Regierung · Paris

Frankreich: Tausende demonstrieren gegen Lebenshaltungskosten – Teilnehmerzahl sinkt den vierten Samstag in Folge

Bis 14 Uhr am Samstag, 7. November, hatten sich nach Angaben des Innenministeriums etwa 7.000 Menschen 68 Aktionen außerhalb von Paris angeschlossen. Die Polizei nahm zwei Organisatoren der Gelbwesten fest, als sich an der Place de la Concorde eine verbotene Kundgebung bildete.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rts.ch, Le Soir, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 5.11.Gewerkschaftsmärsche ziehen nach Zählungen des Innenministeriums und der CGT zwischen 575.000 und 1,6 Millionen Menschen an
  2. 7.11.Etwa 7.000 Menschen bei 68 Aktionen außerhalb von Paris, während eine verbotene Kundgebung an der Concorde stattfindet
  3. 9.11.Sozialkonferenz in Matignon: Arbeitgeber und Gewerkschaften am Morgen, Studierende und Gymnasialgruppen am Nachmittag

Ein vierter Samstag unter massivem Polizeiaufgebot

Am Samstag, 7. November, demonstrierten in ganz Frankreich Tausende Menschen – der vierte Samstag in Folge mit Protesten „für die Jugend und gegen die hohen Lebenshaltungskosten“. Der Pariser Zug bestand überwiegend aus jungen Menschen, darunter Gymnasiasten, Studierende und Dreißigjährige; einige sangen den Téléphone-Song „Je rêvais d'un autre monde“ mit. Die Regierung setzte landesweit 70.000 Polizisten und Gendarmen ein, ebenso viele wie in den Wochen zuvor, nachdem die Proteste vom 17. Oktober von Plünderungen und Gewalt überschattet worden waren. Am Freitag hatte Innenminister Laurent Nuñez seine Einschätzung für den bevorstehenden Tag abgegeben.

„das Risiko sei genau dasselbe gewesen wie an den vorangegangenen Samstagen“

Laurent Nuñez, Französischer Innenminister

Die Teilnehmerzahlen sinken weiter

Nach Angaben des Innenministeriums hatten sich bis 14 Uhr etwa 7.000 Menschen 68 Aktionen außerhalb von Paris angeschlossen – ein deutlicher Rückgang, der den seit dem 17. Oktober beobachteten Abwärtstrend fortsetzt. Das Ministerium stellte diese Zahl 15.000 Menschen bei 65 Aktionen am Samstag, 31. Oktober, 37.000 bei 108 Aktionen am 24. Oktober und 67.000 bei 198 Aktionen am 17. Oktober gegenüber. Die Lage im ganzen Land sei insgesamt ruhig und unter Kontrolle, hieß es aus dem Ministerium; zu jener Stunde gab es 18 Festnahmen, gegenüber 27 zur selben Zeit in der Vorwoche. Bis dahin seien mehr als 15.600 vorbeugende Kontrollen durchgeführt worden, teilte dieselbe Quelle mit. Die folgende Grafik zeigt die Samstagszahlen außerhalb von Paris seit dem 17. Oktober.

Teilnehmerzahlen an Samstagen außerhalb von Paris, 17. Okt. bis 7. Nov.Personen
2026-10-17
67000 Personen
2026-10-24
37000 Personen
2026-10-31
15000 Personen
2026-11-07
7000 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Eine verbotene Kundgebung an der Place de la Concorde

Die Gelbwesten-Koordination hatte zu einer Kundgebung an der Place de la Concorde aufgerufen, doch die Pariser Polizeipräfektur verbot sie. Die Polizei hielt den Platz in Stärke besetzt, und rund hundert Gelbwesten versammelten sich dennoch dort, die meisten ohne ihre gelben Westen. Sie wurden schnell von Bereitschaftspolizisten (CRS) eingekreist, ihre Identität wurde überprüft. Zwei Organisatoren – das Koordinationsmitglied Benjamin Ball und die Sprecherin Azelma Sigaux – wurden am frühen Nachmittag in der Nähe der Nationalversammlung festgenommen, nach Angaben von AFP-Reportern vor Ort ruhig. Rechtsanwalt David Libeskind hatte zuvor erklärt, der Platz sei gewählt worden, weil er symbolträchtig und nahe der Nationalversammlung liege und die Forderungen der Bewegung politisch seien. Der Hauptzug verließ die Place de la République kurz nach 14 Uhr in Richtung Place de la Nation.

Gewerkschaften und das Treffen am Montag

Die Gewerkschaftsmärsche am Donnerstag, 5. November, zogen nach Zählungen des Innenministeriums und der Gewerkschaft CGT zwischen 575.000 und 1,6 Millionen Menschen an. Premierminister Sébastien Lecornu hat für Montag, 9. November, eine Sozialkonferenz einberufen. Arbeitgeber und Gewerkschaften treffen sich am Morgen, Schüler- und Studierendenorganisationen am Nachmittag. Marylise Léon, Generalsekretärin der Gewerkschaft CFDT, hat die Regierung aufgefordert, den Mindestlohn (SMIC) zu erhöhen und Lohnverhandlungen aufzunehmen, die der Kaufkraft einen Schub geben. Die Intersyndicale will nach der Sitzung in Matignon zusammenkommen, um über die Fortsetzung der Mobilisierung zu entscheiden.

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