Regierung · Washington

Richter stellt Verfahren gegen zwei ehemalige FBI-Beamte im Fall von Hunter Bidens Laptop ein

Ein US-Bundesmagistratsrichter stellte fest, dass die Staatsanwaltschaft keinen hinreichenden Tatverdacht dafür dargelegt hatte, dass Nikki Floris und Bradley Benavides wissentlich vor dem Kongress gelogen hatten; damit endete ihr Verfahren am Montag, 2. November. Die Vorwürfe waren im Oktober erhoben worden, kurz vor den Zwischenwahlen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, The Independent, Washington Post und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Washington · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 2023Floris und Benavides sagen vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses aus
  2. JuliTrumps Hauptabendrede zur Wahlsicherheit; die FBI-Untersuchung beginnt am nächsten Tag
  3. OktoberBundesstaatsanwälte erheben Vorwürfe gegen beide ehemaligen Beamten
  4. 2.11.Magistratsrichter Zia Faruqui stellt das Verfahren ein

Die Entscheidung

Am Montag, 2. November 2026, wies der US-Magistratsrichter Zia Faruqui das Strafverfahren gegen Nikki Floris und Bradley Benavides zurück, zwei ehemalige FBI-Beamte. Die Staatsanwaltschaft in Washington hatte ihnen im Oktober vorgeworfen, 2023 gegenüber dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses falsche Aussagen gemacht zu haben, als sie über die Rolle des Bureaus bei der Prüfung eines Laptops von Hunter Biden aussagten, dem Sohn des früheren Präsidenten Joe Biden. Faruqui erklärte, das Justizministerium habe keinen hinreichenden Tatverdacht dafür dargelegt, dass die beiden wissentlich falsche Angaben gemacht hätten. Er fügte hinzu, einige der Aussagen seien überhaupt nicht falsch gewesen, andere ließen sich durch ehrliche Erinnerungslücken erklären. Die Verteidigung hatte die vollständige Einstellung des Verfahrens beantragt, und der Richter verkündete seine Entscheidung nach einer langen Anhörung mündlich im Gerichtssaal.

„Was hier geschehen ist, lässt sich nur als Instrumentalisierung bezeichnen.“

Zia Faruqui

Faruqui sprach etwa eine Stunde lang und entschuldigte sich direkt bei Floris und Benavides dafür, dass sie „durch das Verfahren geschleift“ worden seien – beschuldigt von der Regierung, der sie jahrzehntelang gedient hatten.

Warum das Verfahren aus Sicht des Richters scheiterte

Faruqui sagte, die Staatsanwaltschaft habe das Verfahren überstürzt und „kritische Fehler“ gemacht, und er rügte die US-Staatsanwaltschaft in Washington dafür, grundlegende Kontrollen und Gewaltenteilung des Strafjustizsystems umgehen zu wollen. Er stellte infrage, warum die Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige einreichte – ein Instrument, das normalerweise genutzt wird, wenn ein Beschuldigter in Haft genommen werden muss –, statt eine Anklage durch eine Grand Jury anzustreben. In einer vorläufigen Anhörung in der vergangenen Woche tadelte er das Ministerium zudem dafür, dass es unerwartet eine geänderte Anzeige nachreichte, die einen weiteren Straftatbestand hinzufügte. Faruqui sagte, er sei zutiefst beunruhigt über das, was in dem Verfahren geschehen sei.

„Ich bin zutiefst beunruhigt darüber, was in diesem Verfahren geschehen ist.“

Zia Faruqui

Er sagte außerdem, die Vorwürfe seien unmittelbar vor der Stimmabgabe bei den Zwischenwahlen am Dienstag, 3. November, erhoben worden, und dieser Zeitpunkt lasse sich nicht ignorieren.

„Ich werde meinen Kopf nicht in den Sand stecken und so tun, als könne ich keinen Kalender lesen.“

Zia Faruqui

Wie die Ermittlungen begannen

Ein FBI-Agent sagte in der vergangenen Woche aus, die Untersuchung habe nach Trumps Hauptabendrede zur Wahlsicherheit im Juli begonnen, in der Trump erklärt hatte, das Bureau werde prüfen, ob Geheimdienste Informationen über eine angebliche chinesische Einflussnahme auf die Wahl 2020 zurückgehalten hätten. Am Tag nach dieser Rede wies FBI-Direktor Kash Patel das Außenbüro des Bureaus in Kansas City an, Floris zu überprüfen, die einen Geheimdienstbericht des FBI angezweifelt hatte, wonach China versucht habe, die Abstimmung 2020 zu beeinflussen. Faruqui merkte an, Patel habe die Untersuchung in Auftrag gegeben und eng begleitet, und derselbe Agent sagte, er selbst habe befürchtet, sie werde als politisch wahrgenommen. Floris und Benavides hatten in einer FBI-Arbeitsgruppe mitgearbeitet, die ausländische Einflussnahme auf die amerikanische Politik untersuchte; sie war nach der Wahl 2016 geschaffen worden, als Beamte befürchteten, Russland habe einzugreifen versucht. Vor der Abstimmung 2020 hatte diese Arbeitsgruppe davor gewarnt, Russland könne eine weitere Desinformationskampagne starten, um Trump zu helfen, indem es Behauptungen über den Laptop befeuere.

Wie es weitergeht

Das Justizministerium könnte gegen die Entscheidung Berufung einlegen oder versuchen, über eine Grand Jury eine Anklage zu erreichen, um das Verfahren wieder aufzunehmen. Vertreter der US-Staatsanwältin Jeanine Pirro, deren Behörde den Fall führte, reagierten am Montag zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme. Trump und die Republikaner im Kongress hatten Floris und Benavides lange für ihre Arbeit zur Absicherung der Wahl 2020 kritisiert, die Trump als gestohlen bezeichnet. Die Einstellung reiht sich in eine Serie von Rückschlägen für das Ministerium ein, wo Richter und Grand Jurys wiederholt nicht bereit waren, Verfahren gegen von Trump ins Visier genommene Personen zu stützen. Ob die Staatsanwaltschaft eine neue Anklage anstrebt, bleibt offen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen