Konflikte

Russischer Satellit näherte sich ICEYE-Satellit auf unter einen Kilometer – Experten sehen darin eine Angriffsübung

Der russische Satellit Kosmos 2612 kam Mitte Oktober 2026 dem Satelliten X36 von ICEYE auf weniger als einen Kilometer nahe. Zwei weitere russische Flugkörper bewegen sich inzwischen auf die Umlaufbahn eines zweiten ICEYE-Satelliten zu, X37.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von De Morgen, Digi24, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wie es dazu kam
  1. Mitte Oktober 2026Kosmos 2612 nähert sich X36 auf weniger als einen Kilometer
  2. 21.10.Der stellvertretende US-Außenminister Thomas DiNanno beschuldigt Russland öffentlich bedrohlicher Manöver
  3. Nach der Annäherung Mitte OktoberKosmos 2612 zieht sich wieder auf etwa 400 Kilometer von X36 zurück

Annäherung Mitte Oktober

Mitte Oktober 2026 näherte sich der russische Militärsatellit Kosmos 2612 dem Satelliten X36, einem kommerziellen Radaraufklärungssatelliten des finnischen Unternehmens ICEYE, das Daten an westliche Regierungen und Streitkräfte liefert, darunter auch an die Ukraine. Analysten erklärten gegenüber Reuters, der Abstand sei auf weniger als einen Kilometer geschrumpft, einige bezifferten ihn auf wenige hundert Meter oder noch weniger. Anfang Oktober hatte der russische Flugkörper noch mehrere hundert Kilometer entfernt gestanden und war schnell näher gekommen. Nach der Annäherung zog sich Kosmos 2612 wieder auf etwa 400 Kilometer von X36 zurück.

Der Vorwurf aus Washington

Am 21. Oktober 2026 veröffentlichte der stellvertretende US-Außenminister Thomas DiNanno einen Beitrag auf X zu dem Vorfall und beschrieb das Verhalten des russischen Satelliten mit diesen Worten:

„Der russische Militärsatellit COSMOS 2612 zeigt bedrohliches Verhalten, indem er sich absichtlich gefährlich nah an einen kommerziellen Satelliten manövriert“

Thomas DiNanno, Stellvertretender US-Außenminister

DiNanno fügte hinzu, das Manöver entspreche Operationen mit Waffen im Orbit. Greg Gillinger, leitender Weltraumanalyst bei Integrity ISR, einem US-Unternehmen, das amerikanische Weltraumstreitkräfte ausbildet, und ehemaliger Aufklärungsoffizier der US-Luftwaffe, sagte zu Reuters, die Annäherung wirke wie ein versuchter Angriff. Er nannte sie die aggressivste russische Haltung gegenüber den Satelliten eines anderen Landes, die er je gesehen habe. Seiner Einschätzung nach wäre eine derart enge Annäherung für Aufklärung oder elektronische Störmaßnahmen nicht nötig, weshalb Moskau offenbar erprobe, wie der Satellit zerstört werden könne.

Der deutsche Weltraumexperte Michael Traut äußerte sich zurückhaltender. Er sagte, die Daten allein ließen nicht mit Sicherheit erkennen, was Russland beabsichtige. Enge Annäherungen könnten der Inspektion, der Überwachung oder der Störung dienen, je nach den technischen Fähigkeiten eines Raumfahrzeugs, und jedes Szenario müsse abgewogen werden, vom vorübergehenden Funktionsverlust bis zur dauerhaften Außerbetriebsetzung. Das russische Verteidigungsministerium antwortete nicht auf eine Anfrage von Reuters. Moskau hat wiederholt gewarnt, westliche kommerzielle Satelliten, die der Ukraine helfen, könnten zu legitimen Zielen von Vergeltungsmaßnahmen werden.

Zwei weitere russische Flugkörper auf dem Weg zu X37

Slingshot Aerospace, ein US-Unternehmen für Weltraumaufklärung, beschreibt Kosmos 2612 öffentlich als Satelliten zur Inspektion und Wartung anderer Raumfahrzeuge. Er gehört zu einer Gruppe von sechs Militärsatelliten, die Russland im April gestartet hat. Analysten zufolge haben sich vier dieser Gruppe seit Mai in der Nähe von X36 aufgehalten, als ICEYE die Position des Satelliten änderte und die russischen Flugkörper mit neuen Manövern reagierten.

Laut Gillinger bewegen sich zwei weitere russische Satelliten, die mit Kosmos 2612 in Verbindung stehen, derzeit auf die Umlaufbahn von ICEYEs X37 zu. COMSPOC, ein US-Unternehmen, das Objekte im Orbit verfolgt, erklärt, die russischen Flugkörper seien zunehmend gut positioniert, um sich X37 zu nähern. Sowohl X36 als auch X37 sind in den Vereinigten Staaten registriert.

Die Reaktion von ICEYE und offene Fragen

ICEYE-Präsident Rafał Modrzewski hatte Reuters zuvor gesagt, das Unternehmen habe X36 nach früheren russischen Manövern verlegt, woraufhin Moskau weitere Bewegungen ausgeführt habe. Ann Stevens, die die US-Aktivitäten von ICEYE leitet, sagte, X36 sei weiterhin betriebsbereit und das Radarnetzwerk könne seine Dienste auch bei Störungen weiter erbringen. Beamte und Analysten haben bislang nicht geklärt, ob die Annäherungen eine Übung für einen Angriff oder eine Überwachungsmaßnahme waren. Die russische Seite hat sich zu den westlichen Einschätzungen nicht geäußert, sodass die Frage nach der Absicht offenbleibt, solange die Satelliten in Position nahe der Umlaufbahn von X37 bleiben.

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Quellen und Kontext

Organisationen
Reuters

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