Regierung · Paris und Marseille

Frankreich setzt 70.000 Polizisten vor den Protesten am Samstag, 31. Oktober, ein und warnt vor hohem Risiko

Gewerkschaften, Studierende und Gruppen der Gelbwesten haben für Samstag, den 31. Oktober, zu Kundgebungen aufgerufen – der Tag fällt auf Halloween. Innenminister Laurent Nuñez spricht von einem sehr hohen Risiko von Ausschreitungen; die Behörden wollen Zusammenkünfte in den Stadtzentren einschränken.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, H Kαθημερινή, NEWS 24/7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Marseille · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 17.10.Plünderungen in französischen Städten; laut Ministerium wurden mehr als 2.700 Menschen festgenommen
  2. 24.10.Laut Ministerium 410.000 Teilnehmer bei den Märschen, 70.000 Polizisten im Einsatz
  3. 31.10.Geplante Kundgebungen ab 20 Uhr, 70.000 Polizisten sollen eingesetzt werden
  4. 5.11.Von Gewerkschaften und Studierenden ausgerufener landesweiter Streik

Polizeiaufgebot

Frankreich mobilisiert für die neue Runde der Demonstrationen am Samstag, 31. Oktober, rund 70.000 Polizisten und Gendarmen. Innenminister Laurent Nuñez kündigte den Einsatz am Donnerstag auf einer Pressekonferenz an, zwei Tage vor den Kundgebungen, und sprach von einem sehr hohen Risiko von Ausschreitungen. Der Einsatz entspreche dem Umfang der Kräfte, die am 24. Oktober aufgeboten worden seien; Spezialeinheiten von BRI, RAID und GIGN würden teilnehmen.

Nuñez erklärte zudem, er habe angeordnet, Ruhetage für Polizisten und Gendarmen where nötig auszusetzen, damit die Personalverfügbarkeit 75 Prozent erreicht. Er warnte, jede Unruhe werde auf absolute Entschlossenheit stoßen.

Aufrufe zur Mobilisierung

Gewerkschaften, Studierende und Gruppen aus dem Umfeld der Gelbwesten haben für Samstag ab 20 Uhr in vielen französischen Städten zu Zusammenkünften auf öffentlichen Straßen aufgerufen. Die Regierung erklärt, Online-Aufrufe, darunter einige aus dem linksextremen Spektrum und von Gelbwesten-Websites, forderten eine Revolution am Halloween-Abend. Der Minister rechnet mit dem Höhepunkt der Zwischenfälle in der Nacht zum Sonntag, nach dem Ende der Hauptmärsche.

Einschränkungen für Versammlungen

Die Präfekten werden öffentliche Versammlungen genehmigen, allerdings nicht in den Stadtzentren; bevorzugt werden Gebiete am Stadtrand. In Marseille und in Gemeinden des Départements Bouches-du-Rhône ist Minderjährigen während der Versammlungszeiten der Aufenthalt im öffentlichen Raum untersagt. Die Pariser Polizei lehnte eine von den Gewerkschaften beantragte Route von der Bastille zur Nation ab und schlug stattdessen eine Route von Porte de Bagnolet nach Porte de Charenton vor. Die Gewerkschaften erklärten, ihre Vertreter seien empfangen worden, die einzige Antwort sei jedoch die Aufforderung gewesen, den Marsch zu verlegen. Inter-fac Île-de-France kündigte an, alle rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen, um gegen das aus ihrer Sicht generelle und unverhältnismäßige Verbot eines Grundrechts vorzugehen.

Hintergrund der Proteste

Das Ministerium erklärte, an den Märschen am Samstag, 24. Oktober, hätten 410.000 Menschen teilgenommen, als 70.000 Polizisten im Einsatz waren; die Gewerkschaften schätzen, dass es mindestens doppelt so viele waren. Das Ministerium teilte zudem mit, mehr als 2.700 Menschen seien wegen der Plünderungen festgenommen worden, die am 17. Oktober französische Städte erschütterten. Die Bewegung begann im September mit Studierenden und hat seither Gewerkschaften und Bürger angezogen, die über die Lebenshaltungskosten verärgert sind. Studierende fordern mehr Lehrkräfte und Personal sowie die Sanierung maroder Schulgebäude. Bildungsminister Édouard Zefre (so die Schreibweise im Bericht) sagte, einige Schulen seien so heruntergekommen, dass sie für den Unterricht ungeeignet seien; die Regierung kündigte einen Kredit von 4 Milliarden Euro für die Regionalbehörden an. Die Regierung will in einigen Klassen die Klassengrößen deckeln und das Zulassungssystem der Universitäten überprüfen, doch die Studierenden sagen, sie wollten Maßnahmen, keine halben Sachen.

Wie es weitergeht

Gewerkschaften und Studierende haben für den 5. November einen landesweiten Streik ausgerufen und argumentieren, die Unzufriedenheit über Löhne, Lebenskosten und öffentliche Dienste reiche weit über die Studierendenbewegung hinaus. Die Kundgebungen am 31. Oktober sind der nächste Test dafür, wie weit der Polizeieinsatz und die Einschränkungen für Versammlungen tragen.

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