Wohnen · Lissabon und Porto

Montenegro spricht um 20:00 zu Portugal über Wohnungspolitik – Proteste und Polizeieinsätze

Premierminister Luís Montenegro wird am Dienstag, 3. November, um 20:00 Uhr von São Bento aus sprechen – nach Wochen von Wohnungsprotesten und Polizeieinsätzen in Lissabon und Porto.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Observador, Jornal Expresso, SAPO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon, Porto · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 10.10.Beginn der Wohnungsproteste mit Forderungen nach Änderungen am Mietrecht und einem Ende von Räumungen ohne Ersatzwohnraum
  2. 1.11.Die PSP löst die Lager in Lissabon und Porto auf und entfernt rund 100 Zelte; mehr als 20 Menschen verletzt
  3. 2.11.Der Staatsrat kommt auf Einladung des Präsidenten zusammen
  4. 3.11.Montenegro will sich um 20:00 Uhr aus São Bento an das Land wenden

Die Ankündigung

Premierminister Luís Montenegro wird am Dienstag, 3. November, um 20:00 Uhr in einer Ansprache an das Land zur Wohnungspolitik Stellung nehmen; er spricht aus der offiziellen Residenz São Bento in Lissabon. Die Ankündigung machte er gegenüber Journalisten in einem Hangar des Flughafens Humberto Delgado, unmittelbar nach der Unterzeichnungszeremonie für den Verkauf eines großen Teils des TAP-Kapitals an die Lufthansa-Gruppe. Jede Stellungnahme zur Wohnungspolitik verschob er auf diese Rede und das anschließende Gespräch mit Journalisten. Bei der Zeremonie verteidigte er das Geschäft mit dem nationalen Interesse:

„Wir denken hier an das Interesse des Landes.“

Luís Montenegro, Premierminister Portugals

Wochen der Proteste und Polizeieinsätze

Seit dem 10. Oktober finden Proteste zum Wohnen statt; gefordert werden eine Rücknahme des neuen Mietrechts, ein Ende von Abrissen und Räumungen ohne Ersatzwohnraum sowie eine Eindämmung der Käufe von Wohnungen durch Immobilienfonds. Die Demonstrierenden verlangen zudem mehr öffentlichen Wohnraum und die Umnutzung leerstehender Gebäude zu Wohnungen. Zeltlager auf dem Lissabonner Rossio-Platz und auf der Praça D. João I in Porto wurden bereits zuvor von der Polizei geräumt. In den frühen Morgenstunden des Sonntags, 1. November, löste die Polícia de Segurança Pública (PSP) beide Lager erneut auf und entfernte rund 100 Zelte. Der Einsatz ging mit Polizeivorstößen und geworfenen Gegenständen einher; mehr als 20 Menschen wurden unter den Demonstrierenden und den Polizisten verletzt.

Politische Reaktionen

Nach dem zweiten Polizeieinsatz in Lissabon am Sonntagmorgen sagte Präsident António José Seguro, er habe mit Montenegro sowie mit den Bürgermeistern von Lissabon und Porto gesprochen, und er rief zu Dialog und Konsens auf:

„Das Recht zu demonstrieren ist ein Verfassungsrecht, ein Zeichen unserer Freiheit und unserer demokratischen Ordnung.“

António José Seguro, Präsident Portugals

Seguro bat zudem die Regierung und den Ombudsmann um Aufklärung des Polizeivorgehens. Er berief den Staatsrat ein, der am Montag, 2. November, zusammenkam. Ein Anwalt reichte eine Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen das für Inneres zuständige Regierungsmitglied und den PSP-Direktor ein. Im Parlament wies der Minister für die Präsidentschaft, António Leitão Amaro, während einer Anhörung zum Haushalt eine direkte Verantwortung der Regierung für das Polizeivorgehen zurück und trennte in seiner Antwort an den Abgeordneten Fabian Figueiredo von Bloco de Esquerda politische von operativer Verantwortung. Bloco hat zudem Beschwerden über die Polizeieinsätze bei den Vereinten Nationen und beim Europarat eingereicht.

Streit um das Lager und der TAP-Deal

Der Stadtrat von Lissabon hat drei alternative Standorte vorgeschlagen, damit ein Weihnachtsmarkt auf dem Rossio stattfinden kann, während die Camper sich weigern zu gehen und die Händler den Markt dort unterstützen. Die Generalstaatsanwaltschaft (PGR) hat gegen eine Gerichtsentscheidung Berufung eingelegt, die im Morgengrauen ein Zelt auf dem Rossio erlaubte, und die Camper bestreiten, dass die Berufung diese Entscheidung aussetzt. Die Richterin, die die Entscheidung erlassen hat, muss diese Frage klären. Zu TAP sagte der Vorsitzende der Fluggesellschaft, er erwarte von der Lufthansa-Beteiligung keine Kostensenkungen oder Stellenstreichungen.

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