjöngjang gehen. Die Ermittler fanden Arbeiter, die an Produktionsstandorten eingestellt wurden, darunter eine Fabrik für Militärrationen, und die Erkenntnisse nennen KPP Ruskon, einen Hersteller von Rationen für die Armee, und Agrisovgaz, einen Zulieferer der Rüstungsindustrie.

Sanktionen und der größere Arbeitskräfte-Strom

Eine Resolution des UN-Sicherheitsrats von 2017 verbietet Arbeitsgenehmigungen für nordkoreanische Staatsangehörige und verlangte deren Rückführung bis Ende 2019, weshalb der Weg über das Studentenvisum von Bedeutung ist. Ein Bericht des Multilateral Sanctions Monitoring Team vom September zählt 35.000 bis 101.000 nordkoreanische Staatsangehörige, die in 12 Ländern arbeiten und jährlich bis zu 800 Millionen US-Dollar für Pjöngjang erwirtschaften.

Lara Strangways, Leiterin für Wirtschaft und Menschenrechte bei GRC, sagte, die Arbeitskraft trage dazu bei, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu vertiefen.

„Ihre Arbeitskraft stützt die russische Industrie, auch Standorte mit Bezug zum Krieg in der Ukraine, während die Einnahmen, die sie erwirtschaften, zur Finanzierung des nordkoreanischen Militärprogramms beitragen.“

Lara Strangways, Leiterin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Global Rights Compliance

Sokolov wurde im Oktober 2026 zusammen mit zwei Unternehmen wegen kommerzieller und industrieller Zusammenarbeit mit Pjöngjang auf die EU-Sanktionsliste gesetzt. Der südkoreanische Geheimdienst erklärt, Nordkorea habe seit 2024 mehr als 10.000 Soldaten entsandt, um zusammen mit Russen in der Ukraine zu kämpfen, dazu Waffen.

Reaktionen und offene Fragen

Das russische Außenministerium und die nordkoreanische Botschaft in Moskau beantworteten E-Mails mit der Bitte um Stellungnahme nicht. GRC erklärt, es habe zwei Russen kontaktiert, die es als Schlüsselfiguren des Netzwerks identifiziert habe, und nur einer habe geantwortet und die Vorwürfe bestritten. Die Beweisgrundlage umfasst archivierte Anzeigen, russische Handels- und Beschaffungsunterlagen sowie Fotos und Videos aus sozialen Medien, die GRC nach eigenen Angaben mithilfe von Geolokalisierung und Metadaten überprüft hat. Eine Kundenbewertung von KNDR.su auf dem russischen Portal Yandex lobte die Leistung, Produktivität und Disziplin der Arbeiter. Keine Quelle nennt eine Gesamtzahl der über die Plattform vermittelten Arbeiter.

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