Verkehr · Madrid und Barcelona

Semafs 24-Stunden-Streik bei Renfe am Donnerstag, 29. Oktober: Mindestangebot auf der AVE-Strecke bei 73 %

Semaf hat für den 29. Oktober einen 24-stündigen Ausstand aller Triebfahrzeugführer von Renfe ausgerufen. Das Ministerium hat für jede Zugart Mindestdienstleistungen festgelegt, wobei Katalonien eigene Werte bestimmt hat.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaVanguardia, europa press, EL PAÍS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Barcelona · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Zweites Hauptverkehrszeitfenster endet, Untergrenze sinkt auf 50 %
  2. 29.10.Drittes Hauptverkehrszeitfenster der Cercanías beginnt, Untergrenze 75 %
  3. 29.10.Drittes Hauptverkehrszeitfenster endet, Untergrenze sinkt auf 50 %

Der Streik und sein Umfang

Semaf, die spanische Gewerkschaft der Triebfahrzeugführer (Sindicato Español de Maquinistas Ferroviarios), hat für Donnerstag, den 29. Oktober, einen 24-stündigen Streik ausgerufen. Der Ausstand betrifft das gesamte Fahrpersonal der Renfe-Gruppe in ganz Spanien. Nach Angaben von Renfe läuft er an diesem Tag von 00:01 bis 23:59 Uhr. Renfe warnt, dass sich die Taktungen während des Streiks ändern könnten, und rät Fahrgästen, den Betriebsstatus vor der Abfahrt zu prüfen.

Vom Ministerium festgelegte Mindestdienste

Das Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität hat Mindestdienstleistungen für den Streik festgelegt; jede Zugart muss einen Anteil ihres üblichen Verkehrs aufrechterhalten. Die Vorortzüge (Cercanías) müssen in den Hauptverkehrszeiten von 06:00 bis 09:00, 13:30 bis 15:30 und 18:30 bis 20:30 Uhr 75 % des normalen Angebots fahren, in der übrigen Zeit 50 %. Media-Distancia-Züge halten im Durchschnitt 65 % ihres üblichen Angebots aufrecht, Hochgeschwindigkeits- und Fernzüge 73 %. Güterzüge müssen 26 % des planmäßigen Verkehrs aufrechterhalten. In Katalonien hat die Regionalregierung für Rodalies und Regionals in den Hauptverkehrszeiten 66 % des üblichen Angebots und für die übrige Zeit 33 % festgelegt – eine Entscheidung, die sie am Freitag, dem 23. Oktober, getroffen hat.

Mindestdienstleistungen beim Renfe-Streik am 29. Oktober%
Cercanías Hauptverkehrszeit
75 %
Cercanías außerhalb der Hauptverkehrszeit
50 %
Media Distancia
65 %
AVE und Fernverkehr
73 %
Güterverkehr
26 %
Katalonien Rodalies und Regionals Hauptverkehrszeit
66 %
Katalonien Rodalies und Regionals außerhalb der Hauptverkehrszeit
33 %

Daten aus dem Artikeltext

Die Forderungen von Semaf

Semaf erklärt, die Verhandlungen seien ins Stocken geraten und bereits erzielte Vereinbarungen zur Sicherheit im Bahnverkehr würden nicht umgesetzt. Die Gewerkschaft fordert verbindliche Protokolle für das Vorgehen bei Wetterwarnungen sowie eine Regelung, die die Kommunikation in Risikosituationen koordiniert. Sie verlangt zudem, dass Ruhepausen in der Lenkzeit korrekt angewendet werden, die Einstellung neuer Triebfahrzeugführer und eine bessere Betreuung des Personals nach Unfällen, bei denen Züge Menschen erfassen. Beim rollenden Material fordert sie dauerhafte technische Lösungen für Zuverlässigkeits- und Sicherheitsprobleme.

Renfe weist die Streikgründe zurück

Renfe entgegnet, die Forderungen der Gewerkschaft gingen über die Zuständigkeit des Unternehmens hinaus.

„Die von Semaf erhobenen Forderungen überschreiten den Rahmen der Zuständigkeit des Unternehmens.“

Renfe

Renfe nennt den Streik „inkohärent“, weil er sich auf Themen wie Lenkzeitregeln und bestimmte Maßnahmen der Arbeitsaufsicht richte, über die das Unternehmen nach eigener Darstellung nicht entscheiden könne. Zudem seien diese Forderungen nicht im Tarifvertrag enthalten, den Semaf im Juli unterzeichnet habe. Renfe erklärt, die in einer im Februar nach dem Unfall von Adamuz unterzeichneten Vereinbarung zugesagten Verpflichtungen zur Stärkung des Bahnsystems vollständig erfüllt zu haben. Das Unternehmen habe mehr als 1.200 Beschäftigte eingestellt, die Wartungsteams verstärkt und Maßnahmen zur Verbesserung der Zuverlässigkeit der Züge eingeführt.

Die wichtigen Zeiten am 29. Oktober

Das Streikfenster öffnet am 29. Oktober um 00:01 Uhr. Die drei Hauptverkehrszeiten der Cercanías liegen dann von 06:00 bis 09:00, von 13:30 bis 15:30 und von 18:30 bis 20:30 Uhr, wenn die 75-Prozent-Untergrenze gilt. Außerhalb dieser Zeiträume sinkt die Untergrenze auf 50 %. Media Distancia, AVE und Fernverkehr unterliegen über den Tag hinweg den Untergrenzen von 65 % und 73 %.

Sicherheitsmaßnahmen und der Streit um das Wetter

Renfe erklärt, bei widrigem Wetter oder in Risikosituationen das einzige Unternehmen zu sein, das Sicherheitsmaßnahmen ergreife, während Wettbewerber die Züge weiterfahren ließen, und verweist darauf, dass die Gewerkschaft dies selbst einräume. Das Unternehmen betont zudem, dass es Regelungen für Wetter- und Risikosituationen bei anderen Unternehmen nicht gebe. Renfe argumentiert, ein Großteil der Agenda von Semaf spiegele Praktiken wider, die bei Renfe bereits bestünden und die die Gewerkschaft auf den gesamten Bahnsektor ausweiten wolle.

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