Regierung · Guarda, Vila Nova de Gaia und Portimão
Sozialisten lehnen 2.300-Euro-Mietobergrenze ab – Gespräche über Portugals Mietrecht stocken
Carneiro sagt, die PS sei offen für neue Lösungen, halte die Grenze von 2.300 Euro aber für unvereinbar mit einer moderaten Miete. Zudem forderte er Aufklärung über zwei mutmaßliche Todesfälle im Zusammenhang mit dem Krankenhaus von Portimão.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, Observador und Diário de Notícias. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
PS und Regierung bleiben uneinig über die 2.300-Euro-Größe, die die Regierung laut Berichterstattung als Obergrenze für bestimmte steuerliche Maßnahmen bei Mietwohnungen nutzt.
Carneiro sagte, die PS habe eine öffentliche Bürgschaft für Menschen zwischen 18 und 35 Jahren und für Familien bis zur sechsten Einkommensstufe vorgelegt, dazu eine Versicherung für Vermieter gegen Zahlungsausfälle und Schäden an Immobilien.
Carneiro warf der Regierung vor, den Mietmarkt liberalisieren und Renditen für Immobilienfonds garantieren zu wollen, während die AD-Parteien Änderungen im Parlament offen gegenüberstehen.
Am Samstag, 7. November, forderte Carneiro Premierminister Luís Montenegro auf, öffentlich zwei Todesfälle zu erklären, die angeblich durch fehlende medizinische Versorgung im Krankenhaus von Portimão an der Algarve verursacht wurden.
Gespräche stocken wegen der 2.300-Euro-Grenze
Die Verhandlungen zwischen der Regierung und der Sozialistischen Partei (PS) über das Mietrecht sind erneut ins Stocken geraten: Beide Seiten sind sich weiterhin uneinig über die Vorstellung von Mieten bis zu 2.300 Euro. PS-Generalsekretär José Luís Carneiro bekräftigte am Freitag, 6. November, in Guarda die Ablehnung seiner Partei gegenüber zentralen Teilen der Regierungsvorschläge. Die Parteien der Demokratischen Allianz (AD) erklärten, sie seien offen für Änderungen im Parlament. Carneiro sagte, die PS sei bereit, eine politische Einigung zu erzielen, allerdings nur, wenn die Regierung ihre derzeitigen Maßnahmen überarbeite. Am Samstag, 7. November, warf er der Regierung vor Journalisten in Vila Nova de Gaia vor, in zwei Punkten „unnachgiebig“ zu sein: beim Mietregime und bei der Zahl von 2.300 Euro.
Was die Zahl von 2.300 Euro bedeutet
Die Berichterstattung stellt klar, dass es sich bei den 2.300 Euro um eine Obergrenze handelt, mit der bestimmte steuerliche Maßnahmen für Mietwohnungen gerahmt werden – nicht um eine verbindliche Miete oder eine allgemeine Obergrenze für jeden Mietvertrag. Die PS argumentiert, diese Zahl spiegele nicht wider, was sich viele portugiesische Familien leisten könnten, und fordert strengere Kriterien für die Bezahlbarkeit. Carneiro ging weiter und behauptete, die Regierung wolle den Mietmarkt liberalisieren und Renditen für Immobilienfonds garantieren. Die Sorge der PS sei eine andere: Sie drehe sich darum, dass Mieter Mieten zahlen können, die zu ihrem Einkommen passen, während Eigentümer ihre Wohnungen weiterhin auf den Markt bringen wollen.
„Für uns ist eine Miete von 2.300 Euro keine moderate Miete.“
Der Gegenvorschlag der PS
Die PS erklärt, sie habe der Regierung ein anderes Paket vorgelegt, das auf einer öffentlichen Bürgschaft für junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren sowie für Familien bis zur sechsten Einkommensstufe beruhe. Laut Carneiro würde eine Versicherung Vermieter gegen ausbleibende Mietzahlungen und mögliche Schäden an den Immobilien absichern. Die Partei will zudem stärkere Garantien für Mieter und öffentliche Schutzmechanismen, die die Interessen von Mietern und Eigentümern ausgleichen. Sie verlangt, dass die Regierung ihren aktuellen Text fallen lässt und sich an der Ausarbeitung einer neuen gesetzlichen Lösung beteiligt.
„Wir sind bereit, Lösungen zu erarbeiten, neue Lösungen, die ausgewogen sind.“
Zwei Todesfälle im Krankenhaus von Portimão
Am Samstag, 7. November, stellte Carneiro in Vila Nova de Gaia auch Fragen an die Regierung zu zwei Todesfällen, die angeblich durch fehlende medizinische Versorgung im Krankenhaus von Portimão an der Algarve verursacht wurden. Berichte über mutmaßliche Mängel in der Notfallversorgung dieser Einrichtung veranlassten ihn, von Premierminister Luís Montenegro eine öffentliche Erklärung zu verlangen. Carneiro sagte, Montenegro habe die Pflicht, die Umstände der beiden Todesfälle aufzuklären. In denselben Äußerungen verlangte er Rechenschaft darüber, was in dem Krankenhaus geschehen sei.
„Der Premierminister hat die Pflicht, öffentlich zu erklären, was geschehen ist, damit es in diesem Krankenhaus in Portimão zu zwei Todesfällen aus Mangel an medizinischer Versorgung kommen konnte.“
Wie es weitergeht
Die PS kündigt an, ihre Alternative dem Premierminister vorzulegen, den Carneiro für die Koordinierung und Leitung des Regierungsprozesses verantwortlich macht. Er sagte, der Verhandlungsprozess sei nicht abgeschlossen. Die AD lehnt diese Vorschläge der PS ab, erklärt aber, sie sei offen für Änderungsanträge im Parlament. Der Vorschlag der PS und der Text der Regierung bleiben die beiden Optionen auf dem Tisch.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SAPOMieten von 2.300 Euro: Regierung und PS uneinigRendas de 2300€: Governo e PS em desacordo · Original auf Portugiesisch
- ObservadorCarneiro argumentiert, dass „eine Miete von 2.300 Euro keine moderate Miete ist“Carneiro defende que "uma renda de 2.300 euros não é uma renda moderada" · Original auf Portugiesisch
- Diário de NotíciasCarneiro hält Türen offen, um eine „ausgewogenere“ Lösung im Mietrecht auszuhandelnCarneiro mantém portas abertas para negociar uma solução "mais equilibrada" na Lei do Arrendamento · Original auf Portugiesisch
- José Luís Carneiro
- Generalsekretär der Sozialistischen Partei (PS), der die Mietvorschläge der Regierung kritisierte und sie zu den Todesfällen in Portimão befragte
- Luís Montenegro
- Premierminister Portugals, den Carneiro zur Aufklärung der Todesfälle in Portimão aufforderte und der die Regierung bei den Verhandlungen über das Mietrecht führt
- Orte
- Guarda, Vila Nova de Gaia, Portimão, Erde
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen