Regierung · Paris
Frankreich: Tausende demonstrieren gegen Lebenshaltungskosten – Teilnehmerzahl sinkt den vierten Samstag in Folge
Bis 14 Uhr am Samstag, 7. November, hatten sich nach Angaben des Innenministeriums etwa 7.000 Menschen 68 Aktionen außerhalb von Paris angeschlossen. Die Polizei nahm zwei Organisatoren der Gelbwesten fest, als sich an der Place de la Concorde eine verbotene Kundgebung bildete.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von rts.ch, Le Soir, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bis 14 Uhr am 7. November schlossen sich nach Angaben des Innenministeriums etwa 7.000 Menschen 68 Aktionen außerhalb von Paris an, gegenüber 67.000 bei 198 Aktionen am 17. Oktober.
70.000 Polizisten und Gendarmen waren im Einsatz; bis zu jener Stunde gab es 18 Festnahmen gegenüber 27 zur selben Zeit eine Woche zuvor sowie mehr als 15.600 vorbeugende Kontrollen.
Rund hundert Gelbwesten versammelten sich trotz Verbots an der Place de la Concorde; die Organisatoren Benjamin Ball und Azelma Sigaux wurden in der Nähe der Nationalversammlung festgenommen.
Premierminister Sébastien Lecornu beruft für Montag, 9. November, eine Sozialkonferenz ein, nachdem die Gewerkschaftsmärsche am Donnerstag, 5. November, zwischen 575.000 und 1,6 Millionen Menschen angezogen hatten.
- 5.11.Gewerkschaftsmärsche ziehen nach Zählungen des Innenministeriums und der CGT zwischen 575.000 und 1,6 Millionen Menschen an
- 7.11.Etwa 7.000 Menschen bei 68 Aktionen außerhalb von Paris, während eine verbotene Kundgebung an der Concorde stattfindet
- 9.11.Sozialkonferenz in Matignon: Arbeitgeber und Gewerkschaften am Morgen, Studierende und Gymnasialgruppen am Nachmittag
Ein vierter Samstag unter massivem Polizeiaufgebot
Am Samstag, 7. November, demonstrierten in ganz Frankreich Tausende Menschen – der vierte Samstag in Folge mit Protesten „für die Jugend und gegen die hohen Lebenshaltungskosten“. Der Pariser Zug bestand überwiegend aus jungen Menschen, darunter Gymnasiasten, Studierende und Dreißigjährige; einige sangen den Téléphone-Song „Je rêvais d'un autre monde“ mit. Die Regierung setzte landesweit 70.000 Polizisten und Gendarmen ein, ebenso viele wie in den Wochen zuvor, nachdem die Proteste vom 17. Oktober von Plünderungen und Gewalt überschattet worden waren. Am Freitag hatte Innenminister Laurent Nuñez seine Einschätzung für den bevorstehenden Tag abgegeben.
„das Risiko sei genau dasselbe gewesen wie an den vorangegangenen Samstagen“
Die Teilnehmerzahlen sinken weiter
Nach Angaben des Innenministeriums hatten sich bis 14 Uhr etwa 7.000 Menschen 68 Aktionen außerhalb von Paris angeschlossen – ein deutlicher Rückgang, der den seit dem 17. Oktober beobachteten Abwärtstrend fortsetzt. Das Ministerium stellte diese Zahl 15.000 Menschen bei 65 Aktionen am Samstag, 31. Oktober, 37.000 bei 108 Aktionen am 24. Oktober und 67.000 bei 198 Aktionen am 17. Oktober gegenüber. Die Lage im ganzen Land sei insgesamt ruhig und unter Kontrolle, hieß es aus dem Ministerium; zu jener Stunde gab es 18 Festnahmen, gegenüber 27 zur selben Zeit in der Vorwoche. Bis dahin seien mehr als 15.600 vorbeugende Kontrollen durchgeführt worden, teilte dieselbe Quelle mit. Die folgende Grafik zeigt die Samstagszahlen außerhalb von Paris seit dem 17. Oktober.
