Regierung · Lissabon, Porto und Marinha Grande
Polizei räumt Wohnungsprotest-Camps in Lissabon und Porto – Minister verteidigt das Vorgehen
Die Polizei ist in der Nacht zum Sonntag, 1. November, gegen Wohnungsprotest-Camps in Lissabon und Porto vorgegangen und hat 13 Menschen festgenommen. Innenminister Luís Neves wies politische Anweisungen für den Einsatz zurück und erklärte, sein Amt stehe dem Premierminister zur Verfügung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von JN, Correio da Manha, Jornal Expresso und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ab etwa 04:30 Uhr am Sonntag, 1. November, entfernten PSP-Beamte die Zelte in den Camps in Lissabon und Porto und nahmen 13 Menschen fest; die Praça D. Pedro V und die Praça D. João I wurden geräumt.
JN berichtet von 40 Verletzten in Porto und sechs in Lissabon, Expresso und Observador nennen 13 verletzte Polizeibeamte, und die Organisatoren zählten mehr als 50 verletzte Protestierende.
Laut einer Mitteilung der PSP zog ein Beamter in Zivil seine Schusswaffe, nachdem drei Beamte auf der Avenida dos Aliados angegriffen worden waren; die Acampada do Porto bestreitet diese Darstellung.
PS-Generalsekretär José Luís Carneiro will Minister Luís Neves dringend im Parlament sehen, und Anwalt Ricardo Sá Fernandes kündigte eine Strafanzeige gegen den Minister und den nationalen Direktor der PSP an.
- 1.11.Die PSP rückt gegen die Protestcamps in Lissabon und Porto vor, entfernt Zelte und nimmt 13 Menschen fest
- 1.11.Laut Acampada do Porto stellen sich vier Beamte in Zivil Protestierenden entgegen, die sich auf der Avenida dos Aliados versammelt haben
Einsatz im Morgengrauen in Lissabon und Porto
Kurz nach 04:30 Uhr am Sonntag, 1. November, ging die Polizei für öffentliche Sicherheit (PSP) gegen Demonstranten vor, die in Lissabon und Porto campierten, forderte sie zum Abbau auf, entfernte ihre Zelte und nahm 13 Menschen fest. In Lissabon gingen die Beamten mit Knallkörpern und Schlagstöcken vor, und die Praça D. Pedro V war innerhalb von Minuten leer, als die Protestierenden über die Zugangswege auf das Rossio abgedrängt wurden. In Porto räumte die Polizei das Camp auf der Praça D. João I, rückte mit Schlagstöcken und Hunden vor und drängte die Menschen bis zur Rua Dr. Magalhães Lemos zurück. Die Protestierenden riefen, ihre Aktion sei friedlich, während die Beamten vorrückten. Die Camps waren Teil der Proteste gegen die Wohnungsnot.
Verletztenzahlen und der Schusswaffenvorfall
Die Opferzahlen weichen je nach Bericht voneinander ab. JN beschreibt einen Polizeieinsatz, bei dem in Porto 40 Menschen und in Lissabon sechs verletzt wurden, während Expresso und Observador 13 verletzte Polizeibeamte nennen. Observador ergänzt, die Organisatoren hätten mehr als 50 verletzte Protestierende gezählt. Laut einer Mitteilung der PSP wurde ein vierköpfiges Team in Zivil, das die Avenida dos Aliados in Porto überwachte, von einer Gruppe von Protestierenden erkannt, und drei der Beamten wurden angegriffen. PSP-Sprecher Sérgio Soares sagte, einer der Beamten in Zivil habe seine Schusswaffe gezogen, als sich die Protestierenden näherten. Die Acampada do Porto bestreitet diese Darstellung und erklärt, die vier Zivilisten hätten gegen 05:15 Uhr versucht, schutzbedürftige Protestierende zu isolieren. Minister Luís Neves sagte, er habe noch keine konkreten Informationen zur Schusswaffe, aber jeder Einsatz einer Waffe müsse gerechtfertigt und formalisiert werden.
