Stromnetz · Lissabon

Zwei von drei Portugiesen sagen, Energiekosten senken ihre Kaufkraft, so eine EIB-Umfrage

Eine Klimaumfrage der Europäischen Investitionsbank unter 23.000 Menschen in den 27 Mitgliedstaaten ergab, dass 68 % der Portugiesen angeben, steigende Energiepreise hätten ihre Kaufkraft in den vergangenen zwölf Monaten deutlich verringert – im EU-Durchschnitt sind es 60 %. Die Ergebnisse wurden wenige Tage vor dem Klimagipfel COP31 veröffentlicht.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von PÚBLICO, SAPO und Notícias ao Minuto. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon · Portugal

Energiekosten und Haushaltsbudgets

Die achte Klimaumfrage der Europäischen Investitionsbank, die auf 23.000 Interviews in den 27 Mitgliedstaaten beruht und am Donnerstag, 5. November, veröffentlicht wurde, ergab, dass 68 % der Portugiesen angeben, steigende Preise für Gas, Kraftstoff, Heizöl oder Strom hätten ihre Kaufkraft in den vergangenen zwölf Monaten deutlich verringert. Der EU-Durchschnitt liegt bei 60 %, Rumänien (80 %) führt die Rangliste an, Malta (23 %) bildet das Schlusslicht. Portugal liegt bei diesem Wert auf dem siebthöchsten Platz im Bündnis.

Um zurechtzukommen, haben 34 % der Portugiesen Ausgaben für alltägliche Lebensmittel oder Gesundheit gekürzt, 24 % die Heizung heruntergedreht und 13 % haben sich verschuldet, finanzielle Hilfe erbeten oder die Zahlung einer Energierechnung aufgeschoben. Auch die Mobilität änderte sich: 65 % gaben an, ihre Autonutzung verändert zu haben, gegenüber 60 % im EU-Durchschnitt, und 28 % sagten, sie führen inzwischen langsamer, um Kraftstoff zu sparen – im Bündnis sind es 22 %.

Rückhalt für die Energiewende

Rund 85 % der Portugiesen halten die Energiewende für dringend – einer der höchsten Werte unter den 27 Staaten; der EU-Durchschnitt liegt bei 75 %. Fast neun von zehn Europäern wollen, dass die Politik erneuerbare Energien priorisiert. Die Umfrage wurde wenige Tage vor Beginn der COP31, des UN-Klimagipfels, veröffentlicht.

Auf die Frage, was sie sich von der Wende erhoffen, nennen 85 % der Portugiesen eine geringere Abhängigkeit von importiertem Öl und Gas, 84 % erwarten stabilere oder niedrigere Preise und 79 % erwarten, dass sie den Klimawandel bremst. Im Jahr 2022 war der Klimanutzen in Portugal und 18 weiteren Mitgliedstaaten der am häufigsten genannte Grund. Heute steht die Verringerung der Energieabhängigkeit in Portugal und 15 weiteren Staaten an erster Stelle.

Risiken einer langsamen Wende

Nach den Folgen gefragt, falls die EU zu langsam vorankommt, nennen 80 % der Portugiesen zuerst eine wachsende Abhängigkeit von importiertem Öl und Gas – EU-weit sind es 78 %. Rund 79 % benennen das Risiko langfristig höherer Energiepreise und Lebenshaltungskosten, was dem europäischen Durchschnitt entspricht.

Reaktion der Offiziellen

Die Präsidentin der EIB-Gruppe, Nadia Calviño, erklärte in einer Stellungnahme, die Umfrage weise der Politik eine klare Richtung.

„In einem sich schnell verändernden geopolitischen Umfeld ist dies die richtige Entscheidung für den Planeten und zugleich die kluge Entscheidung für unsere Volkswirtschaften, um die Energiekosten für Unternehmen und Haushalte zu senken.“

Nadia Calviño, Präsidentin

Die Umfrage bringt die Preissteigerungen mit höheren Kosten für fossile Brennstoffe nach dem Krieg in Verbindung, den die Vereinigten Staaten und Israel gegen Iran führen; laut dem Umfragebericht hat dieser mehr Menschen davon überzeugt, dass erneuerbare Energien der beste Weg zur Kostensenkung sind.

Haushaltsausgaben im Kontext

Separat meldete die Statistikdatenbank Pordata, dass Wohnen, Lebensmittel und Verkehr fast zwei Drittel der Haushaltsbudgets binden, wobei ein durchschnittlicher Haushalt 23.900 Euro pro Jahr ausgibt. Auf das Wohnen entfallen 39 % dieser Ausgaben, auf Lebensmittel 13 % und auf den Verkehr 12 %. Pordata wies zudem darauf hin, dass im Jahr 2024 jeder fünfte Steuerzahler nach Abzug der Lohnsteuer ein Einkommen von bis zu 625 Euro im Monat erklärte.

Anteil der Menschen, die sagen, Energiepreise senken ihre Kaufkraft%
Portugal
68 %
EU-Durchschnitt
60 %
Rumänien (höchster Wert)
80 %
Malta (niedrigster Wert)
23 %

Daten aus dem Artikeltext

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