Verkehr · Urda und Barcelona

Streik der Renfe-Zugführer am 29. Oktober nach Kollision bei Urda mit mindestens 68 Toten

Der 24-stündige Ausstand der Gewerkschaft Semaf betrifft am Donnerstag, 29. Oktober, alle Zugführer der Renfe-Gruppe – einen Tag nach einer Hochgeschwindigkeitskollision bei Urda, bei der mindestens 68 Menschen starben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, RTVE.es, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Urda, Barcelona · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stoßen bei Urda (Toledo) zusammen, mindestens 68 Tote
  2. 29.10.24-stündiger Renfe-Streik beginnt
  3. 29.10.Beirat Procicat tritt zu außerordentlicher Sitzung zusammen

Die Kollision bei Urda

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind am Mittwoch, 28. Oktober, auf der Strecke Madrid–Sevilla bei Urda in der Provinz Toledo zusammengestoßen. Medienberichte nennen mindestens 68 Tote und rund 50 Verletzte. Semaf, die Gewerkschaft der Renfe-Zugführer, erklärte, das Ausmaß des Unglücks und der Zustand der Zugführer im Führerstand des betroffenen Renfe-Zuges seien noch nicht bekannt. Die Gewerkschaft wollte sich nicht zu den Ursachen äußern und mahnte Zurückhaltung an, bis die Ermittlungen gesicherte Ergebnisse liefern. Das Unglück ereignete sich neun Monate nach einem Unfall in Adamuz (Córdoba) Ende Januar, bei dem 46 Menschen starben.

In ihrer ersten Reaktion erklärte die Gewerkschaft:

„Das Erste ist, den Opfern zu helfen und ihre Familien zu unterstützen.“

Semaf

Warum die Zugführer streiken

Semaf bestreikt am Donnerstag, 29. Oktober, von 00:01 bis 23:59 Uhr alle Unternehmen der Renfe-Gruppe. Die Gewerkschaft hielt den Ausstand nach dem Unglück aufrecht, weil er zur Durchsetzung von Sicherheitsverbesserungen ausgerufen wurde. Semaf erklärt, die nach den Unfällen von Adamuz und Gélida gemachten Zusagen seien ins Stocken geraten. Zu den Forderungen zählen verbindliche Protokolle bei Wetterwarnungen, klare Kommunikationsregeln in Risikosituationen, die Einstellung neuer Zugführer, Unterstützung nach Personenunfällen und zuverlässigeres Rollmaterial. Zudem verlangt sie die Freigabe der reduzierten Rentenabschlagsfaktoren für Zugführer. Renfe entgegnete, sämtliche Zusagen aus der Vereinbarung vom 9. Februar erfüllt zu haben, betonte das Streikrecht und warnte, der Ausstand könne Tausende Fahrgäste treffen. Zu den Zahlen der zum Streik Aufgerufenen gibt es unterschiedliche Angaben: ABC nennt etwa 100 Zugführer, RTVE rund 6.000 Beschäftigte der Renfe-Gruppe. ABC berichtet zudem, die wichtigste Reaktion der Verkehrsministerin bzw. des Verkehrsministers seien bislang temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen auf rund 4.000 km AVE-Strecke, die Adif je nach Verkehrslage anpasse.

Mindestverkehr und Einschränkungen in Katalonien

Die katalanische Zivilschutzbehörde hat ihren Bahnnotfallplan Ferrocat vor dem Streik in Vorwarnung versetzt. Das Ministerium für Unternehmen und Arbeit unter Minister Miquel Sàmper legte für Rodalies Mindestdienste von 66 Prozent des üblichen Angebots in den Hauptverkehrszeiten und 33 Prozent für den Rest des Tages fest; die Prozentsätze dürfen ungleich verteilt werden, solange die Gesamtquote nicht überschritten wird. Für Hochgeschwindigkeitszüge meldet La Vanguardia eine Mindestquote des Verkehrsministeriums von 73 Prozent, während El Periódico 75 Prozent zu Spitzenzeiten und 50 Prozent außerhalb der Spitzenzeiten nennt. Aus Quellen der katalanischen Regierung hieß es, der Tag dürfte sehr kompliziert werden; empfohlen werden Homeoffice, wo möglich, Busse oder FGC-Züge. Der Beirat Procicat tritt am Donnerstag um 08:00 Uhr zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um den Tag zu verfolgen. Zusätzliche Busse können erst bestellt werden, wenn die Mindestdienste nach Betriebsaufnahme nicht eingehalten werden, da eine Vorabbuchung das Streikrecht beeinträchtigen würde. Renfe riet Fahrgästen, Reisen frühzeitig zu planen und den Betriebsstatus zu prüfen, da sich die Takte im Tagesverlauf ändern können.

Mindestdienste bei Rodalies am 29. Oktober% des üblichen Angebots
Hauptverkehrszeiten
66 % des üblichen Angebots
Rest des Tages
33 % des üblichen Angebots

Daten aus dem Artikeltext

Wie sich der Konflikt aufbaute

Nach dem Unfall von Adamuz wurden mehrere Streiktage ausgerufen und wieder abgesagt, nachdem das Verkehrsministerium Mittel für die Instandhaltung von Infrastruktur und Rollmaterial zugesagt hatte. Renfe und die Gewerkschaft einigten sich am 9. Februar, doch Mitte Oktober beklagte Semaf ein Stocken der Folgemaßnahmen und kehrte zum Streik zurück. Den Ausstand für den 29. Oktober kündigte die Gewerkschaft am Freitag, 23. Oktober, an, nachdem ein Vorverfahren vor der Comisión de Conflictos den Streit nicht beilegen konnte. Die Kollision bei Urda ereignete sich dann am Mittwoch, 28. Oktober – einen Tag bevor der Streik beginnen soll.

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