- 2026-10-17
- 67000 Personen
- 2026-10-24
- 37000 Personen
- 2026-10-31
- 15000 Personen
- 2026-11-07
- 7000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Eine verbotene Kundgebung an der Place de la Concorde
Die Gelbwesten-Koordination hatte zu einer Kundgebung an der Place de la Concorde aufgerufen, doch die Pariser Polizeipräfektur verbot sie. Die Polizei hielt den Platz in Stärke besetzt, und rund hundert Gelbwesten versammelten sich dennoch dort, die meisten ohne ihre gelben Westen. Sie wurden schnell von Bereitschaftspolizisten (CRS) eingekreist, ihre Identität wurde überprüft. Zwei Organisatoren – das Koordinationsmitglied Benjamin Ball und die Sprecherin Azelma Sigaux – wurden am frühen Nachmittag in der Nähe der Nationalversammlung festgenommen, nach Angaben von AFP-Reportern vor Ort ruhig. Rechtsanwalt David Libeskind hatte zuvor erklärt, der Platz sei gewählt worden, weil er symbolträchtig und nahe der Nationalversammlung liege und die Forderungen der Bewegung politisch seien. Der Hauptzug verließ die Place de la République kurz nach 14 Uhr in Richtung Place de la Nation.
Gewerkschaften und das Treffen am Montag
Die Gewerkschaftsmärsche am Donnerstag, 5. November, zogen nach Zählungen des Innenministeriums und der Gewerkschaft CGT zwischen 575.000 und 1,6 Millionen Menschen an. Premierminister Sébastien Lecornu hat für Montag, 9. November, eine Sozialkonferenz einberufen. Arbeitgeber und Gewerkschaften treffen sich am Morgen, Schüler- und Studierendenorganisationen am Nachmittag. Marylise Léon, Generalsekretärin der Gewerkschaft CFDT, hat die Regierung aufgefordert, den Mindestlohn (SMIC) zu erhöhen und Lohnverhandlungen aufzunehmen, die der Kaufkraft einen Schub geben. Die Intersyndicale will nach der Sitzung in Matignon zusammenkommen, um über die Fortsetzung der Mobilisierung zu entscheiden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- rts.chFrankreich: Tausende Demonstranten gegen die hohen LebenshaltungskostenFrance : des milliers de manifestants contre la vie chère · Original auf Französisch
- Le SoirFrankreich: mehr als 15.000 präventive Kontrollen und etwa 7.000 Demonstranten außerhalb von ParisFrance : plus de 15.000 contrôles préventifs et quelque 7.000 manifestants en dehors de Paris · Original auf Französisch
- La Libre.be7.000 Menschen in den Demonstrationszügen in Frankreich, eine Mobilisierung im „deutlichen Rückgang“7.000 personnes dans les cortèges en France, une mobilisation en "net recul" · Original auf Französisch
- 7sur7Eine Mobilisierung im „deutlichen Rückgang“: 7.000 Menschen in den Demonstrationszügen in FrankreichUne mobilisation en "net recul": 7.000 personnes dans les cortèges en France · Original auf Französisch
- Laurent Nuñez
- Französischer Innenminister, dessen Ministerium die Teilnehmer- und Festnahmezahlen meldete
- Sébastien Lecornu
- Französischer Premierminister, der für Montag, 9. November, eine Sozialkonferenz in Matignon einberief
- Benjamin Ball
- Mitglied der Gelbwesten-Koordination, in der Nähe der Nationalversammlung festgenommen
- Azelma Sigaux
- Sprecherin der Gelbwesten-Bewegung, in der Nähe der Nationalversammlung festgenommen
- David Libeskind
- Rechtsanwalt der Gelbwesten, der die Wahl der Place de la Concorde erklärte
- Orte
- Paris, Frankreich
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