
Diesel in Portugal steigt ab 19. Oktober um 4,5 Cent, Benzin fällt um 1,5 Cent
Der Automóvel Club de Portugal rechnet ab Montag, 19. Oktober, mit einem Dieselpreis von 2,189 Euro je Liter und einem Benzinpreis von 2,10 Euro, doch die Werte können sich durch Marktbewegungen bis zum 16. Oktober noch verschieben.
Prognose für die Woche ab dem 19. Oktober
Der Automóvel Club de Portugal (ACP) erwartet, dass Diesel ab Montag, 19. Oktober, um 4,5 Cent je Liter steigt und Benzin um 1,5 Cent fällt. Die Schätzungen stützen sich auf den Marktschluss von Donnerstag, 15. Oktober, und die von der Direção-Geral de Energia e Geologia (DGEG) veröffentlichten durchschnittlichen Zapfsäulenpreise, die am Freitag, 16. Oktober, Diesel mit 2,144 Euro und Benzin mit 2,116 Euro auswiesen. Die Notierungen für Rohöl und Kraftstoffe könnten sich bis zum Schluss des 16. Oktober noch bewegen, sodass die endgültigen Preise von der Prognose abweichen können. Die Angaben zum resultierenden Dieselpreis gehen auseinander: Mehrere nennen 2,189 Euro, andere 2,184 Euro und eine 2,149 Euro. Beim Benzin reichen die Schätzungen von 2,10 bis 2,115 Euro.
- Diesel, 16. Oktober (DGEG)
- 2.144 €/Liter
- Diesel, Prognose für den 19. Oktober (ACP)
- 2.189 €/Liter
- Benzin, 16. Oktober (DGEG)
- 2.116 €/Liter
- Benzin, Prognose für den 19. Oktober (ACP)
- 2.1 €/Liter
Rohölpreise und der Nahe Osten
Brent-Rohöl zur Lieferung im Dezember, der europäische Referenzwert, lag um 10:55 Uhr Lissabonner Zeit 0,26 Prozent niedriger bei 105,66 Dollar je Barrel. West Texas Intermediate fiel um 0,65 Prozent auf 97,33 Dollar. Diese Werte stehen 103,12 Dollar für Brent und 90,77 Dollar für WTI am Morgen des Freitags, 9. Oktober, gegenüber. Die Zapfsäulenpreise werden durch den Krieg im Iran, die Spannungen im Nahen Osten und die Schließung der Straße von Hormus geprägt, durch die 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gashandels laufen. Auch Angriffe auf Raffinerien im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine werden als Faktor genannt.
Regierungsmaßnahmen und der ISP-Rabatt
Wenn sie nicht umschwenkt, plant die Regierung keine zusätzlichen Maßnahmen wie eine Mehrwertsteuersenkung, sondern setzt stattdessen auf den ISP-Rabatt für Verbraucher, der den Staat 2026 1,3 Milliarden Euro kosten wird. Ab Samstag, 17. Oktober, müssen Tankstellen den geltenden ISP-Rabatt nahe den Zapfsäulen ausweisen und dabei die Differenz zwischen dem ISP, der zum Referenzsatz erhoben würde, und der tatsächlich angewandten Steuer zuzüglich Mehrwertsteuer unter der Bezeichnung Redução ISP+IVA anzeigen. Falsche, unrichtige oder veraltete Angaben werden mit Bußgeldern von 1.000 bis 3.000 Euro geahndet. Im kommenden Jahr erwartet die Regierung ISP-Einnahmen von rund 3,8 Milliarden Euro, der höchste Wert, den das Land je erreicht hat.
- Premierminister Luís Montenegro kritisiert beim EU-Gipfel in Brüssel das US-Russland-Kraftstoffabkommen
- DGEG-Durchschnittspreise weisen Diesel mit 2,144 Euro und Benzin mit 2,116 Euro aus; ACP-Prognose veröffentlicht
- Tankstellen müssen die Informationen zum ISP-Rabatt nahe den Zapfsäulen aushängen
- Prognostizierte Preisänderungen treten in Kraft
Übergewinnsteuer und das US-Russland-Dieselabkommen
Die Regierung hat bereits eine Abgabe auf Übergewinne der Ölkonzerne gebilligt, doch im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr steht nicht, wie viel sie einbringen soll. Der als „Solidarität“ bezeichnete Beitrag ging 2022 und 2023 nicht über rund acht Millionen Euro hinaus. Premierminister Luís Montenegro kritisierte am Donnerstag, 15. Oktober, beim EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel die Vereinigten Staaten wegen eines Kraftstoffabkommens mit Russland. Er sagte, das Abkommen werde weder für die Preise noch für den Krieg in der Ukraine positive Folgen haben.
Aus unserer Sicht ist das, was die Vereinigten Staaten angekündigt haben, keine konsequente und kohärente Anstrengung zur Lösung dieser Angelegenheit.
Er argumentierte, die Kraftstoffverfügbarkeit im Rahmen des Abkommens werde das Problem nur für wenige Tage lindern.
Was das für Autofahrer bedeutet
Der Kraftstoffsektor ist liberalisiert, sodass Tankstellen unterschiedliche Preise verlangen können, und der ACP weist darauf hin, dass die endgültigen Werte je nach Region und Tankstelle variieren. Autofahrer können die Preise vor Ort über den offiziellen Vergleichsrechner der DGEG vergleichen. Die Prognose ist ein Landesdurchschnitt, kein Festpreis an jeder Zapfsäule. Jede Änderung am ISP-Rabatt der Regierung, die zum Zeitpunkt der ACP-Schätzungen noch nicht bekannt war, könnte das Ergebnis erneut verschieben.