Minister verteidigt den Einsatz
Innenminister Luís Neves sprach in Marinha Grande vor Journalisten und sagte, niemand sehe diese Bilder gern. Er machte eine kleine Randgruppe von Protestierenden dafür verantwortlich, wiederholt gegen das Gesetz zu verstoßen, indem sie Zelte aufstellten, die so nicht hätten bleiben können. Er argumentierte, der erste Polizeieinsatz sei nicht gewaltsam gewesen, und brachte die Eskalation mit dem Verhalten der Protestierenden in Verbindung:
Auf die Frage, wer den Befehl gegeben habe, sagte er, es wäre ein schlechter Zustand um den Staat bestellt, wenn es für die Durchsetzung des Rechts durch die Polizei einer politischen Entscheidung bedürfte, und die PSP verfüge über volle technische, taktische und operative Autonomie. Er sagte zudem, die Entschlossenheit des Staates dürfe nicht blockiert werden, und das Parlament sei der Ort, an dem Gesetze zu Rechten verabschiedet würden:
„Es ist das Parlament, in dem alle Gesetze zu Rechten, Freiheiten und Garantien verabschiedet werden.“
Neves fügte hinzu, es dürfe keine Blockaden gegen die Entschlossenheit des Staates geben, und die verletzten Beamten seien ein Grund für die eingesetzte Gewalt gewesen.
Politischer Druck und eine Strafanzeige
Der Generalsekretär der Sozialistischen Partei, José Luís Carneiro, forderte, Neves müsse dringend im Parlament erscheinen und erklären, wie die Einsätze geplant und durchgeführt wurden; er nannte den Einsatz unverhältnismäßiger Gewalt inakzeptabel. Laut Expresso sprach sich Carneiro zudem für eine Regierungsumbildung aus, und die PS kündigte an, den Minister ins Parlament zu zitieren. Neves sagte, Carneiro habe jede Legitimität, ihn zu hinterfragen. Auf die Frage, ob er seinen Rücktritt angeboten habe, sagte Neves, sein Amt stehe dem Premierminister Luís Montenegro dauerhaft zur Verfügung. Der Anwalt Ricardo Sá Fernandes, der die Protestierenden im Lissabonner Camp vertritt, kündigte eine Strafanzeige gegen den Minister und den nationalen Direktor der PSP an, und Neves erklärte, er sei bereit, dem Parlament oder der Justiz Erklärungen abzugeben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- JNLuís Neves zum Polizeieinsatz: „Verhalten erzeugt Verhalten“Luís Neves sobre carga policial: "Comportamento gera comportamento" · Original auf Portugiesisch
- Correio da ManhaLuís Neves garantiert, dass der Waffeneinsatz der Polizei gerechtfertigt sein mussLuís Neves garante que utilização de armas pela polícia tem de ser justificada · Original auf Portugiesisch
- Jornal ExpressoInnenminister beschuldigt „einen kleinen Rand“ von Demonstranten, die „wiederholt das Gesetz nicht eingehalten haben“Ministro da Administração Interna culpa "uma pequena franja" de manifestantes que "tem vindo de uma forma reiterada o cumprimento da lei · Original auf Portugiesisch
- ObservadorInnenminister verteidigt Polizeieinsätze in den Lagern und bekräftigt, dass sein Posten Montenegro „zur Verfügung“ stehtMinistro da Administração Interna defende cargas policiais nas acampadas e reitera cargo "à disponibilidade" de Montenegro · Original auf Portugiesisch
- Luís Neves
- Portugiesischer Minister für innere Verwaltung, der den Polizeieinsatz verteidigte
- Luís Montenegro
- Portugiesischer Premierminister, dem Neves zufolge sein Amt zur Verfügung steht
- José Luís Carneiro
- Generalsekretär der Sozialistischen Partei, der forderte, dass Neves im Parlament erscheint
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